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Di, 14:35 Uhr
21.12.2021
Hilfe für eine Streuobstwiese

Wo es kreucht und fleucht

Streuobstwiesen gehören in Mitteleuropa zu den artenreichsten Biotoptypen, hier finden geschützte Insekten wie Hornissen oder gefährdete Vogelarten wie Neuntöter und Grauammer einen Lebensraum. Einen solchen Lebenraum der der Hilfe bedarf, gibt es auch bei Ichstedt...

Nordwestlich der Gemeinde Ichstedt, einem Ortsteil von Bad Frankenhausen, soll im Rahmen eines NALAP-Projekts (Förderung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in Thüringen) eine solche Streuobstwiese instandgesetzt werden. Das Biotop liegt in dem Europäischen Schutzgebiet in Natur- und Landschaftsschutz (FFH-Gebiet) Nr. 11 „Kyffhäuser - Badraer Schweiz – Solwiesen“, dem Europäischen Vogelschutzgebiet (Special Protection Area) Nr. 4 „Kyffhäuser - Badraer Schweiz – Helmestausee“ sowie dem Naturschutzgebiet 384, „Ichstedter Lehde“ und ist zudem Teil des Naturpark Kyffhäuser.

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Um den wertvollen Biotoptyp aufzuwerten, ist für die vorhandenen Obstgehölze ein fachgerechter Erhaltungs- und Erziehungsschnitt vorgesehen. Ein Teil der Gehölze ist bereits abgestorben. Diese werden auf den Torso zurückgeschnitten, dadurch bleiben Totholzhabitate für Insekten und Reptilien erhalten. Um den Streuobstwiesencharakter zu erhalten, werden zudem Obstbäume in regionalen Sorten gepflanzt.

Streuobstwiese bei Ichstedt (Foto: Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser) Streuobstwiese bei Ichstedt (Foto: Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser)


Das NALAP-Projekt wurde durch die Eigentümer der Flurstücke bei der Oberen Naturschutzbehörde des Landes Thüringen, dem Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN), beantragt. Die Maßnahmen zur Instandsetzung der Streuobstwiese wurden mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kyffhäuserkreises, dem Naturpark Kyffhäuser und dem Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum abgestimmt. Die Arbeiten werden durch die Landschaftspflegefirma Hörning aus Bad Frankenhausen während der Wintermonate umgesetzt, der Landschaftspflegeverband betreut den gesamten Vorgang fachlich. Finanziert wird das Projekt durch den Freistaat Thüringen über das Förderprogramm NALAP.

Der Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser, Träger der Natura 2000-Station Südharz/Kyffhäuser, steht Ihnen bei Fragen zum aktuellen Stand der Arbeiten unter 03631/49 66 47 8 gern zur Verfügung.
Autor: red

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