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Mi, 13:50 Uhr
23.02.2022
Zur Heuteigen Erhöhung durch das Bundeskabinett:

LINKE begrüßt Mindestlohn-Anhebung

Lena Saniye Güngör, arbeits- und gewerkschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Thüringer Landtag, kommentiert den heutigen Beschluss des Bundeskabinetts zur Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro und fordert weitere Schritte...

„Der Mindestlohn hätte schon längst angehoben werden müssen. Es gilt zu beachten, dass auch ein Mindestlohn von 12 Euro nicht ausreichend Schutz vor Armut bietet. Die Erhöhung ist also viel zu knapp bemessen.“

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Eine von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt knapp 860.000 Arbeitnehmer durch die Erhöhung des Mindestlohns mehr Geld bekommen. „Das ist sehr erfreulich. Dennoch gilt es festzuhalten, dass diese Zahl nicht alle Beschäftigungsverhältnisse berücksichtigt. Ausgenommen bleiben Beschäftigte mit niedrigem Gehalt. So z. B. Minijobs, die nicht sozialversicherungspflichtig sind und mit einem starken Armutsrisiko einhergehen.“ Außerdem sei es „völlig unverständlich und diskriminierend, dass Jugendliche unter 18 Jahren auch weiterhin keinen Mindestlohn erhalten. Das muss dringend geändert werden“, unterstreicht die Abgeordnete.

Güngör führe weiter aus: „Die Bundesregierung plant im Oktober dieses Jahres einen Anstieg der Minijob-Verdienstgrenze auf 520 Euro, welche die positiven Effekte des Mindestlohnanstiegs schwächt. Der Anstieg der Minijob-Verdienstgrenze lässt Arbeitsverhältnisse an Attraktivität gewinnen, die nicht sozialversicherungspflichtig sind, nicht vor Altersarmut schützen. Deshalb fordern wir einen Mindestlohn von 13 Euro, der vor Armut schützt und ein Leben ohne staatliche Hilfe ermöglicht.“
Autor: red

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Kommentare
Alex Gösel
23.02.2022, 16:21 Uhr
Mindestlohn
Wie es der Teufel so will, habe ich just in diesem Moment einen Tweet von dem hessischen Gewerkschafter und Mitglied im geschäftsführenden Bundesvorstand des DGB, Stefan Körzell, gelesen. Dieser lautet, und ich zitiere: „Der einzige Staatslohn ist der Dumpinglohn, der nur mit staatlichen Zuschüssen zum Existieren reicht“

Das ist alles schön und gut gesagt und vielleicht auch ernst gemeint, aber wenn man bedenkt, dass erst vor knapp 4 Monaten die Belegschaft einer ortsansässigen Bäckerei einen, und ich zitiere ebenfalls, „... Demnach einigten sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und das Unternehmen gestern auf einen neuen Tarifvertrag. Danach werde die unterste Lohngruppe bis zum 1.1.2024 auf 13 Euro steigen. Das ist über einen Zeitraum von 2,5 Jahren eine Erhöhung von 20,4% in der niedrigsten Lohngruppe...“ als „bahnbrechenden Tarifabschluss“ von den Gewerkschaften verkauft bekommt hat der Tweet von Herr Körzell doch ein gewisses Geschmäckle, oder?

Auch hier müsste Politik und Gewerkschaften endlich eingreifen und nicht nur einen Dumpinglohn mit dem anderen Dumpinglohn ersetzen, oder? Aber nein, man macht weiter kontraproduktive Maßnahmen, die sogar noch von Gewerkschaft und auch der sog. "sozialen" LINKEN wohlwollenbd unterstützt werden, wie die Anhebung der Niedriglohngrenze. Solche sog. Minijobsund auch Dauerzeitarbeitsplätze gehören abgeschafft und durch vernpnftige sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze eins zu eins ersetzt. Aber da sieht man wieder mal, in welchen Sphären unser aller Politiker leben, "oben wie unten, links wie rechts und auch die sog. bürgerliche Mitte", oder?
A.kriecher
23.02.2022, 16:41 Uhr
Lohnsklave
Das Wort trifft es schon eher.
Nichts anderes ist man heute.
12€ Mindestlohn ist ja auf Grund der Teuerung, die damals schon absehbar war, ein Witz den uns die Regierenden als Meilenstein verkaufen wollen.
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