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Fr, 16:00 Uhr
02.12.2022
ThüringenForst

Weihnachtsbaum und Klimaschutz?

Weihnachtsbäume von Grünröcken und Waldbesitzenden sind für klimaschutzbewusste Verbraucher eine gute Wahl. Einen Naturbaum kaufen, wo doch drei Dürrejahre und der Borkenkäfer den heimischen Wäldern große Schäden zugefügt haben. Da lockt der Kauf eines Plastikbaums, um die Natur nicht weiter zu belasten...

Mit Blick nach vorne: Wer an den Klimaschutz denkt, kauft einen Weihnachtsbaum regionaler Herkunft (Foto: Dr. Horst Sproßmann) Mit Blick nach vorne: Wer an den Klimaschutz denkt, kauft einen Weihnachtsbaum regionaler Herkunft (Foto: Dr. Horst Sproßmann)


Die Waldexperten der Landesforstanstalt können beruhigen: Der Kauf eines Naturbaums, möglichst direkt vom Waldbesitzern, ist gerade jetzt verantwortungsvoll. Denn Naturbäume sind klimaneutral produziert und stammen aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Mit dem Kauf wird den Wäldern kein Schaden zugefügt, im Gegenteil.
 
Naturbäume mit ausgeglichener CO2-Bilanz
„Egal, ob der Baum beim Förster während der regulären winterlichen Waldpflege anfällt oder von einer kleinen Weihnachtsbaumkultur eines Waldbesitzenden kommt: Er stammt aus nachhaltiger Waldwirtschaft, seine CO2-Bilanz ist ausgeglichen", so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand.

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Dagegen belastet ein Plastikbaum (meistens aus China) während der Herstellung, dem Transport und seiner Entsorgung die Atmosphäre mit knapp 50 kg klimaschädlichem CO2.

Mehr noch: Das PVC bzw. Polyethylen wird nach der Entsorgung erst in Jahrhunderten abgebaut und gerät oft genug als Mikroplastik in die Nahrungskette von Fischen, Tieren und Menschen und schädigt das Ökosystem. Ganz anders der Naturbaum: Er „verbraucht" während des Wachstums das klimaschädliche CO2 in der Atmosphäre, spaltet es auf und lagert den Kohlenstoff im Holz ein. Wird der Naturbaum nach dem Fest kompostiert, setzt er das zuvor gespeicherte CO2 langsam wieder frei – so erhält der Weihnachtsbaum eine ausgeglichene CO2-Bilanz.

Mehr noch: Während der Verrottung auf dem Kompost gibt der Baum zahllosen Kleinsttieren und Organismen Nahrung und Lebensraum.
 
Nachnutzungen verbessern die ausgeglichene CO2-Bilanz weiter
Viele Haushalte entsorgen ihre Weihnachtsbäume über die Müllabfuhr. Dort wird der Baum in der Regel als Brennmaterial in einem Heiz- oder Stromkraftwerk verwendet. Auch hier gibt der Baum sein CO2 wieder an die Atmosphäre ab. Aber er sorgt gleichzeitig dafür, dass andere fossile Energieträger wie Kohle, Gas oder Öl eingespart werden, die eine deutlich schlechtere CO2-Bilanz aufweisen. Wird der Weihnachtsbaum, statt verbrannt, technisch zerkleinert und dessen Holz als Material für Möbel oder Bauplatten verwendet, bleibt der Kohlenstoff in den neuen Verwendungen sogar dauerhaft gespeichert. Zusätzlich ersetzt dieses Holz andere, energieintensive Baustoffe wie Beton, Stahl, Glas oder Aluminium.
 
Jedes Jahr werden in Thüringen rund eine Million Weihnachtsbäume verkauft
Wer denkt, die paar Weihnachtsbäume im Freistaat sind nicht der Rede wert, der irrt: Rund eine Million Weihnachtsbäume werden pro Jahr in Thüringen verkauft und Gesamtumsätze in zweistelliger Millionenhöhe realisiert.

„Die Erlöse aus den Weihnachtsbaumverkäufen benötigen gerade jetzt viele regionale Waldbesitzende, um die erheblichen Investitionen zu stemmen, die künftig für die Wiederaufforstung und für den klimastabilen Umbau ihrer Wälder nötig sind", so Gebhardt abschließend.
 
Autor: emw

Kommentare
grobschmied56
03.12.2022, 01.34 Uhr
Das Klima - Schutz - Getue nimmt inzwischen ...
... immer absurdere Formen an. Man kann inzwischen kaum noch einen Schritt tun oder einen Pups lassen, ohne von den 'Klima - Besessenen' bekrittelt und vollgemotzt zu werden. Liebe Leute, es reicht allmählich!
Merkt Ihr nicht, wie das nervt? Es geht der Mehrheit der Gesellschaft ganz erheblich auf den Sender!
Wir brauchen keine KLIMA - INQUISITION und keine selbsternannten Klima - Päpste, die zu jedem Hui ihren Segen oder ihre Verdammung äußern.
Wir brauchen keine Moral - Apostel, die uns ständig gängeln und uns erzählen, wie wir zu leben haben.
Wir benötigen kein 'Wahrheitsministerium' und kein political-correctness Zentralkomitee.
Mit dem ganzen Gardinen - Predigen über 'klima-gerechten-Pipifax' erreicht die Sekte der Gutmenschen nur eines: Die Masse der Bevölkerung wendet sich genervt und verärgert ab und will von dem ganzen Klamauk nichts mehr wissen.
Paulinchen
03.12.2022, 10.35 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verhalten Sie sich bitte höflich gegenüber Anderen.
Echter-Nordhaeuser
03.12.2022, 15.45 Uhr
"Weihnachtsbäume aus PVC bzw. Polyethylen"
Werden bei ordnungsgemäßer Entsorgung in Deutschland zerkleinert und mit anderen Müll der Verbrennungsanlage zugeführt. Da raus wird wieder Strom und Wärme Produziert.
Selbst bei der ordnungsgemäßen Entsorgung solcher Bäume gibt es genug schwarze Schafe an Entsorgungsbetriebe die diese Sachen ins Ausland verklappen. Diese Firmen sollte man erst einmal auf die Finger klopfen bevor man ständig den Leuten einen hier vom Pferd erzählt. So oft wie CO2 geschrieben ist wundert mich eigentlich das wir noch Atmen dürfen.
Kobold2
03.12.2022, 19.47 Uhr
Ja die Masse
wendet sich genervt ab.........
Das ist wohl der Teil, der es immer noch nicht begriffen hat und dem alles andere egal ist, weil man lieber seinen Egoismus ausleben möchte .
Genau deshalb brauchen wir leider immer noch Hinweise dieser Art, weil nicht weiter, als bis zum eigenen Tellerrand gedacht wird.
Es wäre schön, wenn man hier dazu noch regionale Quellen veröffentlichen würde.
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