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Fr, 09:34 Uhr
28.11.2025
ifo

Verschärfung beim Bürgergeld

Die Bevölkerung in Deutschland befürwortet eine Bürgergeld-Reform mit höheren Leistungskürzungen, sollten Bezieher ihre Pflichten verletzen. Das geht aus einer Studie des ifo Instituts hervor...

„Die Befragten halten Leistungskürzungen in Höhe von durchschnittlich 30 Prozent für sinnvoll. Das entspricht in etwa dem, was die Bundesregierung an Verschärfungen plant“, sagt Sarah Necker, Leiterin des Ludwig Erhard ifo Zentrums für Soziale Marktwirtschaft in Fürth. „Gleichzeitig wünschen sich viele bessere Hinzuverdienstmöglichkeiten, wenn Bedürftige eine Arbeit aufnehmen.“

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Zusätzlich verdientes Einkommen soll nur zu 60 Prozent vom Bürgergeld abgezogen werden, wünschen sich die Befragten. Das heißt: Von jedem zusätzlich verdienten Euro oberhalb der Freibetragsgrenze blieben den Arbeitnehmern 40 Cent netto. Bisher können bis zu 100 Prozent angerechnet werden. Haushalten mit Kindern sind bessere Hinzuverdienstregelungen besonders wichtig. Große Zustimmung erntet auch der Vorschlag, das Bürgergeld mit anderen Sozialleistungen wie Wohngeld oder Kinderzuschlag zusammenzulegen.

„Wir sehen, dass die Bevölkerung in Deutschland das Prinzip von Fordern und Fördern verinnerlicht hat“, sagt Andreas Peichl, Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen. „Mit den geplanten Verschärfungen geht die Bundesregierung bereits in Richtung Fordern. Nun müsste sie noch beim Fördern nachlegen, indem eigene Arbeit über bessere Hinzuverdienstregeln attraktiver gemacht wird.“

Die Studie untersucht, wie die Bevölkerung zu verschiedenen Reformoptionen des Bürgergeldes steht: dem verbleibenden Zuverdienst bei Arbeitsaufnahme, der Berücksichtigung von Kindern, unterschiedlichen Schonvermögen, dem Ausmaß von Leistungskürzungen bei Pflichtverletzungen sowie einer möglichen Zusammenlegung mit anderen Sozialleistungen. Die Umfrage wurde abgeschlossen, bevor die neue schwarz-rote Bundesregierung ihr Reformvorhaben zum Bürgergeld angekündigt hat. Insgesamt haben 5.500 Personen teilgenommen, die repräsentativ für die deutsche Bevölkerung sind.
Autor: red

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Kommentare
emmerssen
28.11.2025, 10:03 Uhr
Bürgergeld einfach so?
Allen Leuten das sogenannte Bürgergeld rüber zu schieben ohne Gegenleistung ist ein Hohn für alle die jeden Tag zur Arbeit gehen. Und viele gehen sogar für den Mindestlohn jeden Tag los. Klar gibt es auch Menschen die nicht mehr arbeiten können und froh sind über das Bürgergeld. Aber hier muss eindeutig unterscheiden werden. Wer kann nicht arbeiten und wer will nicht arbeiten. Gemeinnützige Tätigkeiten gibt es in Hülle und Fülle. Ebenso Sanktionsmöglichkeiten für Drückeberger. Leider wird bei uns mit viel Bürokratie die Faulheit in diesem Bereich noch gefördert und ich habe wenig Hoffnung das sich da in Zukunft etwas ändert.
Gehard Gösebrecht
28.11.2025, 13:28 Uhr
Das zum Thema
"Ich habe Arbeit und "muss" jeden Tag malochen und ziehe Euch Faulenzer mit durch!"
Haben wir es jetzt hinter uns lieber emmerssen?
Einfach kündigen/ lassen, und schon ist das Thema gegessen.
emmerssen
29.11.2025, 08:32 Uhr
Danke @G Gösebrecht
Erstens ist mein Kommentar so nicht gemeint. Jede Gemeinde,jede Stadt ist kaum noch in der Lage ihre Pflicht Aufgaben zu erfüllen. Die 1 € Leute damals waren eine große Hilfe.
Und zweitens hat sich unser Staat für alle die in den letzten 5 Jahren vor der Rente arbeitslos oder länger krank sind etwas ganz tolles ausgedacht. Dann zählen diese Jahre nicht mehr als Beitragsjahre für die Rente und werden mit Abzügen bedacht genau so als wenn man früher in Rente gegangen wäre. Googlen Sie doch einfach mal die Redensart: stempeln gehen. Vielleicht kommt dann eine Erkenntnis.
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