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Do, 10:27 Uhr
24.02.2022
Ein Blick in die Statistik

Corona und der Thüringer Tourismus

Im Jahr 2021 wurden nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik in den Thüringer Beherbergungsstätten und auf Campingplätzen insgesamt 2,3 Millionen Gästeankünfte gezählt. Das waren 3,5 Prozent weniger (-82.000 Ankünfte) als im Jahr 2020...

Die Zahl der Übernachtungen sank um 1,2 Prozent auf rund 6,6 Millionen (-77.000). Niedrigere Zahlen der Gästeankünfte und Übernachtungen wurden letztmalig im Jahr 1993 registriert. Die Verweildauer pro Gast lag im Jahr 2021 mit durchschnittlich 2,9 Tagen auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 2020. Die Zahl der ausländischen Gäste stieg im Jahr 2021 mit einem Plus von 5,8 Prozent leicht an. Die Gäste aus dem Ausland buchten insgesamt 296.000 Übernachtungen (+18,6 Prozent).

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Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Gästeübernachtungen in Deutschland im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf 310,3 Millionen. Davon entfielen 279,3 Millionen Übernachtungen auf Gäste aus dem Inland (+3,3 Prozent) und 31,0 Millionen auf ausländische Gäste (-3,1 Prozent).

Allerdings ist der direkte Vergleich mit dem Vorjahr für die Darstellung der Entwicklung im Jahr 2021 auf Grund der Corona-bedingten Einschränkungen nicht geeignet, da sich die jeweils geltenden Reisebeschränkungen deutlich voneinander unterschieden.

Die Corona-bedingten Verluste werden erst bei einem Vergleich mit den Werten des Jahres 2019 deutlich. So sank die Zahl der Ankünfte in Thüringen im Jahr 2021 im Vergleich zu 2019 um 44,1 Prozent bzw. 1,8 Millionen, die Zahl der Übernachtungen ging im gleichen Zeitraum um 3,7 Millionen zurück (-36,0 Prozent).

Gegenüber dem Jahr 2019 verzeichneten alle 9 Thüringer Reisegebiete einen spürbaren Rückgang der Gästeankünfte und der Übernachtungen. Die deutlichsten absoluten Verluste hatten dabei das Reisegebiet Thüringer Wald mit dem Minus von 1,6 Millionen Übernachtungen und der Städtetourismus (Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar) mit einem Rückgang von einer Million Übernachtungen zu verzeichnen. Die im Jahr 2021 durchgeführte Bundesgartenschau lockte zwar zumindest im Reise- gebiet der Städte wieder vermehrt Gäste an. Die im Zuge der Corona-Pandemie verursachten Verluste konnten dadurch aber nicht ansatzweise kompensiert werden.

Differenziert nach Betriebsarten waren die höchsten Verluste gegenüber dem vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019 erreichten Niveau im Bereich der Hotellerie vorzufinden. So verbuchten im Jahr 2021 allein die Hotels (ohne Hotels garnis) 2 Millionen Übernachtungen weniger als 2019.

Auch bei Jugendherbergen und Hütten (-383.000 Übernachtungen), Vorsorge- und Rehakliniken (-284.000 Übernachtungen) und Hotels garnis (-241.000 Übernachtungen) waren sehr deutliche Rückgänge gegenüber 2019 zu beobachten.
Die Betrachtung der monatlichen Gästeankünfte und Übernachtungszahlen zeigt unübersehbar die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Während in den Sommermonaten der Jahre 2020 und 2021 Gästeankünfte und Übernachtungen fast ein mit den Vorjahren vergleichbares Niveau erreichten, sind die insbesondere durch Einschränkungen im touristischen Reiseverkehr hervorgerufenen Verluste im Frühjahr 2021, von Winter 2020 bis Frühsommer 2021 und Ende des Jahres 2021 sehr deutlich erkennbar.
Autor: red

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