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Mi, 10:49 Uhr
15.02.2023
PRO ASYL und Flüchtlingsräte zum Flüchtlingsgipfel:

Kein „Weiter so“ in der Unterbringungspolitik

PRO ASYL und die Landesflüchtlingsräte fordern zum Flüchtlingsgipfel am Donnerstag eine pragmatische und lösungsorientierte Unterbringungspolitik für alle Schutzsuchenden. Der knappe Wohnraum in Deutschland ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das nicht nur geflüchtete Menschen betrifft...

Die Lösung dürfe nicht darin bestehen, Geflüchtete auszugrenzen und zu diskriminieren. Zudem müssen die Ausländerbehörden entlastet werden – dafür hat PRO ASYL einige Vorschläge.

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„Die Krise der Unterbringungspolitik besteht seit Jahren und nicht erst, seitdem Schutzsuchenden aus der Ukraine aufgenommen wurden. Lösungsansätze dafür beginnen mit einer Debatte über die Aufhebung der Wohnpflicht in Sammelunterkünften und enden mit einem Kurswechsel mit dem Ziel: Wohnungen statt Lager“, sagt Tareq Alaows, flüchtlingspolitischer Sprecher von PRO ASYL. „Debatten über Abschiebungen sind hier nicht zielführend und befeuern nur eine diskriminierende und ausgrenzende Stimmung.“

PRO ASYL und die Landesflüchtlingsräte fordern zudem, dass sich die Politiker:innen beim Flüchtlingsgipfel auch mit der Überlastung der Ausländerbehörden befassen. Die monatelangen Wartezeiten auf einen Termin sind eine enorme Belastung für die betroffenen Menschen, da sie in der Zeit Jobangebote verlieren und Angst vor der Abschiebung haben.

Ausländerbehörden entlasten
Mit diesem Maßnahmenkatalog, der in der vergangenen Woche an die Innenministerien von Bund und Ländern geschickt wurde, schlägt PRO ASYL konkrete Schritte vor, die zu einer kurzfristigen Entlastung führen würden. Darüber hinaus sind mehr Personal und ein Mentalitätswechsel nötig, um den von der Bundesregierung angekündigten Paradigmenwechsel in der Migrationspolitik auch in den Behörden umzusetzen.
Für die Unterbringung sollen Asylsuchende von Anfang an dabei unterstützt werden, bei Verwandten, Freund:innen oder in eigenen Wohnungen unterzukommen, statt in Sammelunterkünften leben zu müssen. Die Bundesländer haben die Möglichkeit, die Menschen gemäß Paragraf 49 Absatz 2 Asylgesetz „insbesondere zur Gewährleistung der Unterbringung und Verteilung“ von der Wohnpflicht in Asylaufnahmeeinrichtungen zu befreien. „Berlin hat mit der Aufhebung der Wohnverpflichtung für Asylsuchende Ende Januar einen ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Weitere Bundesländer müssen diesem Beispiel folgen“, so Alaows.

Wohnungen statt Sammelunterkünfte
Nach dem Vorbild der Aufnahme Geflüchteter aus der Ukraine muss auch für Asylsuchende eine flexible Unterbringungspolitik umgesetzt werden, die eine Entlastung für Kommunen und Bundesländer darstellen würde. Asylsuchende, die bei privaten Gastgeber:innen oder bei Angehörigen unterkommen können, müssen, ebenso wie Ukrainer:innen, von der Verteilung auf andere Länder und Kommunen ausgenommen werden.
Keine Lösung ist, die Aufnahmequoten der Flächenstaaten zu erhöhen: Fläche schafft noch keine Integration, in Städten sind die Teilhabechancen meist besser als bei isolierter Unterbringung auf dem Land. Zentral für das Ankommen und die Eingliederung in Wohnung und Arbeit sind für die Schutzsuchenden am Ort lebende Angehörige, ehrenamtliche Helfer:innen sowie eine Infrastruktur mit Beratungsstellen, Anwälten, Ärzten und anderen.

Wohnsitzauflagen abschaffen
„Besonders absurd ist, dass Kriegsflüchtlinge und anerkannte Flüchtlinge nicht jedes Wohnungsangebot annehmen dürfen, sondern wegen der Wohnsitzauflage auf eine bestimmte Kommune festgelegt sind. Geflüchtete, die beispielsweise in einer Sammelunterkunft wohnen und eine Wohnung im Nachbarort finden, dürfen dort nicht hinziehen. Es muss gesetzlich verankert werden, dass das Angebot einer passenden Wohnung stets zur sofortigen Aufhebung der Wohnsitzauflage führt“, fordert Alaows.
Selbst Geflüchtete, die innerhalb der ihnen zugewiesenen Kommune eine Wohnung finden, treffen immer wieder auf eine willkürliche Behördenpraxis. Betroffene berichten, dass ihnen auch nach jahrelangem Aufenthalt nicht erlaubt wurde, aus Gemeinschaftsunterkünften in eine Wohnung zu ziehen. Begründet wurden die Ablehnungen mit der Wohnverpflichtung nach Paragraf 53 Asylgesetz, der im Ermessenswege die jahrelange Einweisung Asylsuchender in Sammelunterkünfte ermöglicht. „Paragraf 53 Asylgesetz muss gestrichen werden“, so Alaows.

Statt den alten Ruf nach vermehrten Abschiebungen als vermeintliche Lösung zu präsentieren, würde es helfen, wenn Bund, Länder und Kommunen bereits bestehende rechtliche Möglichkeiten effektiver nutzen und, wo nötig, die Gesetze ändern würden.
Autor: red

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Kommentare
Rob2000
15.02.2023, 12:07 Uhr
Schutzsuchende
da passt abkassierer besser.
Der wenigste Teil will sich integrieren und arbeiten! Und vorallem...wieviel sollen wir denn noch durchfüttern?!
Wir raffen uns langsam selbst hin!
Echter-Nordhaeuser
15.02.2023, 12:43 Uhr
PRO ASYL
Da muss man sich vorher Gedanken darüber machen bevor man Flüchtlinge und Asylsuchende aufnimmt ob Unterkünfte vorhanden sind. Dann sollten doch die Leute von Pro Asyl privat Flüchtlinge oder oder oder aufnehmen. Es kann auch nicht sein das Turnhallen zu Unterkünften gemacht werden und Schüler kein Schulsport mehr machen können. Ich habe schon einmal in einem Artikel geschrieben, wir müssen die, wir schaffen das Politik endlich einstellen. Wir schaffen es nämlich nicht mehr aber wir holen die Leute immer und immer weiter ins Land.
Piet
15.02.2023, 12:49 Uhr
Forderungen
Es gibt nur noch Forderungen. Wir haben schon die höchste Steuerlast. Es reicht. Deutschland wird systematisch kaputt gemacht und wir schauen zu.
NKB79
15.02.2023, 16:56 Uhr
Man kann es nicht mehr hören.
Diese ewige Anti-Haltung gestützt mit abgedroschenen Phrasen nervt. Sicher gibt es unter den Hilfesuchenden auch solche, die die Vorzüge unseres Sozialstaats ausnutzen. Einen mindestens genauso hohen Anteil an sog. Schmarotzern und Abkassierern gibt es ja wohl auch in den eigenen Reihen bzw. Innerhalb der deutschen Bevölkerung. Mögen einem die Trashsendungen von RTL2 („Armes Deutschland“ „abrackern oder abkassieren“ oder wie sie alle heißen) noch so reißerisch vorkommen, spiegeln sie doch einen Großteil der Realität wieder. Es gibt mehr als genug faule, dreiste und leider auch unbrauchbare (ungebildete) Menschen. Dagegen müsste viel mehr getan werden. Das schadet unserem Staat. Die verhältnismäßig wenigen Flüchtlinge muss man da vor kein Loch schieben.
Eckenblitz
15.02.2023, 17:29 Uhr
Ungebildet
Die Frage ist, wo sitzen die Ungebildeten.? Schauen wir uns einmal in der Politikerriege um. Da gibt es doch viele Beispiele. Nehmen wir einmal die Innenministerin. Sie sagte folgendes: „Ich wiederhole meinen Appell, man kann seinen Appell auch kundtun, ohne sich gleichzeitig an vielen Orten zu zu versammel.“
Die Regierenden nehmen das Wort Demokratie sehr oft in den Mund. Eine bekannte Kabarettistin sagt dazu folgendes. Was ist Demokratie? „ Demokratie ist, wenn vier Füchse und ein Hase darüber abstimmen, was es zum Abendessen gibt.“
Paulinchen
15.02.2023, 18:10 Uhr
In unserem Nachbarland,..
... der Alpenrepublik Österreich wurde in der letzten Woche eine Statistik veröffentlicht, nach der es um das Zusammenleben mit Flüchtlingen ging.

Dabei kam heraus, daß über 67Prozent der Zuwanderer nicht an einer Integration interessiert ist. Nichts anderes kam gestern Abend bei M. Lanz in der Sendung zur Sprache. Es ist verblüffend, dass die Zuwanderer nicht willens sind, die deutsche Sprache zu erlernen und darauf bestehen, dass sie dennoch gleichberechtigt sind. Selbst die Kinder in den Schulen, seien wenig am Erlernen der dtsch. Sprache interessiert. Die Teilnehmer der Runde bestätigten die Feststellung des CDU Chefs Merz, als dieser von Paschas sprach. Der Grüne Landrat sprach eher von einer Verniedlichung der Titulierung von Merz, es sei um ein Vielfaches schlimmer.
Mir ist es unverständlich, wenn Bürgermeister von den Kommunen berichten, dass sie keine freien Kapazitäten mehr haben, dass es immer noch Klugscheißer gibt, welche nach noch mehr Zuwanderung rufen. Mögen diese Personen doch ihre Häuser nebst Ferienhäuser, doch zur Verfügung stellen! Aber bitte kostenlos! Das gesamte Bildungswesen, Gesundheitswesen und viele andere Bereiche sind am Ende!! Diese Umvolkung muss beendet werden. Aber offenbar ist es genau das Ziel der Grünen Sekte. Gestern Abend verlangte ein Grüner von den Bewohnern den Umzug, wenn dieser mit dem Auto in der Umweltzone wohnt und das Auto aber nicht die notwendige Abgasnorm hat.
Das sind ja Stasi Manieren, wie zu DDR Zeiten. Wer nicht linientreu ist, der wird zwangsausgesiedelt. "Aktion Ungeziefer" kommt unter Grün zurück? Es wird nicht bunt, es wird langsam unerträglich mit dieser Sekte. Wohin fährt der Zug Deutschland jetzt. Sind das die Gründe, weshalb der dtsch. Pass wie Bonbon verteilt wird? Sucht man dadurch neue Wählerstimmen unter den Zuwanderern? Wählen wir tatsächlich demnächst so lange, bis es in den Kram passt?? Oh - Herr Sarrazin, Sie hatten recht!!
Kobold2
15.02.2023, 20:25 Uhr
Ich bin da bei NKB79
Jedesmal die gleiche Aufzählung von Vorurteilen pauschalisierung von Einzelfällen und Nichtwissen.
Die Anwort auf den Altagsfrust muss möglichst einfach sein und während man der einfachen "Antwort" mangelnden Integrationswillen vorwirft, hat man selbst makeinen Willen sich entsprechend zu informieren.
Man kennt und weiß ja alles über jeden, ohne die Person gesehen, oder gar gesprochen zu haben.
Paul
15.02.2023, 20:47 Uhr
Das stimmt...
ein weiter so wie bis jetzt gibt es nicht. Absolutes Einwanderungsverbot und sofortige Abschiebung ALLER die kein Asylrecht haben. DAS ist die einzige Lösung die für Deutschland noch akzeptabel ist, und DA gibt es KEINE Diskussion und kein Gelabere. Schluß aus Ende!!!
Echter-Nordhaeuser
16.02.2023, 10:37 Uhr
Man kann es nicht mehr hören????
Dies hat mit Anti-Haltung gegenüber Hilfesuchenden nichts zu tun @NKB79 und Kobold2. Haben sie schon Hilfesuchende aufgenommen, die Landkreise sind selbst schon damit überfordert und wissen zum Teil gar nicht mehr wohin mit den Menschenmassen. Irgendwann muss man die Reißleine ziehen.
Mit den Schmarotzer in den eigenen Reihen diesen Leuten müsste mehr auf die Füße getreten werden aber leider ist das auch ein staatliches Problem.
Undine
16.02.2023, 11:23 Uhr
Was wollt ihr eigentlich noch?
Seit 2015 haben wir Millionen Menschen hier aufgenommen. Kaum einer muss wieder gehen, wenn er erst mal deutschen Boden betreten hat. Selbst die Familien werden oft nachgeholt. Und trotzdem wird immer nur gefordert und der deutschen Gesellschaft vorgeworfen, dass sie noch immer nicht genug tut. Obwohl jeder weiß, dass der Wille zur Integration bei den Betroffenen eher mäßig ist. Ich kann es nicht mehr hören!
diskobolos
16.02.2023, 12:10 Uhr
Ach Paulinchen,
"Wer nicht linientreu ist, der wird zwangsausgesiedelt."

Wie kommen Sie immer wieder auf so hanebüchenen Übertreibungen? Wenn ich es richtig verstehe, ging es nur darum, bestimmte Gebiete mit alten Dreckschleudern irgendwann nicht mehr befahren zu können.
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