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Fr, 12:00 Uhr
26.07.2024
Lichtblick zum Wochenende

Mit Gott unterwegs sein

In diesen Wochen waren und sind viele Menschen zu besonderen Zielen unterwegs. Nach Norden,
Osten, Süden, Westen sind sie mit dem Auto, dem Flugzeug, mit Bahn und Bus gereist und tun es
noch. Die Deutschen reisen besonders viel...

Lichtblick zum Wochenende (Foto: NNZ Archiv) Lichtblick zum Wochenende (Foto: NNZ Archiv)


Für manch einen ist der Urlaub die letzte Möglichkeit, dem Zusammenbruch im stressigen Alltagsleben zu entgehen. Tapetenwechsel tut gut. Aber nicht nur die Urlaubsreise, sondern auch das Unterwegssein im Alltag tut uns gut: Mal rausgehen, eine Wanderung, einen Spaziergang, eine Fahrradtour machen.

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Sich zu bewegen, lockert unsere Muskeln und führt dazu, dass unglaublich viele Mechanismen in unserem Körper in Gang kommen, die uns gut tun. Viele Jahrtausende waren Menschen zu Fuß unterwegs. Auch von den Menschen der Bibel lesen wir, dass sie große Reisen gemacht haben. Abraham war Nomade und zog mit seiner Familie und seinen Bediensteten sein ganzes Leben umher. Mose führte das Volk Israel aus der Sklaverei in
Ägypten, und sie zogen 40 Jahre durch die Wüste. Jesus zog drei Jahren durchs Land und begegnete
so vielen Menschen, denen er helfen konnte und die seine Worte hörten.Und Paulus zog von Israel
bis an die Adria, um neue Gemeinden zu gründen, indem er Menschen von Jesus erzählte.

Das Wort Gottes hat sich über die ganze Welt verbreitet, indem sich Menschen auf den Weg gemacht haben
und davon erzählt haben. Unser Gott ist ein Gott, der mitgeht. Er ist nicht nur in einem Tempel oder
in der Kirche zu finden. Nein, er geht mit uns, wo wir auch gerade sind: mit in den Urlaub, auf
Arbeit oder in die Schule, die am Donnerstag beginnt. Gott geht auch mit uns in die Dunkelheiten,
die wir manchmal auszuhalten haben. Er geht mit uns zu schwierigen Gesprächen. Und er ist bei
uns in unserer Angst um diese Welt. Gott geht mit uns überall hin und ist da, wo wir sind. Wir
müssen nicht erst in die Kirche gehen oder etwas leisten. Gott nimmt uns so, wie wir sind und führt
uns zum Ziel unseres Lebens. Wenn wir ihn lassen! Amen.

Eilice Neuland
Pfarrerin in der Region Helbe-Notter
Autor: emw

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Kommentare
Real Human
29.07.2024, 10:37 Uhr
Mit Erich Kästner unterwegs:
Heute vor 50 Jahren verstarb der gebürtige Dresdner, Emil Erich Kästner, in München. Der ARD-Beauftragte im Büro der Rundfunkarbeit der EKD, Pfarrer Dr. Thomas Dörken-Kucharz, sprach heute früh dazu in der Morgenandacht des dlf. (deutschlandfunk.de/morgenandacht)

U.a. zitierte er Kästners Gedicht:

„Dem Revolutionär Jesus zum Geburtstag

Zweitausend Jahre sind es fast,
seit du die Welt verlassen hast,
du Opferlamm des Lebens!
Du gabst den Armen ihren Gott.
Du littest durch der Reichen Spott.
Du tatest es vergebens!

Du sahst Gewalt und Polizei.
Du wolltest alle Menschen frei
und Frieden auf der Erde.
Du wusstest, wie das Elend tut
und wolltest allen Menschen gut,
damit es schöner werde!

Du warst ein Revolutionär
und machtest dir das Leben schwer
mit Schiebern und Gelehrten.
Du hast die Freiheit stets beschützt
und doch den Menschen nichts genützt.
Du kamst an die Verkehrten!

Du kämpftest tapfer gegen sie
und gegen Staat und Industrie
und die gesamte Meute.
Bis man an dir, weil nichts verfing,
Justizmord, kurzerhand, beging.
Es war genau wie heute.

Die Menschen wurden nicht gescheit.
Am wenigsten die Christenheit,
trotz allem Händefalten.
Du hattest sie vergeblich lieb.
Du starbst umsonst.
Und alles blieb
beim alten.“

Wie nicht anders zu erwarten, widersprach er bei aller Würdigung auch z.B. dem „Du hattest sie vergeblich lieb. Du starbst umsonst. Und alles blieb beim alten.“ Den ersten Hinweis auf dieses Gedicht erhielt ich übrigens vom Bundestagsabgeordneten, Manfred Grund, auf einem (kontroversen!) politischen Seminar.

Wer sich intensiver mit der Geschichte der Religionen beschäftigen will, dem empfehle ich:
„Terra X - Macht der Götter - Weltgeschichte der Religionen“. Insbesondere der dritte Teil behandelt das Thema „Gott und die Mächtigen – Wie verändern Religionen die Welt?“

Nein, Frau Eilice Neuland, Gott geht NICHT mit uns überall hin und ist NICHT da, wo wir sind. Der sowohl „Allwissende“, „Allmächtige“ und „Allgütige“ (Dreiunvereinbarkeit – Theodizee) sollte froh sein, dass es „IHN“ nicht wirklich gibt. Sonst würde ihm wohl das Sorgerecht für „seine Schöpfung“ entzogen werden. Oder?
Landru
29.07.2024, 16:19 Uhr
Es reicht,
wenn man den Spruch kennt: " halt du sie Arm, ich halt sie dumm"!
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