Mi, 10:19 Uhr
26.11.2025
Thüringer Landesamt für Statistik
Mehr Insolvenzverfahren in den ersten drei Quartalen
Die Thüringer Amtsgerichte entschieden von Januar bis September 2025 über 1 779 Insolvenzverfahren. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 130 Anträge mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum...
Auf Unternehmen entfielen 14,2 Prozent aller Verfahren und auf übrige Schuldner (natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., ehemals selbständig Tätige, private Verbraucher sowie Nachlässe und Gesamtgut) 85,8 Prozent.
Mit 1 650 Verfahren wurden 92,7 Prozent aller beantragten Insolvenzverfahren eröffnet. 119 Verfahren bzw. 6,7 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und 10 Verfahren bzw. 0,6 Prozent endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf 356 Millionen Euro.
Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen lag in den ersten drei Quartalen 2025 mit 253 Verfahren 25,9 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 2 550 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, pro Unternehmen waren somit circa 10 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen beliefen sich auf rund 215 Millionen Euro.
Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 48 Verfahren im Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, mit 38 Verfahren im Bereich Baugewerbe, mit 36 Verfahren im Bereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen und im Bereich Verarbeitendes Gewerbe mit 30 Verfahren.
Nach Betrachtung der Rechtsformen mussten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (142 Anträge) sowie Einzelunternehmen (46 Anträge) am häufigsten Insolvenz anmelden. Bei den übrigen Schuldnern wurden 1 526 Verfahren und damit 78 Verfahren bzw. 5,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum ge- zählt.
65,1 Prozent aller Insolvenzverfahren in den ersten drei Quartalen 2025 betrafen Verbraucher. Es wurden 1 158 Verbraucherinsolvenzverfahren beantragt, 9,7 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen im Rahmen aller beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren bezifferten die Gerichte auf 67,2 Millionen Euro. Durchschnittlich waren das pro Verbraucherinsolvenzverfahren 58 054 Euro (Median: 32 776 Euro).
Autor: redAuf Unternehmen entfielen 14,2 Prozent aller Verfahren und auf übrige Schuldner (natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., ehemals selbständig Tätige, private Verbraucher sowie Nachlässe und Gesamtgut) 85,8 Prozent.
Mit 1 650 Verfahren wurden 92,7 Prozent aller beantragten Insolvenzverfahren eröffnet. 119 Verfahren bzw. 6,7 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und 10 Verfahren bzw. 0,6 Prozent endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf 356 Millionen Euro.
Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen lag in den ersten drei Quartalen 2025 mit 253 Verfahren 25,9 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 2 550 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, pro Unternehmen waren somit circa 10 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen beliefen sich auf rund 215 Millionen Euro.
Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 48 Verfahren im Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, mit 38 Verfahren im Bereich Baugewerbe, mit 36 Verfahren im Bereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen und im Bereich Verarbeitendes Gewerbe mit 30 Verfahren.
Nach Betrachtung der Rechtsformen mussten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (142 Anträge) sowie Einzelunternehmen (46 Anträge) am häufigsten Insolvenz anmelden. Bei den übrigen Schuldnern wurden 1 526 Verfahren und damit 78 Verfahren bzw. 5,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum ge- zählt.
65,1 Prozent aller Insolvenzverfahren in den ersten drei Quartalen 2025 betrafen Verbraucher. Es wurden 1 158 Verbraucherinsolvenzverfahren beantragt, 9,7 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen im Rahmen aller beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren bezifferten die Gerichte auf 67,2 Millionen Euro. Durchschnittlich waren das pro Verbraucherinsolvenzverfahren 58 054 Euro (Median: 32 776 Euro).
