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Sa, 07:00 Uhr
26.02.2022
Erste Schätzung zu den Sturmholzschäden

Die Sturmbilanz für Thüringens Wälder

Soweit die Sicherheit es zuließ, haben die Försterinnen und Förster des ThüringenForst eine erste Vor-Ort-Einschätzung der Sturmholzschäden im Freistaat vorgenommen. Vorläufig geht man von rund 411.000 Festmeter Schadholz über alle Waldeigentumsformen aus...


Damit liegt die geschätzte Schadenshöhe etwas unter dem Niveau von Orkantief „Friederike“ vom Januar 2018 mit damals rund 500.000 Festmetern und deutlich unter der Schadholzmenge des Orkantiefs „Kyrill“ vom Januar 2007 mit 3,5 Millionen Festmetern. Schadensschwerpunkt ist Ostthüringen.

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„Es überwiegen Einzel-, Nester- und Kleinflächenschäden. Zu 75 Prozent handelt es sich um Würfe, also um samt Wurzelteller vom Sturm umgekippte Bäume“, erläutert Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Nadelholz, allen voran die Fichte, ist besonders betroffen. Die ostthüringischen Forstamtsbereiche Schleiz, Neustadt, Jena-Holzland und Gehren zeigen hohe regionale Schadholzmengen, der Thüringer Wald (Forstamt Finsterbergen, Forstamt Schmalkalden) sowie der Südharz (Forstamt Bleicherode-Südharz) sind auch betroffen.

Die Aufarbeitung läuft mit voller Kraft, da ab April mit dem Schwarmflug des Borkenkäfers zu rechnen sei. Für diesen ist das Schadholz bester Brutraum zur Vermehrung. Deshalb bleibt Waldbesitzern und Forstleuten nur ein kurzer Zeitraum zur Schadensbeseitigung. ThüringenForst warnt wegen sturmbedingter Unfallgefahren weiterhin vor einem Betreten der Wälder.
Autor: red

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Kommentare
Bebo
26.02.2022, 09:01 Uhr
Nicht allein die Stürme
und die Trockenheit der letzten Jahre haben den Wälder zugesetzt, sondern auch der massive Abbau der im Forst Beschäftigten, mangelnde Vorsorge und Bekämpfung von Schädlingen, Vernachlässigung der technischen Ausstattung und das Zusammenlegen von Forstrevieren haben erheblich zu dem heutigen katastrophalen Zustand unserer Wälder geführt.
Die Sparprogramme unseres angeblich reichen Staates haben in Deutschland verheerende Auswirkungen.
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