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Di, 16:23 Uhr
15.02.2022
SPD weist Kritik der Linskfraktion zurück

Koalitionszoff um Straßenausbaubeiträge

Die kommunalpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Janine Merz, weist die wiederholt von der LINKEN-Fraktion geäußerte Kritik am Thüringer Innenminister wegen einer vermeintlich fehlenden Härtefallregelung für Straßenausbaubeiträge zurück...

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„Richtig ist, dass der Thüringer Landtag die Landesregierung in der letzten Wahlperiode beauftragt hat, die Notwendigkeit ein Härtefallfonds für Straßenausbaubeiträge rückwirkend bis 2015 zu prüfen. Dem ist das Innenministerium nachgekommen. Mit dem Ergebnis, dass hinsichtlich der Beitragsbelastung dafür keine Notwendigkeit besteht“, stellt Janine Merz klar.

„Dessen ungeachtet ist es selbstverständlich, dass wir uns mit der eingereichten Petition auseinandersetzen. Ich wundere mich allerdings über das plötzliche Engagement einiger linker Abgeordnetenkollegen. Während der gesamten Haushaltsberatungen hat die Linksfraktion keine Anstrengungen unternommen, einen Härtefallfonds im kürzlich beschlossenen Landeshaushalt zu verankern“, so Janine Merz, die auch Mitglied des Haushalts- und Finanzausschusses ist. „Offenbar konnte sich der für das Thema zuständige Abgeordnete innerhalb der LINKEN-Fraktion nicht durchsetzen und versucht nun mit schrillen Schuldzuweisungen in Richtung Innenministerium bei den Beitragszahlern Schönwetter zu machen.“

Janine Merz kritisierte außerdem, dass die geäußerten Vorstellungen der LINKEN für einen Härtefallfonds vor allem Besitzer großer Grundstücke mit vermieteten Wohngebäuden begünstige, während die allermeisten Beitragszahler leer ausgingen. „Der Prüfbericht des Innenministeriums belegt, dass gerade mal 5,3 Prozent der Beitragsbescheide in den Jahren 2015 bis 2018 höher ausfielen als 2.000 Euro. Alle anderen gingen mit dem LINKEN-Vorschlag leer aus. Bei einer Beitragshöhe von mehr als 2.000 Euro ist außerdem davon auszugehen, dass es sich bei der Mehrzahl der Beitragspflichtigen um Besitzer von Mietshäusern und Großgrundstücken handelt. In der derzeit angespannten Haushaltslage muss deshalb sehr genau überlegt werden, wie man hier zum angestrebten Ziel kommen kann, um eine Entlastung der Beitragszahler zu erzielen“, so Janine Merz abschließend.
Autor: red

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Kommentare
Franz 2018
15.02.2022, 18:41 Uhr
Das ist ein Scherz
"nur Besitzer großer Grundstücke" - ja sicher, aber nicht jeder hat da Mietshäuser drauf. Thüringen ist ein Flächenland. Es geht sicher vielen wie mir, ich habe den Garten geerbt und darf dafür ordentlich blechen und es ist ja auch nicht richtig, dass die meisten unter 2000 Euro zahlen, ich kenne in unserer Straße niemand, auf den das zutrifft. Und es bleibt ja auch nicht beim Straßenausbaubeitrag ( wobei wir die Straße-weil Kreisstraße- gar nicht bezahlt haben, sondern die Nebenanlagen=Gehweg, Stützmauern, Parkplätze, Entwässerung, Beleuchtung etc ), in der Regel kommen Stromanschluss und Abwasser noch dazu und dann sind wir für ein ganz normales Grundstück auf dem Dorf bei einem fünfstelligen Betrag angekommen. Dazu kommen die Anschlusskosten auf dem eigenen Grundstück, die man auch komplett selber tragen muss und da hat man auch keine Wahl, weil der Anschluss Pflicht ist. Für viele Familien und insbesondere ältere Bürger etwas, dass alle Rücklagen aufgefressen hat. Ja, wir sind froh über die Sanierung, aber wieso einige die Kosten für die Gehwege, Beleuchtung und Parkplätze an einer Kreisstraße bezahlen müssen, die am Ende alle nutzen, versteht nicht wirklich jemand.....außer den Damen und Herren Abgeordneten, die offenbar die Realität nicht sehen.......und zudem etwas anderes versprochen hatten. Aber das ist leider auch nichts neues. Und es dürfte wohl auch jedem klar sein, dass die, die große Häuser vermieten, nicht die Petition unterschrieben haben, weil die sich das Geld von ihren Mietern auf die eine oder andere Weise wieder geholt haben, im Gegensatz zu den Durchschnittsbürgern auf dem Land, die das in finanzielle Engpässe bringt, da hier auf dem flachen Land die Kosten die gleichen wie in der Stadt sind, die Gehälter aber nicht. Das muss doch in Erfurt auch mal jemand auffallen. Und deshalb habe ich die Petition auch unterschrieben!
geloescht.20240214
15.02.2022, 18:44 Uhr
Diese...
....ganze Diskussion blendet doch vollkommen aus, dass bis zur Gesetzesänderung tausende Eigentümer bezahlen mussten. So wie ich. Auch für Sachen die weit vor dem Kauf realisiert wurden.
geloescht.20241017
16.02.2022, 07:07 Uhr
an Franz 2018
Sie haben vollkommen Recht.
Mit 23.000.- € war ich damals auch mit dabei- sollte eigentlich für mein Alter sein.
Mein herzlicher Dank geht an die damaligen Regierenden dafür. Ich finde Straßenausbaubeiträge für ungerecht-es ist nicht mein Eigentum diese Straße.
Es wird ja auch immer von einer Solidargemeinschaft geredet, wenn es um die Aufnahme
von sogenannten Flüchtlingen oder um Corona geht, da sollen auch alle mit bezahlen.

Einen schönen Tag wünsche ich noch
DonaldT
16.02.2022, 12:14 Uhr
Koalitionszoff um Straßenausbaubeiträge
Stichtagregelung.
Wenn die aufgeweicht werden soll, dann bitte schön rückwirkend, bis zum 3.10.90.

Selbst Zinsfrei und Umrechnung in Euro - da könnt ich mir ein Auto kaufen, ein nobles.

Nebenbei:
Seit dem Ende der Ausbaubeiträge passiert aber auch nichts mehr.
Straßen und Fußwege verlottern, werden zu Gafahrenquellen!
Was machen die Gemeinden denn jetzt mit dem Geld, welches sie vorher für den sog. Eigenanteil aufbringen mußten?
Und nebenher gab es viel Geld vom Land, für angebliche Mindereinnahmen der Gemeinden.
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