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Mo, 18:00 Uhr
05.12.2022
Bundesweiter Warntag am 8. Dezember

ACHTUNG! Am Donnerstag heulen die Sirenen

Am 8. Dezember findet der "Bundesweite Warntag" statt. An diesem Tag erproben Bund und Länder sowie teilnehmende Kreise, kreisfreie Städte und Gemeinden in einer gemeinsamen Übung ihre Warnmittel (Sirenen). Der Kyffhäuserkreis hatte im vergangenen Jahr für alle Feuerwehren im Landkreis zentral die Beschaffung von 110 Digitalfunkgeräten und 110 Sirenensteuergeräten im Kreisausschuss beschlossen...

v.l. Landrätin Antje Hochwind-Schneider und Kreisbrandinspektor Jonas Weller informieren über den Bundesweiten Warntag 2022 (Foto: Eva Maria Wiegand) v.l. Landrätin Antje Hochwind-Schneider und Kreisbrandinspektor Jonas Weller informieren über den Bundesweiten Warntag 2022 (Foto: Eva Maria Wiegand)


Am 7. Oktober erfolgte die Übergabe in Anwesenheit der Landrätin Antje Hochwind-Schneider bei der Feuerwehr im Ortsteil Seega im Kyffhäuserland.

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Die Steuerungsgeräte, geben im Katastrophenfall einen Warnton ab. Die übergegeben Sirenensysteme mussten von den einzelnen Kommunen installiert werden, dazu wurden fachkundige Firmen benötigt. Nicht allen Orten ist es gelungen, das Sirenensystem rechtzeitig bis zum Warntag zu installieren.

"Die Hälfte der Sirenensysteme im Kyffhäuserkreis, wird wenn alles gut geht, am Donnerstag erfolgreich an den Start gehen", so Kreisbrandinspektor Weller bei der heutigen Pressekonferenz zum "Bundesweiten Warntag" im Landratsamt in Sondershausen.

Ab 11 Uhr werden Sirenensignale bundesweit zu hören sein. Außerdem wird die Bevölkerung per SMS, Radio, Fernsehen und Internet über die Übung informiert. Um 11:45 Uhr wird es schließlich einen Entwarnungston geben.

"Wir wollen unsere Bevölkerung umfangreich warnen, mit allen Warnmitteln, die uns zur Verfügung stehen, deshalb sind wir sehr froh, dass wir in der Kürze der Vorbereitungszeit alle Warnsysteme übergeben konnten", so Hochwind-Schneider.

"In den nächsten Wochen sollen alle Warnsysteme installiert sein. Der Kyffhäuserkreis hat von 400 Systemen thüringenweit selbst 110 angeschafft", erklärt die Landrätin weiter.

Hintergrund zu Warntag
Am 10. September 2020 fand der erste bundesweite Warntag seit der Wiedervereinigung statt. Dort wurde eine Nichtansteuerbarkeit der Sirenen als großer Mangel festgestellt. Viele Sirenen funktionierten gar nicht oder zu spät. Außerdem verfügen sie nicht über die einzelnen Töne im Katastrophenfall, um die Bevölkerung zu warnen. Eine Anbindung an das heutige MoWaS, Modulare Warnsystem ist ein satellitengestütztes Warnsystem vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

In der öffentlichen Sitzung des Kreisausschusses des Kyffhäuserkreises am 28.04.2021 wurde der Beschluss gefasst, dass der Landkreis die kreisangehörigen Städte und Gemeinden bei der Ertüchtigung der Sirenen finanziell und organisatorisch unterstützt.

Dazu beschloss der Kreisausschuss eine außerplanmäßige Einnahme bis zu 176.000,00 Euro aus Zuwendungen des Freistaats sowie eine außerplanmäßige Ausgabe bis zu 253.000,00 Euro für die Anschaffung der erforderlichen Technik sowie eine Bezuschussung der Kommunen für die Installation derselben. Um den Ablauf der Beantragung nicht unnötig zu verzögern, wurden die Anträge für alle Kommunen im Kyffhäuserkreis zentral gebündelt, bearbeitet und eingereicht.

Welche Warnsignale gibt es bei einer Gefahrenlage?
  • Sirenenprobe: 1 Ton von 12 Sekunden Dauer
  • Feueralarm: 3 Töne von je 12 Sekunden Dauer mit je 12 Sekunden Pause zwischen den Tönen
  • Warnung der Bevölkerung vor einer Gefahr: 6 Töne von je 5 Sekunden Dauer mit je 5 Sekunden Pause zwischen den Tönen (1 Minute Heulton)


Was tun im Falle einer Bevölkerungswarnung?
  • Schalten Sie Ihre Rundfunkgeräte ein und achten Sie auf Durchsagen (Regionalsender nutzen)
  • Achten Sie auf Warnungen und Informationen in der Warn-Apps für Ihr Smartphone (zum Beispiel NINA)
  • Informieren Sie Ihre Nachbarn und Passanten, die diese Durchsage vielleicht nicht gehört haben
  • Helfen Sie älteren und behinderten Menschen Informieren Sie ausländische Mitbürger
  • Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden
  • Wählen Sie den Notruf 112 (Feuerwehr) oder 110 (Polizei) nur im Notfall
  • Bewahren Sie Ruhe und suchen Sie Gebäude oder Wohnungen auf.
  • Türen und Fenster schließen
  • Bleiben Sie dem Schadensgebiet fern, wenn Sie nicht direkt betroffen sind.
  • Schnelle Hilfe braucht freie Wege

Eva Maria Wiegand
Autor: emw

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