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Do, 07:00 Uhr
18.05.2023
ADAC

Die Blackbox für das Auto wird Pflicht

Flugzeuge besitzen eine Blackbox, aus der Ereignisse vor und kurz nach einem Absturz ausgelesen werden können. Auch für Autos kommt so ein Gerät zum Einsatz: Der sogenannte Event Data Recorder (EDR) zeichnet bei einem Unfall eine kurze Zeitspanne vor und nach dem Crash auf...

Bereits jetzt sind viele Fahrzeuge mit einem EDR ausgestattet, ab dem 7. Juli 2024 wird die Blackbox für alle neu zugelassenen Fahrzeuge Pflicht. Der ADAC gibt einen Überblick, was der EDR kann und wie es mit dem Datenschutz aussieht.

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Die Aufgabe des EDR liegt darin, ein besseres Verständnis über einen Unfall durch dabei aufgezeichnete Daten zu bekommen. Verbaut ist der EDR meistens im Airbag-Steuergerät, da hier alle relevanten Informationen von Beschleunigungssensoren zusammenlaufen – diese Informationen werden auch für die Auslösung der Datenaufzeichnung des EDR verwendet.

Aufgezeichnet werden dabei Daten wie die Geschwindigkeit, Motordrehzahl, Lenkwinkel oder ob der Airbag ausgelöst wurde. Die Aufzeichnung wird in einem zeitlichen Fenster von fünf Sekunden vor und 300 Millisekunden nach dem Crash ausgelöst.

Die Daten werden lokal im Fahrzeug gespeichert und verbleiben dort. Mit Hilfe von bestimmten Tools können sie über die ODB-Schnittstelle oder direkt am Airbag-Steuergerät ausgelesen werden. Zwar liegt datenschutzrechtlich die Hoheit der Daten aus dem EDR beim Fahrer bzw. Halter. Um im Zusammenhang mit zivil- oder strafrechtlichen Verfahren aber zu erfahren, wie es zu einem Unfall kam, kann ein Gericht oder die Staatsanwaltschaft einen Sachverständigen beauftragen, die Daten aus dem EDR auszulesen.

Die Daten aus dem EDR sollten jedoch nicht als einzige Quelle zur Unfallrekonstruktion hinzugezogen werden. Vielmehr dienen sie als zusätzliches Element zum Spurenbild am Unfallort sowie den Schäden an den beteiligten Fahrzeugen. So können sie die herkömmliche Rekonstruktion eines Unfalls unterstützen, nicht jedoch ersetzen. Der EDR speichert nur Daten über das eigene Fahrzeug und nicht über andere Verkehrsteilnehmer. Auch Videoaufzeichnungen sind mit ihm nicht möglich.

Weitere Informationen zum EDR gibt es unter adac.de.
Autor: red

Kommentare
Kobold2
18.05.2023, 08.04 Uhr
Auf
Das man die Preise weiter oben halten kann und alles mögliche dem Endkunden aufdrängen "darf" .
geloescht.20230927
18.05.2023, 11.41 Uhr
Perfekt!
Der Spitzelei in diesem System sind keine Grenzen gesetzt.
Da hätte die Stasi noch einiges lernen können! :-)
Ungläubiger64
18.05.2023, 12.12 Uhr
Tolle Kiste
Woher weis die Kiste das in 5 Sekunden ein Unfall passiert ?
Fragen über Fragen
grobschmied56
18.05.2023, 13.29 Uhr
Der gläserne Bürger ...
... das feuchte Träumchen aller Autokraten rückt immer mehr in greifbare Nähe!
Immer wieder hübsch zu beobachten, welche Begründungen die Feinde von Demokratie und Freiheit sich einfallen lassen, um ihre diktatorischen Maßnahmen zu bemänteln. Mal ist es der 'Infektionsschutz', dann wieder die Unfallverhütung oder Klärung des Unfallherganges. Ein ziemlich durchsichtiges Manöver.
Dieselben Leute, die Dashcams bis aufs Messer bekämpft haben (wegen Datenschutz und Verletzung von 'Persönlichkeitsrechten'!) wollen uns jetzt die Blackbox aufzwingen. Im Endeffekt wird das eigene Auto damit zur motorisierten Wanze.
Daß dies ausschließlich der Klärung von Unfällen dienen soll, können sie einem erzählen, der die Kesselsuppe mit dem Klappspaten löffelt!
Halssteckenbleib
18.05.2023, 16.43 Uhr
Blackbox! Her damit....
So ein feines Teil hat mir schon lange gefehlt.Jeder soll wissen wohin ich gefahren bin und auch woher.Das Fahrzeug darf auch ruhig um einiges mehr kosten.Kein Problem.Am Ende darf im Falle eines Falles alles andere gespeichert sein als das wofür die ehrliche Blackbox angeblich sein soll.Immer mehr Geräte mit Zwangsanschlüssen um den Bürger zu verfolgen.Bin gespannt wann jeder eine Rundumblickkamera zu seiner eigenen Sicherheit aufgezwungen kriegt.....
Leser X
18.05.2023, 19.40 Uhr
Das ist neu
Die Perversitäten unserer Herrscher werden immer ekstatischer. Nun müssen die zu Beschnüffelnden auch noch die dazu benötigten Gerätschaften selbst bezahlen. Das hätte sich ja nicht mal die Stasi getraut.
diskobolos
18.05.2023, 20.17 Uhr
Wenn die Blackbox so funktioniert,
wie sie beschrieben wird, spricht wenig dagegen. Ein Abhören der Insassen ist weder vorgesehen noch möglich. Ein Auslesen der Daten geht nur mit richterlichem Beschluss. In dem einen oder anderen Unfall kann der Hergang wohl besser geklärt werden. Aber bei den meisten Unfällen ist die Schuldfrage wohl auch anders zu klären. Natürlich weiß das System nicht, wann ein Unfall passieren wird. Es genügt doch z. B. jeweils 10s aufzunehmen und wenn nichts passiert, die vorhergehende Aufzeichnung zu löschen.

Das ist viel weniger als die Mehrheit freiwillig ins Netz stellt, private Internetfirmen von uns an Daten sammeln und verkaufen. Oder was SIRI und ALEXA so an Mitgehörten in die USA übertragen.

Was weder im Artikel noch beim ADAC mitgeteilt wird: Wer hat denn den Einsatz beschlossen?
grobschmied56
18.05.2023, 22.57 Uhr
...mir doch nicht passieren! ...
... das hat Frau Merkel auch gedacht, bis sich herausstellte, daß die NSA auf ihrem Mobiltelephon so gut wie zu Hause war.
Wenn Technik mißbraucht werden kann, dann wird man das früher oder später auch tun. Und natürlich wird man wie üblich behaupten, die Auswertung der 'black box' sei ja nur zu unserem Besten!
Wer's glaubt wird selig, sagt der Herr, die anderen kommen auch in den Himmel...
Franz Haarkamm
19.05.2023, 00.11 Uhr
Komisch
Als gestern ein „Freund der Demokratie“ ,wegen eines Baumes Videoüberwachung für die Nordhäuser Innenstadt forderte, blieb der Aufschrei aus. Anscheinend ist eine Blackbox, die im Falle eines Unfalls ausgewertet werden kann, ein größeres Problem als die Eventualität, dass man auf dem Petersberg nicht mal mehr unbemerkt Furzen kann.
Außerdem: Hand aufs Herz, wieviele lassen sich von ihrer KFZ-Versicherung mittels Telematik überwachen, damit sie ein paar Pfennige sparen?
Psychoanalytiker
19.05.2023, 09.45 Uhr
Wozu Blackbox ?
Ich fahre seit "50 Jahren" Zwei- bzw. Vierräder", hatte sogar einen schweren Unfall.

ABER IN DEN 50 JAHREN BRAUCHTE ICH KEINE BLACKBOX, UND HATTE DAMIT NOCH NICHT MAL PROBLEME !!! UND ICH BRAUCHE AUCH WEITERHIN KEIN SOLCHES DING !!!

Und @ Halssteckenbleib: Sprechen Sie mal mit Ihrer Familie und auf dem Tisch liegenden Handys über den Friedhof und Grabsteine. Und dann schauen Sie etwas später auf Ihr Handy. Die Werbung bezüglich Grabsteinen, die Sie dann bekommen, ist höchst interessant (bei mir so geschehen).

Wir werden schon ausgespäht, und dagegen gibt es sogar schon Apps. (Warum wohl???) Ich habe eine solche für die Kamera und eine fürs Mikrofon, und beide funktionieren scheinbar tatsächlich, zumindest ist seit dem Schluss mit solcher Werbung.
grobschmied56
20.05.2023, 00.21 Uhr
Weil es gerade paßt, ein Resümee ...
... zum erbaulichen Abschluß:
Ein DDR - Regimekritiker schrieb sinngemäß:
'Die Stasi hört mein Telephon ab. Jetzt können sich Schild und Schwert der Partei mit eigenen Ohren von der Ungeheuerlichkeit überzeugen! Ich mißtraue zutiefst einem Staat und einem System, welches Post- und Fernmeldegeheimnis mißachtet!

Man muß sich nicht jede Unverschämtheit und Übergriffigkeit des Staates oder der EU gefallen lassen.
Mein Mobiltelephon liegt die meiste Zeit in einem Schublädchen im Flur, wo es nichts abhören und aufzeichnen kann. Die meisten 'digitalen Dinge' erledige ich mit einem Netbook, welches XUBUNTU Linux als Betriebssystem verwendet.
Telephonanrufer, die mich zu Umfragen oder Verkaufsgesprächen nötigen wollen, bekommen von mir 'verhaltensoriginelle' Antworten.
So melde ich mich ganz gerne mal mit 'Sittenpolizei - Abteilung Schweinereien'.
Oder auch mit dem launigen Kommentar: 'Ach, eine Umfrage?! - und ich dachte, es wäre schon wieder das Inkassobüro Kiew!'

Bin gespannt, wie viele 'black boxes' eingebaut werden, bis man die ersten gravierenden Mängel feststellt. Z.B. unerlaubten Datenabzug, Manipulation, nachträgliche 'Datenglättung' u.s.w.
Frau Merkels Mobiltelephon war ein spektakulärer Vorgang. Nicht geklärt wurde immerhin, ob die Spanner in Langley/Virginia die einzigen 'Horcher' waren.
Das simple Volksgemüt traut den Amis auf diesem Gebiet mehr zu als anderen Nationen. Weil sie IBM, Intel, Machosoft, den Pentium-Skandal und eine sogenannte KI namens ChatGPT haben.

Das heißt aber noch lange nicht, daß die Herren in der Moskauer Ljubljanka dümmer sind oder weniger Interesse haben, oder die Jungs vom Mossad, oder die in Weißnichwo in der großen Volksrepublik. Es heißt nur, DIE wurden damals nicht erwähnt oder nicht erwischt.
Mir egal, jede neue Überwachungs- und Bespitzelungs - Software weckt zunächst mal mein Mißtrauen, meinen Unwillen und meinen Stasi - Abwehrinstinkt.
Das unterscheidet eben den alten, argwöhnischen, gelernten Ossi vom blauäugigen und regierungstreu vertrottelten Schlafschaf.
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