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Do, 21:46 Uhr
25.01.2024
Thüringer HC

In Metzingen Platz zwei verteidigen

Mit dem 13. Spieltag wird die Hinspiel-Runde der Handball Bundesliga Frauen bis auf wenige Nachholspiele abgeschlossen. Der Thüringer HC spielt am Samstag in der Paul-Horn-Arena Tübingen gegen den TuS Metzingen...

Dementsprechend empfangen wir zum Ende der Saison 2023/24 am 25. Mai 2024 die TuSsies in der Salza-Halle.

Rückblick:
Hinter dem Thüringer HC liegt über den Jahreswechsel hinaus eine begeisternde Erfolgsserie. Ob in der Bundesliga, im DHB-Pokal oder in der Anfang Januar begonnenen Gruppenphase der EHF European League, seit der Niederlage gegen Bietigheim am 4. HBF-Spieltag wurden 12 Spiele hintereinander gewonnen. Nicht alle Siege waren souverän, aber gewonnen ist gewonnen. Der THC steht auf Tabellenrang zwei, ist beim Halbfinale des Haushahn FINAL4 in Stuttgart am 9. März 2024 dabei und nur einen Schritt vom Viertelfinale der EHF European League entfernt.

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Viel besser geht es nicht. Dennoch bleibt es schwierig, gerade um Rang zwei in der Bundesliga zu verteidigen. Der letzte Heimsieg gegen den Bundesligaaufsteiger HSV Solingen-Gräfrath, war eine Pflichtaufgabe, mehr nicht. Da war der klare Auswärtssieg der THC-Frauen in Tours gegen den ambitionierten französischen Vertreter Chambray Touraine deutlicher. “Die Mannschaft hat sich in Chambray hervorragend präsentiert und ein hervorragendes Spiel gemacht. Speziell in der zweiten Halbzeit haben sie eine mannschaftliche Geschlossenheit an den Tag gelegt, über eine kompakte gute Abwehr Chambray distanziert, so dass ich mit den sieben Toren Vorsprung gut leben kann.”, fasst Herbert Müller zusammen. Gerade die zweite Hälfte mit einer sicheren Deckung, die den Französinnen in der eigenen Halle gerade mal neun Tore zuließ, war geprägt von nahezu perfektem Damenhandball.

Dabei stehen in deren Reihen mit der französischen Jugendnationalspielerin Lucie Modenel, mit der niederländischen Weltmeisterin Laura van der Heijden, mit der dänischen Spielmacherin Nadia Mielke-Offendal oder mit der französischen Nationalspielerin Melvine Deba international erfahrene Handballerinnen und torhungrige Shooterinnen. Lucie Modenel bekam die THC-Abwehr bei deren neun Toren überhaupt nicht in den Griff. Nach einer längeren Verletzungspause kam zum Glück Annika Lott zurück und warf ebenso neun Tore. Assistiert von der Jüngsten, Johanna Reichert, aber auch im Bunde mit der gesamten, hoch konzentriert und willensstark zu Werke gehenden Mannschaft, wurde ein überzeugender Sieg eingefahren. Das Rückspiel in einer Woche wird noch einmal eine Herkulesaufgabe, denn Chambray würde mit einer Niederlage vor dem Aus stehen. “Man muss immer im Hinterkopf haben, dass wir die einzige Mannschaft sind, die sechs Punkte hat, und zwar in allen Gruppen. Mit diesen sechs Punkten haben wir natürlich eine herausragende Ausgangsposition für die Rückrunde. Am liebsten wäre mir, wenn wir gleich im Rückspiel gegen Chambray in zwei Wochen den Sack endgültig zumachen. Mit einem Sieg gegen Chambray ist man im Prinzip weiter.”, analysiert der THC-Coach.

Zum Spiel:
“Die Bundesliga ist die Hauptaufgabe, bei aller Freude international erfolgreich zu spielen.”, bei jeder Gelegenheit betont das Herbert Müller, um seine Mädels darauf einzuschwören, dass gerade durch ein erfolgreiches Abschneiden in der Liga der Grundstein für die internationalen Auftritte des THC gelegt wird. Der nächste Gegner, TuS Metzingen, hat ebenso Europa im Visier, hat das internationale Parkett jedoch zuletzt zwei Jahre lang verpasst. Der sechste Rang 2022/23 war nach dreimal Dritter und zweimal Fünfter der schlechteste für die TuSsies. Die Saison 2023/24 läuft bisher noch nicht nach Wunsch. Sechs Siege und sechs Niederlagen, bedeuten 12 zu 12 Punkte und Rang sieben in der Tabelle. Das ist nicht der Anspruch der “TuSsies”. Knappe Niederlagen gegen Blomberg-Lippe und Bensheim/Auerbach sind normal, die Niederlagen gegen Sachsen Zwickau, Oldenburg oder zuletzt gegen Leverkusen passen dagegen nicht ins Konzept. Die Aufgabe wird schwierig, einige Schlüsselspielerinnen wie Magda Balsam, Katarina Pandza oder Lena Degenhardt verließen den Klub.Mit Jana Scheib, einer der besten Linkshänderinnen der Liga, verstärkte man sich. Zur Schlüsselspielerin avanciert Julia Behnke und mit Maren Weigel, Dagmara Nocun, Anna Frankova und Marte Juuhl Svensson stehen international erfahrene Handballasse im Kader.

“Metzingen ist immer eine gefährliche Mannschaft. Nicht nur das die TuSsies sehr kampfstark sind, natürlich sind sie auch sehr heimstark.”, so Herbert Müller und rechnet in der vollen Halle mit einer Atmosphäre, mit der man erst mal umgehen muss. “Ich hoffe, dass meine Mannschaft über die Kompaktheit, eine gute Deckung, und ein schnelles Umschaltspiel schnell ihren Rhythmus findet, weil wir speziell in den letzten Wochen in der Anfangsphase unsere Schwierigkeiten hatten.”
Gerade wenn es mal nicht so läuft, kann der Gegner gefährlich werden. Die TuSsies haben nichts zu verlieren, aber sie werden die Gastmannschaft herausfordern. Der THC muss wieder eine Glanzleistung bieten, um zu bestehen. “Ich denke, wir sollten auf viele Faktoren achten. Metzingen spielt einen sehr schnellen Handball, ein sehr schnelles Umschaltspiel, speziell über Dagmara Nocun. Dann haben sie mit Sandra Erlingsdottir eine Mittespielerin, die sehr viel Gas gibt, die sehr stark ist, die über Tempo und Durchbrüche kommt. Sie haben die richtige Mischung.”, warnt Herbert Müller. Metzingen ist auf allen Positionen gut besetzt. Fehler darf man sich von Anfang an nicht erlauben, die Schwäbinnen werden sie bestrafen. Der Trainer erwartet ein “sehr enges Spiel, einen heißen Tanz vor einem feurigen Publikum. Da müssen wir die Ruhe und die Nerven bewahren.”

Am Samstag gibt es einen spannenden Handballfight. Die Thüringerinnen möchten die weiße Weste der letzten Monate bewahren und als Sieger vom Platz gehen.

Zum Kader:
Annika Lott ist erkrankt und konnte seit der Rückkehr aus Frankreich nicht trainieren. Josefine Huber leidet unter Knieproblemen, angeschlagen ist auch Jennifer Rode. Beide Spielerinnen haben bereits am Krafttraining am Donnerstagvormittag teilgenommen. Bei Nathalie Hendrikse hofft Herbert Müller, dass sie am Abschlusstraining teilnehmen kann. Weiterhin fällt Sonja Frey aus.
HaJo Steinbach/Bernd Hohnstein
Autor: red

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