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Mo, 14:01 Uhr
07.11.2022
Gewerkschaft NGG:Für Fachkräfte im Kyffhäuserkreis

„Ausbildung statt Hilfsjobs“

Vorteil Gesellenbrief: Im Kyffhäuserkreis verdienen Beschäftigte, die eine Ausbildung abgeschlossen haben und Vollzeit arbeiten, durchschnittlich 2.675 Euro im Monat. Hilfskräfte mit einem Ganztagesjob kommen dagegen auf ein Monatseinkommen von lediglich 2.195 Euro – rund 480 Euro weniger...

Anlagensteuerung per Tablet (Foto: NGG) Anlagensteuerung per Tablet (Foto: NGG)

Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unter Berufung auf eine Statistik der Arbeitsagentur hin. „Die große Einkommenskluft zeigt, dass die Berufsausbildung ein wichtiger Schutz vor Niedriglöhnen ist. Außerdem rufen Firmen aus fast allen Branchen derzeit nach Fachkräften – insbesondere im Gastgewerbe, in der Ernährungsindustrie und im Lebensmittelhandwerk“, konstatiert Jens Löbel, Geschäftsführer der NGG-Region Thüringen. Jetzt komme es darauf an, dass die Betriebe mehr als bisher in die Ausbildung investierten – und damit in die eigenen Fachleute von morgen.

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Entscheidend sei hierbei, dass die Bedingungen für den Nachwuchs attraktiver werden, fordert die Gewerkschaft. „In Hotels, Restaurants, Bäckereien und Metzgereien brechen noch immer zu viele Azubis ihre Lehre ab. Oft aus Frust über lange Arbeitszeiten, fehlende Ausbilder oder fachfremde Arbeiten“, sagt Löbel. So gaben im aktuellen DGB-Ausbildungsreport 48 Prozent der angehenden Hotelfachleute und 46 Prozent der Azubis in der Küche an, regelmäßig Überstunden machen zu müssen – ein Spitzenwert. „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels können es sich die Unternehmen nicht erlauben, Berufsstarter zu verprellen. Bei der Ausbildungsqualität müssen sie dringend nachlegen“, betont Löbel.

Zugleich appelliert der Gewerkschafter an Jugendliche und junge Erwachsene im Kyffhäuserkreis, sich nicht mit „schnellem Geld“ für Hilfsjobs locken zu lassen. Sinnvoll sei es stattdessen, eine Ausbildung anzufangen. „Beschäftigte ohne Lehre haben langfristig klar das Nachsehen. Sie verdienen weniger und können sich beruflich kaum weiterentwickeln“, macht Löbel deutlich. Infos rund um Ausbildungsberufe, Bezahlung und Karrierechancen finden Interessierte bei der „Azubi-Börse“ der Arbeitsagentur im Netz: www.berufenet.arbeitsagentur.de. Warum die duale Berufsausbildung gegen den Fachkräftemangel hilft und wie sich das System stärken lässt, dazu gibt es weitere Hintergründe bei der „Allianz für Aus- und Weiterbildung“, in der sich die NGG mit anderen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden zusammengeschlossen hat. Online unter: www.aus-und-weiterbildungsallianz.de
Autor: red

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Kommentare
Quallensammler
07.11.2022, 14:29 Uhr
Nicht schlecht für Hilfsarbeit!
Bei einer 40h-Woche erhält der Hilfsarbeiter somit 13,72 € pro Stunde. Da knuppern viele mit Gesellen-, oder Lehrbrief dran rum. Manche schaffen das auch nach Jahren im erlernten Beruf nicht.

Gut, ist im Durchschnitt. Also gibt es viele Mindestlöhner und viele mit umme 16 €. Oder mehr. Ist sicher auch ein Unterschied, ob man bei einer Durchlauf-Fressbude mit großem Namen heizt, oder in einem Hotel mit familiärer Führung und Wertschätzung. Durchschnitt ohne Schicht- und Wochenendarbeit? Ach, Statistiken sind halt immer so ein Ding.

Natürlich ist eine Ausbildung immer gut. Doch manche Menschen kommen auch so sehr erfolgreich weiter. In der Politik z. B..
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