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Di, 09:25 Uhr
20.05.2025
6. Sinfoniekonzert

Ein Konzert mit Extras

Das 6. Sinfoniekonzert, das letzte der Konzertsaison am Theater Nordhausen, hielt für das Publikum einige Extras bereit. Christel Laude hat es sich angesehen...

Bereits beim Betreten des Foyers wurde die Aufmerksamkeit auf Bilder gelenkt, die im Zusammenhang mit einem Musikwerk stehen, das im Konzert erklang.

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Es waren Druckgrafiken, die zur Illustration der Enigma-Variationen von Edward Elgar von Schülern der 11.Klasse des Nordhäuser Humboldgymnasiums angefertigt und schließlich auch für die Gestaltung des Programmheftes für das Konzert verwendet worden sind. Viele der Schüler waren gekommen, um dieses Konzert zu erleben.

Es musizierte wie gewohnt das Loh-Orchester, diesmal unter der Leitung des Gastdirigenten Joseph Trafton. Dieser amerikanische Dirigent ist international sehr gefragt und gehört zur Zeit zu den Kandidaten für die Position des neuen Generalmusikdirektors am Theater Nordhausen ab der Spielzeit 2026/27. Schon als neuen Konzertmeister konnte das Publikum Oganes Arustamov begrüßen.

6. Sinfonie-Konzert des Loh-Orchesters (Foto: Christel Laude) 6. Sinfonie-Konzert des Loh-Orchesters (Foto: Christel Laude)


Das Sinfoniekonzert begann mit „Symphonic Variations on an Afrcan Air op 63“ von Samuel Coleridge-Taylor, einem Werk, das auf einem afro- amerikanischen Volkslied beruht.

„I’m Troubled in Mind“, etwa übersetzt „verzweifelt im Kopf“, ein Spirituel, zeichnet im großen Sinfonieorchester Stimmungen des Komponisten nach. Sehr gefühlvoll musizierten vor allem Bläser, z. Bsp. die Posaune, getragen von den Streichern, tänzerisch, dramatisch, friedlich. Das Thema steigerte sich bis zum großen Finale.

Als ein kleines Extra gestaltete sich in der Konzerteinführung vor Konzertbeginn der gemeinsame Gesang des Liedes von Gesprächsleiterin Dr. Katrin Stöck und Dirigent Joseph Trafton. Schon hier gab es stürmischen Beifall. Es lohnt sich also, die Konzerteinführungen zu besuchen.

Im Mittelpunkt des 2. Werkes im Sinfoniekonzert stand der in Melfi, Italien, geborene Flötist Mario Bruno. Obwohl erst 28 jährig, zählt er bereits zu den meistgesuchten Instrumentalisten seines Faches, zahlreiche 1. Preise kann er für sich verbuchen.
Und nun begeisterte er als Solist im 2. Konzert für Flöte und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart das Publikum in Nordhausen.

Auch das Zusammenspiel mit dem Orchester, hier in kleinerer Besetzung, war perfekt. Der Dirigent ließ dem Solist den Vortritt, so dass die beneidenswerte Leichtigkeit und Spielfreude im Rondo und die Virtuosität z. Bsp. bei den Trillern voll zur Geltung kamen. Gefühlvoll die Interpretation des 2. Satzes.

In der Zugabe demonstrierte der Solist unter Anwendung verschiedener Spieltechniken Klänge und Geräusche, die zu erzeugen man nie auf einer Querflöte vermutet hätte. Der Beifall wollte nicht enden.

Das 3. Werk im Sinfoniekonzert nahm Bezug auf die eingangs erwähnten Enigma- Variationen (Enigma = Rätsel) von Edward Elgar.

Aus seiner besonderen Fähigkeit zu improvisieren soll der Gedanke entsprungen sein, ein Werk zu komponieren, in dem durch ein Thema und dessen Verarbeitung Menschen charakterisiert und erkannt werden können. So entstanden die Enigma-Variationen.

Dieses Werk stand am Ende des Sinfoniekonzertes auf dem Programm mit der Aufforderung, das Publikum möge sich auf Grund der Musik Menschen oder Begebenheiten vorstellen. Hinweise dazu gab es im Programmheft. Es war ein fröhliches, aufmerksames Hören.

Das Orchester musizierte unter differenziertem und engagiertem Dirigat des Gastes in bester Spiellaune. Dafür gab es lang anhaltende Beifall.
Das Nordhäuser Publikum bedankt sich für dieses gelungene Sinfoniekonzert, hofft, dass nach der Vorstellung aller Kandidaten die richtige Wahl eines neuen Generalmusikdirektors getroffen wird und freut sich auf die kommende Saison.
Christel Laude
Autor: red

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