Do, 10:01 Uhr
03.07.2025
Bericht von Dorothea Kieper
Bin ich zu alt zum Autofahren?
Die Polizeiobermeisterin, Frau Weber, von der Landespolizeiinspektion Nordhausen, Sachbereich Verkehr, besuchte die Mitglieder des Verbandes der Behinderten im Corbach-Club in Sondershausen. Ein lebensnahes Thema brachte sie mit: Verkehrssicherheit im Alter...
Polizeiobermeisterin, Frau Weber, von der Landespolizeiinspektion Nordhausen (Sachbereich Verkehr) beim Verband der Behinderten im Corbach-Club in Sondershausen (Foto: Dorothea Kieper)
In dem Vortrag ging es um Demographie und ihre Auswirkung,die Statistik der LPI Nordhausen für das Jahr 2024, Rechtliches wie Führerscheinrecht, Verkehrsunfallflucht oder Gefährdung im Straßenverkehr, Verkehrssicherheit bezogen auf die Gesundheit und das Fahrzeug und zum Schluss noch Alternativen zum Auto.
Polizeiobermeisterin, Frau Weber, von der Landespolizeiinspektion Nordhausen (Sachbereich Verkehr) (Foto: Dorothea Keeper)
Laut Statistik wird im Jahr 2030 jede zehnte Person in Deutschland mindestens 80 Jahre alt sein. Viele sind noch mit ihrem Auto unterwegs. Interessant war die Statistik zu den Verkehrsunfällen im letzten Jahr. Es konnte ein Rückgang bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden, mit Getöteten, mit Schwerverletzten, bei Kinder- und Schulwegunfällen festgestellt werden, aber im gleichen Zeitraum ein Anstieg der Verkehrsunfälle gesamt.
Traurig der Anstieg der Verkehrsunfälle unter Einwirkung von Alkohol und Drogen und der Anstieg der Verkehrsunfälle mit Senioren. Hauptunfallursachen, die durch Verkehrsteilnehmer ab 65 Jahren verursacht wurden, waren Vorfahrtsfehler, nicht angepasste Geschwindigkeit, zu kleiner Sicherheitsabstand, Fehler beim Abbiegen und Wenden und Alkohol.
Die Polizeiobermeisterin sprach auch über das Führerscheinrecht in Deutschland. Niemand muss in unserem Land den Führerschein aufgrund seines Alters abgeben. Erst bei körperlichen und geistigen Ausfallerscheinungen wird das geprüft. Wenn man selbst das Gefühl hat, nicht verkehrssicher fahren zu können, kann man den Führerschein freiwillig abgeben. Das Thema Unfallflucht wurde ebenfalls angesprochen.
Im Alter lässt leider das Sehvermögen, das Hörvermögen, die Aufmerksamkeit, die Reaktionsgeschwindigkeit und die Beweglichkeit nach. Auch die Einnahme von Medikamenten können das Reaktionsvermögen beeinflussen. Was man selbst tun kann, ist Gehirnjogging, regelmäßiges Spazierengehen, sportliche Aktivitäten unter dem Motto: Wer rastet, der rostet.
Für die Verkehrssicherheit gibt es auch Trainingsangebote mit besonderen Probefahrten, sogenannte Rückmeldefahrten, die keine Auswirkungen auf den Führerschein haben und Trainings in Fahrsicherheitszentren. Eine Checkliste zur Selbstbeobachtung, was kann ich noch, was sollte ich vermeiden ist wichtig.Verkehrssicher im Alter bedeutet auch Alternativen zum Auto zu finden, z. B. Zug, Bus, Taxi, Mitfahrgelegenheiten, Nutzung von Rollatoren. Am Ende diskutierten wir noch über das Fahrverhalten einiger Fahrzeughalter, die vergessen zu blinken beim Abbiegen,.. zum Glück nicht die Mehrheit auf den Straßen. Wir danken Frau Weber für ihren Vortrag und freuen uns auf weitere gute Zusammenarbeit.
Dorothea Kieper
Autor: emw
Polizeiobermeisterin, Frau Weber, von der Landespolizeiinspektion Nordhausen (Sachbereich Verkehr) beim Verband der Behinderten im Corbach-Club in Sondershausen (Foto: Dorothea Kieper)
In dem Vortrag ging es um Demographie und ihre Auswirkung,die Statistik der LPI Nordhausen für das Jahr 2024, Rechtliches wie Führerscheinrecht, Verkehrsunfallflucht oder Gefährdung im Straßenverkehr, Verkehrssicherheit bezogen auf die Gesundheit und das Fahrzeug und zum Schluss noch Alternativen zum Auto.
Polizeiobermeisterin, Frau Weber, von der Landespolizeiinspektion Nordhausen (Sachbereich Verkehr) (Foto: Dorothea Keeper)
Laut Statistik wird im Jahr 2030 jede zehnte Person in Deutschland mindestens 80 Jahre alt sein. Viele sind noch mit ihrem Auto unterwegs. Interessant war die Statistik zu den Verkehrsunfällen im letzten Jahr. Es konnte ein Rückgang bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden, mit Getöteten, mit Schwerverletzten, bei Kinder- und Schulwegunfällen festgestellt werden, aber im gleichen Zeitraum ein Anstieg der Verkehrsunfälle gesamt.
Traurig der Anstieg der Verkehrsunfälle unter Einwirkung von Alkohol und Drogen und der Anstieg der Verkehrsunfälle mit Senioren. Hauptunfallursachen, die durch Verkehrsteilnehmer ab 65 Jahren verursacht wurden, waren Vorfahrtsfehler, nicht angepasste Geschwindigkeit, zu kleiner Sicherheitsabstand, Fehler beim Abbiegen und Wenden und Alkohol.
Die Polizeiobermeisterin sprach auch über das Führerscheinrecht in Deutschland. Niemand muss in unserem Land den Führerschein aufgrund seines Alters abgeben. Erst bei körperlichen und geistigen Ausfallerscheinungen wird das geprüft. Wenn man selbst das Gefühl hat, nicht verkehrssicher fahren zu können, kann man den Führerschein freiwillig abgeben. Das Thema Unfallflucht wurde ebenfalls angesprochen.
Im Alter lässt leider das Sehvermögen, das Hörvermögen, die Aufmerksamkeit, die Reaktionsgeschwindigkeit und die Beweglichkeit nach. Auch die Einnahme von Medikamenten können das Reaktionsvermögen beeinflussen. Was man selbst tun kann, ist Gehirnjogging, regelmäßiges Spazierengehen, sportliche Aktivitäten unter dem Motto: Wer rastet, der rostet.
Für die Verkehrssicherheit gibt es auch Trainingsangebote mit besonderen Probefahrten, sogenannte Rückmeldefahrten, die keine Auswirkungen auf den Führerschein haben und Trainings in Fahrsicherheitszentren. Eine Checkliste zur Selbstbeobachtung, was kann ich noch, was sollte ich vermeiden ist wichtig.Verkehrssicher im Alter bedeutet auch Alternativen zum Auto zu finden, z. B. Zug, Bus, Taxi, Mitfahrgelegenheiten, Nutzung von Rollatoren. Am Ende diskutierten wir noch über das Fahrverhalten einiger Fahrzeughalter, die vergessen zu blinken beim Abbiegen,.. zum Glück nicht die Mehrheit auf den Straßen. Wir danken Frau Weber für ihren Vortrag und freuen uns auf weitere gute Zusammenarbeit.
Dorothea Kieper