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Di, 10:10 Uhr
08.11.2022
ifo Institut

Gas- und Ölpreise saugen Milliarden Euro aus dem Land

Die gestiegenen Gas- und Ölpreise saugen aus der deutschen Volkswirtschaft Milliarden Euro heraus. Für das laufende Jahr schätzt das ifo Institut die Realeinkommensverluste auf etwa 64 Milliarden Euro, das sind 1,8 Prozent der Wirtschaftsleistung...

Schon im vergangenen Jahr waren es bereits gut 35 Milliarden Euro oder 1,0 Prozent. „Im nächsten Jahr kommen voraussichtlich noch einmal gut 9 Milliarden Euro oder 0,2 Prozent der Wirtschaftsleistung hinzu“, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo Konjunkturprognosen.

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„Zusammen beträgt der Realeinkommensverlust knapp 110 Milliarden Euro oder 3,0 Prozent der Wirtschaftsleistung eines Jahres. Nur während der zweiten Ölpreiskrise in den Jahren von 1979 bis 1981 fiel er mit 4 Prozent der Wirtschaftsleistung noch höher aus. Die erste Ölpreiskrise 1973/74 beziffern wir auf minus 1,5 Prozent“, fügt Wollmershäuser hinzu. Die gesamtwirtschaftlichen Kaufkraftverluste der Jahre von 1979 bis 1981 konnten erst im Jahr 1986 wieder ausgeglichen werden, als ein kräftiger Verfall der Ölpreise einsetzte und gleichzeitig die D-Mark spürbar gegenüber dem US-Dollar aufwertete. „Der derzeitige Realeinkommensrückgang dürfte auch in den kommenden Jahren bestehen bleiben. Zum einen werden die Energiepreise mit dem Wegfall Russlands als Lieferant wohl dauerhaft hoch bleiben. Zum anderen wird sich an der Abhängigkeit Deutschlands von importierter Energie so schnell nichts ändern“, so Wollmershäuser.

Die Bezifferung der Realeinkommensverluste an das Ausland ist wichtig bei allen Verteilungsdiskussionen. Sie stellen den Teil der in Deutschland erbrachten Wirtschaftsleistung dar, der zur Begleichung der Importrechnung ans Ausland abgegeben werden muss und eben nicht im Inland verteilt werden kann. „So muss bei Lohnverhandlungen berücksichtigt werden, dass die hohen Preise für in Deutschland produzierte Waren und Dienstleistungen nicht Folge eines Booms sind, der die Gewinne der Unternehmen sprudeln lässt. Sie spiegeln vor allem die hohen Kosten wider, die für importierte Energie und Vorprodukte bezahlt werden müssen. Das zwischen Arbeitnehmern und Unternehmern zu verteilende Einkommen muss also um die Realeinkommensverluste korrigiert werden“, sagt Wollmershäuser weiter.

„Staatliche Unterstützungsmaßnahmen können die Höhe des Realeinkommensverlustes nicht verändern. Sie können lediglich Einfluss nehmen auf den Anteil, den einzelne Bevölkerungsgruppen zu tragen haben. Und sie können die Verluste über die Zeit hinweg auf zukünftige Generationen verschieben, wenn die Maßnahmen etwa durch Schulden oder weniger Investitionen finanziert werden.“
Autor: red

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Kommentare
Rene Strube
08.11.2022, 10:29 Uhr
Schon deshalb - Montags auf die Straße!
Der "Wegfall Russlands als Lieferant" ist kein Naturgesetz. Er ist hauptsächlich unseren schon immer friedliebenden Verbündeten aus Übersee und den Ihnen vollkommen hörigen Regierungen in Berlin und Brüssel zu verdanken. Die verheerenden Folgen, auch für unsere Nachkommen - wahrscheinlich noch eher harmlos ausgedrückt, hat das ifo Institut beschrieben.
Alex Gösel
08.11.2022, 10:59 Uhr
Schon deshalb - Montags auf die Straße 2
Ja, Ich gebe Ihnen insofern Recht, Herr Strube, dass man gegen Missstände auf die Straße gehen sollte. Der Tag ist erstmal egal. Dann aber bitte ohne die faschistoiden Elemente der AfD, Freien Thüringer oder gar der NPD!

Es gibt eine zweiwöchentlich stattfindende Veranstaltung wo Veranstalter bekannt sind und die Lösungsvorschläge verbreitet. Leider wird diese kaum besucht und auch eine Berichterstattung findet nur sehr einseitig statt, auch seitens der NNZ, die sich hier als Hofberichterstatter, Steigbügelhalter oder gar Zentralorgan einer bestimmten Partei betätigt, oder?

Meckern kann jeder, aber man muss auch klare Kante zeigen, wenn es um Protest geht, oder? Bei den "Spaziergängern" ist kein offizieller Veranstalter/Organisator bekannt, keine reele Forung wird benannt, von einem Lösungsvorschlag ganz zu schweigen, oder? Man sollte doch hier zumindest den ersten Schritt machen und einen Veranstalter/Organisator benennen um nicht vollends als Lügner da zu stehen. Aber wenn man einen Organisator benennt ist man ja als Privatperson ANGREIFBAR und könnte gar als FASCHIST abgestempelt werden...

Noch etwas: Wer glaubt, dass uns der "Russe" nach dem Krieg zum alten, preiswerten Preis Gas gibt, ist völlig auf der falschen Fährte: Der Krieg muss refinanziert werden! Weiterhin ist im Artikel richtig: Irgendwer muss irgendwann die ganzen sog. "Bremsen" und "Deckel" bezahlen. Es geht also nur über alternative, erneuerbare Energieen verhältnismäßig vernünftig weiter, oder? Nebenbei: Öl und Gas sind ENDLICHE Energieträger, die Sonne brennt noch einige Milliarden Jahre!

Übrigens bringt es nicht viel, nur die angeblich inkompetente Regierung anzugreifen, sondern auch die Monopole der Energiewirtschaft, der Nahrungsmittelwirtschaft und Rohstoffwirtschaft! Diese Monopole sind es die eine ungeheure Macht haben, diese können die Arbeitnehmer erpressen und ausbeuten, ohne das sie etwas zu befürchten haben!
Paulinchen
08.11.2022, 17:53 Uhr
Das kommt davon,...
... wenn Münchhausen zum Wirtschafts u. Energieminisfer gekürt wird und die Grünen sich nicht mehr um ihre eigentlichen Ideala kümmert, aber dafür in den Krieg zieht.
Der Philosoph belügt das gesamte Volk, in der Hoffnung, dass er im Geschichtsbuch der Bundesrepublik Deutschland erwähnt wird. Dem wird wohl auch so sein, aber leider als der schlimmste und schlechteste Minister der Deutschen Wirtschaft, seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Kaum ein Land hat solche Energie und Kraftstoffpreise wie Deutschland. Alles wurde von der Grünen Mafia künstlich in die Höhe getrieben. Aber offenbar zweifeln sie selbst an ihrem Sachverstand, denn bevor das gänzliche Aus der Verbrennermotoren kommt, wollen sie nochmals prüfen, ob sie nicht doch auf dem Holzweg sind. Bleibt nur noch die Hoffnung, dass bis dahin der Habeck und seine Annalena in der Versenkung verschwunden sind. Denn die entscheiden weder nach Wissen noch nach Gewissen. Schon schlimm, wenn man so auf Drogen angewiesen ist, dass man sie mit allen Mitteln freizugaenglich machen will.
Bin gespannt, wann in unserer Staatsflagge dann eine Cannabispflanze auftaucht, denn etwas Grün muss doch noch sein....
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