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Fr, 17:53 Uhr
17.02.2023
Die Wählergemeinschaft „Pro Frankenhausen“ fordert Ortsumgehung:

„Dringender denn je!“

Die Straßenbaustelle in der Esperstedter Straße geht mehr oder weniger schleppend voran. Im Mai soll die Straße endlich wieder durchgängig befahrbar sein.
Bis dahin kommen die Bewohner der Oberstadt – Lindenstraße, Frauenstraße und Bornstraße - in den „Genuss“ der „Blechlawinen“ des Durchgangsverkehrs, der sich von morgens 5.30 Uhr bis abends 22 Uhr über die Umleitungsstrecke wälzt...

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Das verdeutlicht wieder einmal, dass Bad Frankenhausen eine Ortsumfahrung braucht!

Es ist augenscheinlich und unstrittig, dass der Fahrzeugverkehr durch Bad Frankenhausen zu den Autobahn-Auffahrten A38 und A71 enorm zugenommen hat und die innerörtlichen Haupttrassen B85/L1172 stark mit Lärm und Abgasen belastet sind.

Zudem verläuft der verkehrsreichste Straßenbereich der B85, die Kyffhäuserstraße, unmittelbar an der Südgrenze der Kurzone mit Therme und Schloßpark entlang. In diesem Bereich befinden sich die meisten Kinder- und Jugendeinrichtungen, wie Kindergarten, Gymnasium, Turnhalle, Freizeitzentrum und das Paracelsus Bildungswerk.

Die Herausnahme des überörtlichen und nutzungsfremden Durchgangsverkehrs aus den innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen verbessert die lufthygienischen Verhältnisse in der gesamten Stadt, schützt so die Menschen vor Lärm und Schadstoffen, bringt Gewinn an Verkehrssicherheit und trägt somit auch zur langfristigen Sicherung des Kurstadtstatus bei.

Die von der Wählergemeinschaft „Pro Frankenhausen“ im Jahr 2020 eingereichte Beschlussvorlage „Ortsumfahrung Bad Frankenhausen“ wurde mit der Mehrheit der Stimmen von SPD, CDU und Linken abgelehnt. Seitens des Bürgermeisters gibt es keine Willenserklärung in die Notwendigkeit einer Umgehungsstraße.

Es wird höchste Zeit, nicht nur den „Schiefen Turm“ im Blick zu haben, sondern auch auf die Anforderungen des ruhenden und fließenden Verkehrs in unserer Kurstadt zu reagieren und endlich die Ortsumgehung sowie das Mobilitätskonzept durchzusetzen.

Das ist für die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt sehr wichtig.
Es ist unwahrscheinlich, wie von den Gegnern der Ortsumgehung immer wieder behauptet wird, dass die Verkehrsbelastung in nächster Zeit stark abnimmt.

Eine Umgehungsstraße bringt für unsere Kur- und Erholungsstadt mehr Nutzen als Nachteile, weil sie der Gesundheit der Bürger dient, den Kurstatus sichert und viele Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen des Mobilitätskonzeptes bietet.

Um unseren Kurstatus nicht zu gefährden, kommen wir um eine südliche und östliche Ortsumfahrung nicht herum, zumal sie in der Bundesverkehrswegeplanung bis 2030 als ausgewähltes Straßenbau-Projekt im vordringlichen Bedarf vorgesehen ist.
Aus unserer Sicht ist die komplette Herstellung der Ortsumgehung für die weitere Entwicklung der Stadtstruktur dringend angeraten. Wichtig wäre dabei die direkte Verbindung zwischen REWE-Markt und Herkules-Standort.

Die Wählergemeinschaft „Pro Frankenhausen“ beantragt die Wiedervorlage des Themas im Stadtrat und erwartet gemeinsame Anstrengungen aller Fraktionen zum Erreichen dieses Zieles.
Wählergemeinschaft „Pro Frankenhausen“, Stadtratsfraktion André Firme, Bernd Otto, Peter Jahn
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
gebmeinensenfdazu
22.02.2023, 13:56 Uhr
Nicht überzeugend!
Warum die aktuellen Baumaßnahmen als Grund für die erneute Forderung nach einer Umgehungsstraße herhalten sollen, leuchtet mir nicht ein. Das Statement der Wählergemeinschaft Pro Frankenhausen strotzt von Wiedersprüchen und unbelegten Behauptungen.
Es ist richtig, dass die aktuellen Baumaßnahmen in der Esperstedter Straße dazu führen, dass die Oberstadt übermäßig stark von Fahrzeugen befahren wird. Fakt. Dies ist aber gerade nicht - wie behauptet - der überörtliche Verkehr zu den Autobahnauffahrten. Die offizielle Umleitung dieser Verkehrsströme verläuft nämlich über Esperstedt - Oldisleben, also nicht durch die Oberstadt. Vielmehr handelt es sich also augenscheinlich um innerörtlichen Verkehr in Richtung der Supermärkte in der Esperstedter Straße oder um Ortskundige, die den weiteren Weg der Umleitung vermeiden möchten. Aus meiner Sicht absolut verständlich.
Im Übrigen handelt es sich um eine vorrübergehende Baumaßnahme. Da kommt es wohl dem sprichwörtlichen "mit Kanonen auf Spatzen schießen" gleich, damit eine Umgehungsstraße rechtfertigen zu wollen. Auch nach Abschluss dieser Bauarbeiten werden Menschen zu den Supermärkten am Stadtrand fahren, ihre Kinder zur Schule chauffieren oder andere innerstädtische Fahrten unternehmen. Und dies läuft eben maßgeblich über die Haupttrasse der B85. Daran wird auch eine Umgehungsstraße gar nichts ändern.
Vielleicht kann Pro Frankenhausen aber auch mal mitteilen, wieviele Hektar Grünland versiegelt werden, wenn tatsächlich südlich und östlich von Bad Frankenhause eine Umgehungsstraße gebaut werden würde?
Schlussendlich sollte eine solche Forderung auch mal etwas langfristiger gedacht werden. Die erforderliche Planungs-/Genehmigungs- und Bauphase würde nach groben Schätzungen wohl mindestens 10-15 Jahre in Anspruch nehmen. Bis dahin werden keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr neu zugelassen. Das immer wieder vorgebrachte Argument der Luftverschmutzung etc. ist dann also hoffentlich längst vom Tisch.
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