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Sa, 10:45 Uhr
20.09.2025
Thüringer Landesamt für Statistik zum "Autofreien Tag"

Ein Viertel kommt ohne Motorhilfe zur Arbeit

Nach den Erstergebnissen des Mikrozensus 2024 legten insgesamt 27,2 Prozent der Erwerbstätigen1) in Thüringen ihren Arbeitsweg2) auto- und motorradfrei3) zurück. Das teilt Thüringer Landesamt für Statistik anlässlich des Autofreien Tages am 22. September mit...

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Es gingen 11 Prozent der Erwerbstätigen zu Fuß zur Arbeitsstätte, 8,8 Prozent nutzten öffentliche Verkehrsmittel und 6,6 Prozent legten den Weg zur Arbeit mit einem (Elektro-)Fahrrad zurück. Die Mehrzahl der Thüringer Erwerbstätigen (72,8 Prozent) nutzte 2024 für den Arbeitsweg das Auto oder Motorrad, darunter 3,4 Prozent als Mitfahrende im PKW.

Ein Grund für die häufige Nutzung des Autos für den Weg zur Arbeit war sicher die Lage des Arbeits- platzes. So hatten weniger als die Hälfte (47,0 Prozent) der Thüringer Erwerbstätigen ihre Arbeits- stätte innerhalb ihrer Wohngemeinde des Hauptwohnsitzes. Die anderen pendelten entweder in eine andere Gemeinde des Freistaates (43,5 Prozent) oder über die Grenzen Thüringens hinaus (9,5 Prozent).

Auch die Entfernung spielte hierbei eine Rolle. Nur knapp ein Drittel der Erwerbstätigen (32 Prozent) wohnte weniger als 5 Kilometer von der Arbeitsstätte entfernt (einfache Strecke) oder arbeitete auf dem gleichen Grundstück. Hingegen hatte die Hälfte der Erwerbstätigen (49,9 Prozent) einen Arbeitsweg von 10 Kilometer und mehr zu bewältigen oder arbeitete an ständig wechselnden Arbeitsstätten.

Leichte Unterschiede hinsichtlich des Pendlerverhaltens bestanden zwischen Männern und Frauen. So legte fast ein Drittel (30,3 Prozent) der Frauen ihren Arbeitsweg auto- und motorradfrei zurück, während dies nur knapp ein Viertel (24,6 Prozent) der Männer taten. Außerdem lag bei einem größeren Anteil der Frauen (54,8 Prozent) die Entfernung zur Arbeitsstätte bei unter 10 Kilometern bzw. auf dem gleichen Grundstück, wohingegen dies bei den Männern auf einen Anteil von 45,9 Prozent zutraf.

Das Pendlerverhalten blieb in den letzten Jahren relativ stabil. Seit der letzten Befragung 2020 erga- ben sich nur geringfügige Änderungen.

1) Erwerbstätige sind nach dem Mikrozensus alle Personen, die irgendeinem Erwerb nachgehen, sei es nur kleinsten Umfangs und gleichgültig, ob sie hieraus ihren überwiegenden Lebensunterhalt bestreiten oder nicht. Die Anteile beziehen sich immer auf alle Erwerbstätigen, die Angaben zur jeweiligen Frage gemacht haben. Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen.

2) Abgefragt wurde das für die längste Strecke des Arbeitsweges genutzte Verkehrsmittel.
3) einschließlich Motorroller, Moped und Mofa (im gesamten Text)

Bitte beachten:
Die Daten liefert der Mikrozensus, die jährliche repräsentative Haushaltsbefragung, bei der rund 1 Prozent der Haushalte befragt wird. Die Angaben zum Pendlerverhalten werden als Zusatzpro- gramm alle 4 Jahre erhoben und sind freiwillig. Die Werte des Mikrozensus gelten jeweils für den Jahresdurchschnitt. Ab dem Berichtsjahr 2021 erfolgt die Hochrechnung der Stichprobendaten auf Basis der Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf der Grundlage des Zensus 2022.
Autor: red

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Kommentare
nicki41
20.09.2025, 16:58 Uhr
Arbeitende Menschen
Es ist leider so, dass eine Vielzahl der arbeitenden Menschen viele Kilometer zur Arbeit fahren müssen. Da spielt die Statistik keine Rolle. Traurig ist, dass sich viele Leute aufregen, dass das Deutschland-Ticket teurer wird. Es gibt Arbeitnehmer die das mitfinanzieren aber nichts davon haben, weil sie das Ticket auf dem Dorf nicht nutzen können. Mein Sprit für den Weg zur Arbeit wird auch nicht gefördert
Kobold2
20.09.2025, 20:30 Uhr
Es ist leider auch so
Das viele Menschen aus Bequemlichkeit Alternativen nicht nutzen. Dafür hat man dann mehr Gründe zum Jammern.
Franz Haarkamm
21.09.2025, 13:36 Uhr
Natürlich wird der Sprit für den Weg zur Arbeit gefördert @Nicki41
Das nennt sich Pendlerpauschale! Der Arbeitsweg kann von der Steuer abgesetzt werden.
altmeister
21.09.2025, 14:15 Uhr
Förderung Kraftstoff...
...ist nicht so ganz richtig.
Die Pendlerpauschale, richtig Enfernungspauschale, kann unabhängig von der verwendeten Fortbewegungsart in Anspruch genommen werden, also auch für Fahrrad, Bus oder Bahn. Somit ist die Aussage, dass der Kraftstoff gefördert wird, falsch.
Natürlich ist in Ballungsräumen, welche meist einen sehr guten Ausbau des ÖPNV vorweisen können, der Anteil der mit Kfz gefahrenen Arbeitswege deutlich geringer, in wenig durch ÖPNV versorgten ländlichen Regionen ist die Nutzung von Kfz oft die einzige Option.
Somit stimmt die Aussage im Kommentar von nicki41, dass die Pendler in Ballungsräumen in Verbindung mit dem Deutschland Ticket von den Bewohnern des ländlichen Raumes mitfinanziert werden.
Selbst die Nutzer des Deutschland Tickets haben die Möglichkeit, ihren Arbeitsweg über die Enfernungspauschale in Ansatz zu bringen.
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