Fr, 17:11 Uhr
24.10.2025
Warum PAO den Motorölmarkt verändert
Einfach gesagt sind Polyalphaolefine (PAO) eine Art unfertiges Polyethylen. Polyethylen kennen Sie – zu Hause steht mit Sicherheit etwas daraus. Statt der üblichen Reaktion, bei der Tausende Ethylen-Gasmoleküle zu einem langen Polyethylen-Molekül verknüpft werden, läuft hier ein anderer Prozess: Es entstehen Ketten aus nur etwa zehn Molekülen...
Grafik (Foto: Mannol)
Diese kurzen Ketten werden anschließend über eine sogenannte Alpha-Bindung (daher der Name) in verschiedenen Konfigurationen miteinander verknüpft. Schließlich wird jede Kette mit Wasserstoff gesättigt; je nach Anordnung ergeben sich Stoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften. So entstehen die Polyalphaolefine, kurz PAO. Chemisch betrachtet sind das gesättigte, verzweigte Kohlenwasserstoffe – also Isoparaffine.
Man könnte fast eine Chemikerin oder einen Chemiker fragen, warum diese de facto als Isoparaffine bekannten Stoffe Polyalphaolefine heißen. PAO werden aus Gasen gewonnen, nicht direkt aus Erdöl, und sind damit vollsynthetische Produkte – das Ergebnis einer chemischen Synthese. Da sie in Reaktoren hergestellt werden, entstehen hochreine, transparente Flüssigkeiten ohne Verunreinigungen. Sie sind so rein, dass sie sogar als Lösungsmittel für Tierimpfstoffe, in der Kosmetik und in der Lebensmittelindustrie genutzt werden.
Wie Polyalphaolefine hergestellt werden
Die Sudheimer Car Technik-Vertriebs GmbH, 1993 von Juri Sudheimer in Neumünster gegründet, setzte seine strategische Vision um, einen Qualitätsmaßstab im Handel mit Schmierstoffen zu etablieren. In über 30 Jahren hat sich das Unternehmen vom Händler zum Inhaber eigener, etablierter Marken entwickelt: 1996 wurde die Marke MANNOL eingeführt, 1999 folgten die ersten 58 Filtermodelle von SCT-GERMANY.
Unternehmen (Foto: Mannol)
Die modernen Kapazitäten der SCT-Vertriebs GmbH
Heute verfügt die SCT-Vertriebs GmbH in Wedel über eine moderne Lagerfläche von 5.000 Quadratmetern und ein Bürogebäude mit 350 Quadratmetern. Ein Expertenteam unter der Leitung von Erik Sudheimer, Direktor für Geschäftsentwicklung, gewährleistet die weltweite Belieferung der Marken MANNOL und SCT-GERMANY. Das Unternehmen fördert zudem aktiv den Motorsport und sponsert das Rennteam SPS automotive performance, die IGE (Interessengemeinschaft Endurosport) und die Winterfahrschule ArcticDrift. Darüber hinaus engagiert es sich bei prestigeträchtigen Events wie den Hamburg Harley Days und der Burnout-WM 2025.
PAO in Kosmetik und Alltag
In der Kosmetik werden PAO als Weichmacher und Pflegestoffe eingesetzt. Dank ihrer geschmeidigen Textur und der Fähigkeit, einen Schutzfilm auf der Haut zu bilden, machen sie diese weich und glatt und bieten zugleich Schutz. Sie erzeugen eine Barriere, die hilft, Feuchtigkeit zu bewahren und die Haut vor äußeren Einflüssen zu schützen. Trotz des technisch klingenden Namens sind Polyalphaolefine Ihnen also näher, als Sie denken – wahrscheinlich tragen Sie sie gerade auf der Haut. Oder jemand in Ihrem Haushalt.
Die ersten Motoröle auf PAO-Basis
1973 kamen die ersten Automobil-Motoröle auf PAO-Basis auf den Markt. Darüber kursieren bis heute allerlei Theorien über Konzerne und deren Motive. Die Wahrheit ist meist einfacher: Polyalphaolefine wechselten sozusagen von der Luftfahrt in den Automobilbereich – dort hatten sie sich dank hervorragender Tieftemperatureigenschaften bereits bewährt. In großer Höhe herrschen schließlich bis zu −50 °C.
Anfangs waren PAO sehr teuer, und im Automobilbereich bestand noch keine dringende Notwendigkeit. Öle waren saisonal: Im Sommer kam Sommeröl hinein, im Winter Winteröl – das funktionierte.
Mit zunehmender Komplexität der Motoren, anspruchsvolleren Betriebsbedingungen und dem Trend zu universellen Ganzjahresformulierungen mussten Öle bei −30 °C ebenso zuverlässig arbeiten wie bei +50 °C. Damit entstand die Herausforderung, die Leistungsfähigkeit über einen sehr breiten Temperaturbereich sicherzustellen.
Hier kamen die Polyalphaolefine ins Spiel: Man begann, sie beizumischen, um die Kälteeigenschaften zu verbessern. Ein Motoröl ließe sich zwar theoretisch zu 100 % aus PAO herstellen, doch das ist meist unnötig, teuer und mitunter sogar nachteilig – so, als würde man unverdünnten Orangensaft trinken.
Labor (Foto: Mannol)
Von saisonalen Ölen zu universellen Formeln: Die Rolle von PAO
PAO senken den Pourpoint (die Temperatur, bei der das Öl gerade noch fließt) sehr effektiv. Ein reines PAO-Öl kann einen Pourpoint von −50 °C oder noch niedriger erreichen. In der Praxis ist das selten nötig; häufig reichen −30 °C, in Extremfällen −40 °C. Beginnt die Viskositätsklasse eines Öls mit 0W-, können Sie von PAO-Anteilen ausgehen; bei 5W- ist es sehr wahrscheinlich. Üblicherweise werden bis zu etwa 20 % beigemischt – das genügt, um den Pourpoint zu senken und Fließ- sowie Pumpverhalten beim Kaltstart zu optimieren. So erreicht das Öl schneller die kritischen Motorteile.
Aber was leisten Polyalphaolefine im Motoröl noch – außer es vor dem Erstarren zu bewahren?
Man muss berücksichtigen, dass 100-%-PAO-Öle extrem teuer sind. In der Luftfahrt werden sie erfolgreich eingesetzt, wo die Sicherheit von Passagieren und Besatzung oberste Priorität hat. Beim Auto spielt hingegen der Preis eine entscheidende Rolle. Reine PAO-Öle für Pkw existieren, ihr Marktanteil ist jedoch gering. Praktisch sprechen wir – bildlich – von einem Gemisch.
Die Wirkung von PAO im Ölgemisch
In den meisten Fällen haben es Besitzerinnen und Besitzer von Pkw oder schweren Lkw mit Ölen zu tun, die bis zu 20 % PAO und bis zu 20 % Additive enthalten. Der Rest ist in der Regel ein Öl der Gruppe III, ein sogenanntes Hydrocrack-Öl (HC-Synthese). Sehen wir uns an, wie PAO eine solche Mischung beeinflussen.
Oft liest man, PAO seien widerstandsfähiger gegen Oxidation, thermische Zersetzung und Ablagerungen. Das stimmt grundsätzlich, braucht aber Einordnung. Ein Alltagsbild: Lässt man eine geöffnete Flasche Sonnenblumenöl stehen, wird sie ranzig – Oxidation durch Luftsauerstoff. Nutzt man dasselbe Öl zum Frittieren, wird es nach wenigen Durchgängen dunkel und verändert seine Eigenschaften – Thermo-Oxidation. Genau so altern auch Motoröle.
Eine Nuance geht online häufig unter: Gruppe-III-Öle bestehen zu über 90 % aus Isoparaffinen – also aus sehr ähnlichen Molekültypen mit vergleichbarer Beständigkeit. Der Verbesserungseffekt durch PAO ist daher real, aber nicht dramatisch.
Ebenso wird die geringere Verdampfungsneigung von PAO genannt, was in der Praxis den Ölverbrauch senken kann. Logisch: Verdunstet weniger, bleibt mehr im System. Da keine Verunreinigungen vorliegen, verdampft auch nichts vorzeitig. Auch das ist ein Plus – aber kein Quantensprung.
Häufig genannt werden außerdem längere Standzeiten und besserer Verschleißschutz dank stabileren Ölfilms. Dagegen spricht wenig; allerdings bestehen Gruppe-III-Öle ebenfalls überwiegend aus Isoparaffinen mit vergleichbarer Filmstabilität. Der Mehrwert durch PAO ist vorhanden, aber begrenzt.
Ein weiterer Punkt: PAO enthalten keine Schwefelverbindungen. Das verbessert den Korrosionsschutz und kann die Säurebildung reduzieren. Allerdings gelangt über den Kraftstoff ein Vielfaches an Schwefel in den Motor als über das Öl – der Effekt ist positiv, jedoch nicht ausschlaggebend.
PAO weisen zudem einen höheren Viskositätsindex auf. Bei einer Beimischung von rund 20 % kann der Index um etwa 15–20 Punkte steigen – ein verdienter Pluspunkt. Dem gegenüber steht der Preis: PAO-Grundöle kosten mindestens das Vierfache eines Gruppe-III-Öls. Das sollte man einkalkulieren.
Der beste elektrische Leiter ist Silber – trotzdem fertigt niemand alle Kabel daraus. Kupfer oder Aluminium sind der praxistaugliche Kompromiss. Genauso gehen wir mit PAO um: Unsere Technologinnen und Technologen zielen auf die erforderliche Qualität mit minimalem Aufwand, um den Geldbeutel der Kundschaft zu schonen. Von den beliebten, aber teuren PAO ist in unseren Ölen genau so viel enthalten, wie nötig. Wie beim Kaffee: Man kann perfekt süßen – oder übersüßen. Wir übersüßen nicht.
MANNOL – die Qualität unter der Führung von Juri Sudheimer
Laut Gründer Juri Sudheimer war die Positionierung von SCT-Vertriebs als Innovator für hochwertige deutsche Schmierstoffe ein entscheidender Meilenstein. Seine strategische Vision umfasste die Etablierung der eigenen Marke MANNOL mit fortschrittlichen Technologien – einschließlich des Einsatzes von PAO und Estern (Gruppe-V-Öle). Ziel war es, Motoröle mit besonderen Eigenschaften zu entwickeln: stabilem Ölfilm, hoher Kraftstoffeffizienz und geringer Verdampfung.
Heute, nach über 30 Jahren, kann die Sudheimer Car Technik-Vertriebs GmbH beeindruckende Ergebnisse vorweisen:Produkte von MANNOL und SCT-GERMANY werden weltweit für Fahrzeuge aller Art geliefert. Erik Sudheimer, Direktor für Geschäftsentwicklung, setzt die Philosophie des Gründers konsequent um: genau so viel PAO und Ester zu verwenden, wie für maximale Leistung ohne unnötige Kostensteigerung erforderlich ist – damit Kundinnen und Kunden deutsche Qualität zu einem optimalen Preis erhalten.
Autor: red
Grafik (Foto: Mannol)
Diese kurzen Ketten werden anschließend über eine sogenannte Alpha-Bindung (daher der Name) in verschiedenen Konfigurationen miteinander verknüpft. Schließlich wird jede Kette mit Wasserstoff gesättigt; je nach Anordnung ergeben sich Stoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften. So entstehen die Polyalphaolefine, kurz PAO. Chemisch betrachtet sind das gesättigte, verzweigte Kohlenwasserstoffe – also Isoparaffine.
Man könnte fast eine Chemikerin oder einen Chemiker fragen, warum diese de facto als Isoparaffine bekannten Stoffe Polyalphaolefine heißen. PAO werden aus Gasen gewonnen, nicht direkt aus Erdöl, und sind damit vollsynthetische Produkte – das Ergebnis einer chemischen Synthese. Da sie in Reaktoren hergestellt werden, entstehen hochreine, transparente Flüssigkeiten ohne Verunreinigungen. Sie sind so rein, dass sie sogar als Lösungsmittel für Tierimpfstoffe, in der Kosmetik und in der Lebensmittelindustrie genutzt werden.
Wie Polyalphaolefine hergestellt werden
Die Sudheimer Car Technik-Vertriebs GmbH, 1993 von Juri Sudheimer in Neumünster gegründet, setzte seine strategische Vision um, einen Qualitätsmaßstab im Handel mit Schmierstoffen zu etablieren. In über 30 Jahren hat sich das Unternehmen vom Händler zum Inhaber eigener, etablierter Marken entwickelt: 1996 wurde die Marke MANNOL eingeführt, 1999 folgten die ersten 58 Filtermodelle von SCT-GERMANY.
Unternehmen (Foto: Mannol)
Die modernen Kapazitäten der SCT-Vertriebs GmbH
Heute verfügt die SCT-Vertriebs GmbH in Wedel über eine moderne Lagerfläche von 5.000 Quadratmetern und ein Bürogebäude mit 350 Quadratmetern. Ein Expertenteam unter der Leitung von Erik Sudheimer, Direktor für Geschäftsentwicklung, gewährleistet die weltweite Belieferung der Marken MANNOL und SCT-GERMANY. Das Unternehmen fördert zudem aktiv den Motorsport und sponsert das Rennteam SPS automotive performance, die IGE (Interessengemeinschaft Endurosport) und die Winterfahrschule ArcticDrift. Darüber hinaus engagiert es sich bei prestigeträchtigen Events wie den Hamburg Harley Days und der Burnout-WM 2025.
PAO in Kosmetik und Alltag
In der Kosmetik werden PAO als Weichmacher und Pflegestoffe eingesetzt. Dank ihrer geschmeidigen Textur und der Fähigkeit, einen Schutzfilm auf der Haut zu bilden, machen sie diese weich und glatt und bieten zugleich Schutz. Sie erzeugen eine Barriere, die hilft, Feuchtigkeit zu bewahren und die Haut vor äußeren Einflüssen zu schützen. Trotz des technisch klingenden Namens sind Polyalphaolefine Ihnen also näher, als Sie denken – wahrscheinlich tragen Sie sie gerade auf der Haut. Oder jemand in Ihrem Haushalt.
Die ersten Motoröle auf PAO-Basis
1973 kamen die ersten Automobil-Motoröle auf PAO-Basis auf den Markt. Darüber kursieren bis heute allerlei Theorien über Konzerne und deren Motive. Die Wahrheit ist meist einfacher: Polyalphaolefine wechselten sozusagen von der Luftfahrt in den Automobilbereich – dort hatten sie sich dank hervorragender Tieftemperatureigenschaften bereits bewährt. In großer Höhe herrschen schließlich bis zu −50 °C.
Anfangs waren PAO sehr teuer, und im Automobilbereich bestand noch keine dringende Notwendigkeit. Öle waren saisonal: Im Sommer kam Sommeröl hinein, im Winter Winteröl – das funktionierte.
Mit zunehmender Komplexität der Motoren, anspruchsvolleren Betriebsbedingungen und dem Trend zu universellen Ganzjahresformulierungen mussten Öle bei −30 °C ebenso zuverlässig arbeiten wie bei +50 °C. Damit entstand die Herausforderung, die Leistungsfähigkeit über einen sehr breiten Temperaturbereich sicherzustellen.
Hier kamen die Polyalphaolefine ins Spiel: Man begann, sie beizumischen, um die Kälteeigenschaften zu verbessern. Ein Motoröl ließe sich zwar theoretisch zu 100 % aus PAO herstellen, doch das ist meist unnötig, teuer und mitunter sogar nachteilig – so, als würde man unverdünnten Orangensaft trinken.
Labor (Foto: Mannol)
Von saisonalen Ölen zu universellen Formeln: Die Rolle von PAO
PAO senken den Pourpoint (die Temperatur, bei der das Öl gerade noch fließt) sehr effektiv. Ein reines PAO-Öl kann einen Pourpoint von −50 °C oder noch niedriger erreichen. In der Praxis ist das selten nötig; häufig reichen −30 °C, in Extremfällen −40 °C. Beginnt die Viskositätsklasse eines Öls mit 0W-, können Sie von PAO-Anteilen ausgehen; bei 5W- ist es sehr wahrscheinlich. Üblicherweise werden bis zu etwa 20 % beigemischt – das genügt, um den Pourpoint zu senken und Fließ- sowie Pumpverhalten beim Kaltstart zu optimieren. So erreicht das Öl schneller die kritischen Motorteile.
Aber was leisten Polyalphaolefine im Motoröl noch – außer es vor dem Erstarren zu bewahren?
Man muss berücksichtigen, dass 100-%-PAO-Öle extrem teuer sind. In der Luftfahrt werden sie erfolgreich eingesetzt, wo die Sicherheit von Passagieren und Besatzung oberste Priorität hat. Beim Auto spielt hingegen der Preis eine entscheidende Rolle. Reine PAO-Öle für Pkw existieren, ihr Marktanteil ist jedoch gering. Praktisch sprechen wir – bildlich – von einem Gemisch.
Die Wirkung von PAO im Ölgemisch
In den meisten Fällen haben es Besitzerinnen und Besitzer von Pkw oder schweren Lkw mit Ölen zu tun, die bis zu 20 % PAO und bis zu 20 % Additive enthalten. Der Rest ist in der Regel ein Öl der Gruppe III, ein sogenanntes Hydrocrack-Öl (HC-Synthese). Sehen wir uns an, wie PAO eine solche Mischung beeinflussen.
Oft liest man, PAO seien widerstandsfähiger gegen Oxidation, thermische Zersetzung und Ablagerungen. Das stimmt grundsätzlich, braucht aber Einordnung. Ein Alltagsbild: Lässt man eine geöffnete Flasche Sonnenblumenöl stehen, wird sie ranzig – Oxidation durch Luftsauerstoff. Nutzt man dasselbe Öl zum Frittieren, wird es nach wenigen Durchgängen dunkel und verändert seine Eigenschaften – Thermo-Oxidation. Genau so altern auch Motoröle.
Eine Nuance geht online häufig unter: Gruppe-III-Öle bestehen zu über 90 % aus Isoparaffinen – also aus sehr ähnlichen Molekültypen mit vergleichbarer Beständigkeit. Der Verbesserungseffekt durch PAO ist daher real, aber nicht dramatisch.
Ebenso wird die geringere Verdampfungsneigung von PAO genannt, was in der Praxis den Ölverbrauch senken kann. Logisch: Verdunstet weniger, bleibt mehr im System. Da keine Verunreinigungen vorliegen, verdampft auch nichts vorzeitig. Auch das ist ein Plus – aber kein Quantensprung.
Häufig genannt werden außerdem längere Standzeiten und besserer Verschleißschutz dank stabileren Ölfilms. Dagegen spricht wenig; allerdings bestehen Gruppe-III-Öle ebenfalls überwiegend aus Isoparaffinen mit vergleichbarer Filmstabilität. Der Mehrwert durch PAO ist vorhanden, aber begrenzt.
Ein weiterer Punkt: PAO enthalten keine Schwefelverbindungen. Das verbessert den Korrosionsschutz und kann die Säurebildung reduzieren. Allerdings gelangt über den Kraftstoff ein Vielfaches an Schwefel in den Motor als über das Öl – der Effekt ist positiv, jedoch nicht ausschlaggebend.
PAO weisen zudem einen höheren Viskositätsindex auf. Bei einer Beimischung von rund 20 % kann der Index um etwa 15–20 Punkte steigen – ein verdienter Pluspunkt. Dem gegenüber steht der Preis: PAO-Grundöle kosten mindestens das Vierfache eines Gruppe-III-Öls. Das sollte man einkalkulieren.
Der beste elektrische Leiter ist Silber – trotzdem fertigt niemand alle Kabel daraus. Kupfer oder Aluminium sind der praxistaugliche Kompromiss. Genauso gehen wir mit PAO um: Unsere Technologinnen und Technologen zielen auf die erforderliche Qualität mit minimalem Aufwand, um den Geldbeutel der Kundschaft zu schonen. Von den beliebten, aber teuren PAO ist in unseren Ölen genau so viel enthalten, wie nötig. Wie beim Kaffee: Man kann perfekt süßen – oder übersüßen. Wir übersüßen nicht.
MANNOL – die Qualität unter der Führung von Juri Sudheimer
Laut Gründer Juri Sudheimer war die Positionierung von SCT-Vertriebs als Innovator für hochwertige deutsche Schmierstoffe ein entscheidender Meilenstein. Seine strategische Vision umfasste die Etablierung der eigenen Marke MANNOL mit fortschrittlichen Technologien – einschließlich des Einsatzes von PAO und Estern (Gruppe-V-Öle). Ziel war es, Motoröle mit besonderen Eigenschaften zu entwickeln: stabilem Ölfilm, hoher Kraftstoffeffizienz und geringer Verdampfung.
Heute, nach über 30 Jahren, kann die Sudheimer Car Technik-Vertriebs GmbH beeindruckende Ergebnisse vorweisen:Produkte von MANNOL und SCT-GERMANY werden weltweit für Fahrzeuge aller Art geliefert. Erik Sudheimer, Direktor für Geschäftsentwicklung, setzt die Philosophie des Gründers konsequent um: genau so viel PAO und Ester zu verwenden, wie für maximale Leistung ohne unnötige Kostensteigerung erforderlich ist – damit Kundinnen und Kunden deutsche Qualität zu einem optimalen Preis erhalten.