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Sa, 14:48 Uhr
14.10.2023
Eine Studie bekräftigt Notwendigkeit des Baustoffs

Gips ist im Aus- und Trockenbau alternativlos

Alternative Baustoffe spielen im Ausbau keine nennenswerte Rolle. Zu dieser Erkenntnis kommt die Studie „Leistungsfähigkeit gipsgebundener Bauplatten im Ausbau, Potential zur Substitution dieser Platten durch alternative Produkte“...

Eine aktuelle Studie der TH Rosenheim und der VHT Darmstadt unter Federführung von Prof. Dr.-Ing. Jochen Pfau bestätigt jetzt die langjährige Einschätzung der Gipsindustrie, dass der Werkstoff Gips im Bereich des Aus- und Trockenbaus alternativlos ist. Auch wenn immer wieder Holz und Lehm als Ersatzwerkstoffe ins Spiel gebracht werden, können sie in der benötigten Menge in Deutschland keine nennenswerte Rolle spielen.
Durch den absehbaren Rückgang der verfügbaren Menge an REA-Gips als Ressource muss der zukünftige Rohstoffbedarf für Gipsprodukte zunehmend durch die Nutzung von Gipsvorkommen und Gipsrecycling befriedigt werden. Nachdem sich das Recycling von Gipsprodukten noch im Aufbau befindet und auch insgesamt im Hinblick auf verfügbare Menge begrenzt ist, wird der Naturgipsabbau in Deutschland auch weiterhin die wesentliche Gips-Rohstoffquelle darstellen.

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Der Geschäftsführer des Bundesverbands der Gipsindustrie, Holger Ortleb, dazu: „Damit trägt die Untersuchung entscheidend zur Verdeutlichung und Versachlichung der aktuellen Debatte bei und unterstreicht auch die Notwendigkeit, in Deutschland genügend Flächen für die Gipsgewinnung zur Verfügung zu stellen.“

Folgende Zitate von Prof. Pfau aus der Studie belegen die Einschätzung der Gipsindustrie:

„Alternative Systeme sind, was die Verwendbarkeitsnachweise angeht, einfach Jahre hinter der Gipsindustrie zurück.“

„Man braucht ungefähr das doppelte Volumen an Lehm als an Gips, um die gleiche Anzahl Platten zu produzieren, da die aktuellen Produkte im Mittel zu schwer, dicker und zusätzlich mit Lehmputz beschichtet sind.“

„Wenn ich nur ein Fünftel der jährlichen Gipsplattenmenge ersetzen will, dann benötige ich bei nachhaltiger Waldbewirtschaftung dafür etwa 1.000 Quadratkilometer Wald pro Jahr, quasi die Hälfte der Fläche des Saarlands.“

„Ungenutzte Einsparpotentiale bei Trockenbaumaßnahmen liegen, wie immer beim Bauen, bei Baustellenlogistik, in der Bauleitung, der Bauplanung usw. Hier kann noch sehr viel an Materialien eingespart werden.“

„Im Trockenbau bewegen wir uns letztendlich in einem Bereich, der sowieso für Ressourceneinsparung und Nachhaltigkeit steht und zur Erfüllung einer Bauaufgabe mit deutlich weniger Material auskommt.“

Zum Hintergrund:
Unter dem Titel "Leistungsfähigkeit gipsgebundener Bauplatten im Ausbau, Potential zur Substitution dieser Platten durch alternative Produkte (Holzwerkstoffplatten, Lehmbauplatten)" kommt Prof. Dr.-Ing. Jochen Pfau mit seinem Team in einer kürzlich veröffentlichten Studie der TH Rosenheim und der VHT Darmstadt zu weitreichenden Erkenntnissen zur Rolle von gipsgebundenen Platten im Trockenbau und Möglichkeiten der Substitution durch andere Plattenwerkstoffe. Die Studie beschäftigt sich dabei mit der Fragestellung, ob und inwieweit sich die im Trockenbau (Schwerpunkt Wandsysteme) dominanten Gipsbauplatten durch alternative Systeme substituieren lassen und welche Folgen daraus für das Baugeschehen und die Umwelt resultieren.
Autor: red

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Kommentare
ArreeTim
14.10.2023, 16:41 Uhr
Alternative Anhydrit ist vergessen, dies würde es nie ersetzen, aber teilsubstituieren, denn
die Anregung von Anhydrit und die Herstellung von Bauelementen daraus wäre, es gibt keinen Gipskochprozess, energetisch wesentlich günstiger! Offenbar will sich hier aber niemand innovativ bewegen, warum auch?
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