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Mo, 09:15 Uhr
30.06.2025
Wanderbericht von Wolfgang Lehmann

Voller Terminkalender im Juni

Große Ereignisse füllen auch bei den Wanderern den Terminkalender im Juni. Diese beginnen mit dem Spargelessen am 04. Juni. Das Wetter ist noch kühl und auch Regenschauer sind angesagt. In diesem Jahr fahren wir bis nach Rohnstedt mit den Autos und wandern weiter nach zum Spargelhof...

Die Mitglieder des Wanderclubs "Hainleite Wanderclub Sondershausen " treffen sich regelmäßig (Foto: Wolfgang Lehmann) Die Mitglieder des Wanderclubs "Hainleite Wanderclub Sondershausen " treffen sich regelmäßig (Foto: Wolfgang Lehmann)


Wolfgang Maresch hat auch diesmal wieder die Essenswünsche direkt ins Spargelzelt gefunkt, so dass niemand längere Zeit hungern musste. Nun bleibt uns die Vorfreude auf die Spargelsaison im nächsten Jahr.
Vom 02. Bis zum 09. Juni feierte man den 900. Jahrestag der urkundlichen Ersterwähnung Sondershausens.

Der Festumzug am 08. Juni war einer von vielen Höhepunkten und auch die Wanderer des Hainleite-Wanderklubs zogen an diesem Tag das Wandershirt und Wanderschuhe an und nahmen so aktiv am Festumzug teil. Die Geschichte unserer Heimatstadt gehört einfach zum Wandern dazu.

Einmal im Jahr zieht es die Wanderer hinaus in die weite Welt. In diesem Jahr war der Harz das Ziel. Vom 10. bis zum 13. Juni fuhren 44 Wanderinnen und Wanderer nach Hahnenklee. Das ist ein kleiner Ort südlich von Goslar. Ursprünglich war Hahnenklee eine Siedlung von Bergleuten. Um das Jahr 1553 begann man hier silberhaltige Bleierze abzubauen.

Mit Unterbrechung erfolgte der Abbau bis zum Jahr 1828. Danach entwickelte sich Hahnenklee zu einem Kurort. Wir waren im Residenz Hotel Harzhöhe untergekommen. Von hier aus starteten wir jeden Tag eine andere Route. Die erste Wanderung erfolgte noch vor dem Check In.

Unsere Vereinsvorsitzend, Gretchen Link, führte uns über den Liebesbankweg bis hinauf zum Bocksberggipfel. Der Boxberg ist ein großer Erlebnispark mit vielen Attraktionen, wie Sommerrodelbahn, Kabinen- oder Sesselliftbahn, Gastronomie und vielen anderen. Die Wetterlage war an diesem Morgen eher kühl und schaurig. Wir ließen uns dennoch nicht entmutigen.

Entlang des Liebesbankwegs waren drei Stempelstellen verteilt. Wir hatten alle eine Stempelkarte von Gretchen erhalten. Nachdem wir die vollzählig gestempelten Karten in der Tourist Information vorlegten, erhielt jeder eine persönliche Urkunde. Bevor es hinauf zum Hotel ging, besuchten wir noch die Stabkirche in Hahnenklee.
Rund um Hahnenklee bis hinauf nach Goslar findet man hier eine Vielzahl künstlich angelegter Wassergräben, zum Teil auch unterirdisch.

Diese verbinden ein ganzes System von Stauseen. Dieses System dient zur Sicherung von Brauchwasser für die Bergwerke und Hüttenbetriebe. Diese nutzten die Wasserkraft als Antrieb für ihre Maschinen.

Am Mittwoch wanderten wir bei strahlendem Sonnenschein unter Führung des Wanderfreundes Wolfgang Maresch von Hahnenklee nach Goslar. Unterwegs hatten wir einen hervorragenden Blick auf den Granestausee. In der Stadt angekommen, teilte sich unsere Wandergruppe auf und jeder konnte das tun, wozu er Lust hatte. Eine kleine Gruppe begab sich zur Kaiserpfalz und nahm dort an einer Führung teil.

Die Kaiserpfalz Goslar wurde um 1040 errichtet. Hier fanden wichtige Reichsversammlungen der Herrscher des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation statt. In der Wandergruppe verbreitete sich eine Information, wonach ein Mitglied der kleinen Gruppe in der Pfalz, obwohl bisher dort nicht üblich, zum Kaiser gekrönt wurde. Nur wenige wussten Genaueres.

Ich werde darauf zurückkommen. Irgendwo in der Stadt, meist in einem Eiscafé, traf man sich wieder. Die Wanderstrecke von Hahnenklee bis Goslar betrug 14 km. Deshalb wählten wir den Linienbus für die Rückfahrt zum Hotel.

Auch am Donnerstag war das Wetter recht wanderfreundlich. Heute führte uns Michael Trinkhaus durch das Gebiet der Kuttelbacher Teiche und der Grumbacher Teiche. Diese Teiche gehören ebenfalls zu dem schon oben beschriebenen Wassersystem. Die Wälder ringsum bieten eine interessante Flora und ideale Wanderwege. Unsere heutige Wanderung endet im Zentrum von Hahnenklee mit einem kühlen Getränk oder auch einem Eis. Nach dem Abendessen bedankten wir uns bei unseren Wanderführern und vor allem bei unserer Vereinsvorsitzenden für die sehr gute Vorbereitung und Organisation unserer Wanderreise in den Harz. Danach traf man sich unter einem Pavillon hinter dem Hotel.

Es war der letzte Abend hier in Hahnenklee. Auch der ausnahmsweise in Goslar gekrönte Kaiser gesellte sich unter die Wanderer und gab sich zu erkennen. Man trank gemeinsam manchen guten Tropfen, man unterhielt sich über dies und das und hatte Spaß und lachte zusammen. Doch morgen war Abreisetag und vor der Abfahrt stand noch eine kurze Wanderung um Hahnenklee auf dem Programm. Alle gingen schlafen, auch der Kaiser. Ich habe den Kaiser später noch einmal getroffen. Er sagte mir, dass er gern mit uns gefeiert habe, und er habe sich vorgenommen, auch im nächsten Jahr, wenn es die Wanderer wieder in die große Welt hinauszieht, zu uns zu kommen und mit uns gemeinsam zu feiern und von dem zu erzählen, was man inzwischen alles erlebt habe.

Am Mittwoch der folgenden Woche wanderten wir wieder im Kyffhäusergebirge. Das Wetter war wieder für uns Wanderer gemacht, wenigstens, solange wir im Schatten liefen. Marina Bärmann führte uns vom ehemaligen Sportplatz in Steintaleben hinauf zum Kulpenberg. Unterwegs konnten wir am Wegesrand zahlreiche gut gewachsene Rote Fingerhüte sehen.

So schön diese auch aussehen, darf man nicht vergessen, dass es Giftpflanzen sind. Weiter erhaschten wir einen schönen Ausblick auf die Rothenburg und am Brockenblick machten wir Rast. Nach Erreichen des Kulpenberges mit dem Funkturm ging es eigentlich nur noch bergab zurück nach Steintaleben.

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Der Sommer hat jetzt volle Fahrt erreicht. Temperaturen zwischen 25°C und 30“C sind keine Seltenheit mehr. So auch am letzten Mittwoch des Junis. Auf dem Plan stand eigentlich eine Wanderung entlang des „Saugrabenweges“ bei Kammerforst. Unser Wanderleiter, Volker Friedrich, musste jedoch feststellen, das die Fahrstrecke von Sondershausen nach Kammerforst mit vielen Baustellen und Umleitungen bestückt ist. Dadurch wurde die Anfahrstrecke zu lang. Als Alternative schlug er vor, nach Craula, ebenfalls ein Ort im Hainich Nationalpark, zu fahren und dort das Craulaer Kreuz zu erwandern.

Kurzerhand brachen wir auf. Die Autos wurden am Parkplatz bei der Hainich Baude abgestellt und der Marsch begann über einen Rundweg an dessem Ende das Craulaer Kreuz zu finden ist. Dabei handelt es sich um die Reste eines Sühnekreuzes vermutlich aus dem 16. Jahrhundert. Vom Kreuz fehlen das Kopfteil und ein Arm. Bei dem heute dort stehenden Kreuz handelt es sich um eine Nachbildung, da das Original seit dem Jahr 1955 verschollen ist. Nach der zurückgelegten 12 km langen Strecke zogen uns Hunger und Durst in die Hainich Baude, wo wir von der Chefin selbst versorgt wurden. Nun denken wir schon wieder darüber nach, welche Wanderungen und Höhepunkte uns im Juli erwarten.

Der letzte Wandertermin stand am Sonntag, den 29.06.2025, im Kalender. In Bernterode fand der 18.Volks- und Familienwandertag statt. Vom Hainleite-Wanderklub sind 16 Wanderinnen und Wanderer angereist. Es wurden vier Wanderrouten mit je 5km, 7km, 9km oder 11 km angeboten.

Die kleine Melina war mit vier Jahren die jüngste zusammen mit ihren Eltern aus Sondershausen angereiste Wanderin.

Die 4-jährige Melina bestaunt ein großes Pferd an der Wanderstrecke (Foto: B. Asche (privat)) Die 4-jährige Melina bestaunt ein großes Pferd an der Wanderstrecke (Foto: B. Asche (privat))


Ihr gefiel besonders das große Pferd am Wegrand. Sie hatte viel Spaß an diesem Tag.
Wolfgang Lehmann, Hainleite- Wanderklub

Wandertouren im Juni (Foto: Wolfgang Lehmann)
Wandertouren im Juni (Foto: Wolfgang Lehmann)
Wandertouren im Juni (Foto: Wolfgang Lehmann)
Wandertouren im Juni (Foto: Wolfgang Lehmann)
Wandertouren im Juni (Foto: Wolfgang Lehmann)
Wandertouren im Juni (Foto: Wolfgang Lehmann)
Wandertouren im Juni (Foto: Wolfgang Lehmann)
Wandertouren im Juni (Foto: Wolfgang Lehmann)
Wandertouren im Juni (Foto: Wolfgang Lehmann)
Wandertouren im Juni (Foto: Wolfgang Lehmann)
Wandertouren im Juni (Foto: Wolfgang Lehmann)
Wandertouren im Juni (Foto: Wolfgang Lehmann)
Autor: emw

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