Fr, 09:50 Uhr
18.03.2022
Feuerwerk der Museen in Thüringen
Kooperationsprojekt "Juden in Sondershausen"
Einhundert Jahre Naturkundemuseum Erfurt, 75 Jahre Meininger Museen – es gibt reichlich Grund zum Feiern in den Thüringer Städten. So vielfältig die Städte in ihrer Geschichte und in ihrem kulturellen Reichtum sind, so facettenreich zeigen sich die Sonderausstellungen:
Die in Sondershausen gezeigte Ausstellung Juden in Sondershausen" ist ein Kooperationsprojekt des Arbeitsverbundes der Schwarzburger Museen. Zu sehen ist sie noch bis zum 18.April. Die Ausstellung folgt den Spuren jüdischen Lebens in der ehemaligen Residenzstadt vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.
Die wenigen überlieferten baulichen Zeugnisse – das mittelalterliche Ritualbad in der Altstadt und der jüdische Friedhof am Spatenberg – sowie die nur noch bildlich fassbare Synagoge stehen symbolisch für unterschiedliche Phasen von Verfolgung, Akzeptanz, Emanzipation und Integration. Während der NS-Zeit wurde die jüdische Gemeinde von Sondershausen gewaltsam ausgelöscht. Überlebende gelangten auf oft abenteuerlichen Wegen ins rettende Ausland, wo sie vor der Herausforderung standen, eine neue Heimat zu finden.
Weitere Ausstellungen reichen das Repertoire von Ernst Barlach bis Günter Grass, von Fotografie bis Kinotechnik, von Glaskunst bis zur Antike. Mit großer Spannung im Sommer erwartet wird die Entscheidung der UNESCO-Kommission über die Aufnahme des jüdischen Erbes in Erfurt als UNESCO-Weltkulturerbe. Man darf gespannt sein – und dazwischen grandiose Ausstellungen genießen!
Autor: emwDie in Sondershausen gezeigte Ausstellung Juden in Sondershausen" ist ein Kooperationsprojekt des Arbeitsverbundes der Schwarzburger Museen. Zu sehen ist sie noch bis zum 18.April. Die Ausstellung folgt den Spuren jüdischen Lebens in der ehemaligen Residenzstadt vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.
Die wenigen überlieferten baulichen Zeugnisse – das mittelalterliche Ritualbad in der Altstadt und der jüdische Friedhof am Spatenberg – sowie die nur noch bildlich fassbare Synagoge stehen symbolisch für unterschiedliche Phasen von Verfolgung, Akzeptanz, Emanzipation und Integration. Während der NS-Zeit wurde die jüdische Gemeinde von Sondershausen gewaltsam ausgelöscht. Überlebende gelangten auf oft abenteuerlichen Wegen ins rettende Ausland, wo sie vor der Herausforderung standen, eine neue Heimat zu finden.
Weitere Ausstellungen reichen das Repertoire von Ernst Barlach bis Günter Grass, von Fotografie bis Kinotechnik, von Glaskunst bis zur Antike. Mit großer Spannung im Sommer erwartet wird die Entscheidung der UNESCO-Kommission über die Aufnahme des jüdischen Erbes in Erfurt als UNESCO-Weltkulturerbe. Man darf gespannt sein – und dazwischen grandiose Ausstellungen genießen!
