Di, 13:09 Uhr
13.01.2026
Waldzustandsbericht 2025
Thüringens Wälder atmen auf, bleiben aber geschwächt
Thüringens Wälder zeigen erste Zeichen der Erholung, nachdem sie in den letzten Jahren unter extremen Wetterbedingungen wie Hitze, Dürre und Schädlingsbefall stark gelitten haben, so die Bilanz des Waldzustandberichtes für 2025...
Die Schäden, die seit 2018 durch diese extremen Wetterbedingungen entstanden sind, sind deutlich zurückgegangen und es ist insgesamt eine Steigerung der Vitalität zu beobachten.
Besonders in den Fichtenbeständen, die unter einem massiven Borkenkäferbefall litten, hat sich die Dynamik der Schädigungen erheblich verlangsamt.
Ursachen der positiven Entwicklung
Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis insbesondere der waldfreundlichen Witterungsbedingungen des Jahres 2024 sowie der gezielten Sanierungsmaßnahmen der Waldbesitzer und Forstleute. Besonders in Gebieten, in denen stark geschädigte Bäume abgestorben sind oder im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen entnommen wurden, zeigt sich nun eine junge, vitalere und artenreichere Waldgeneration mit höherem Laubbaumanteil. Thüringens Wälder sind insgesamt vielfältiger, gemischter und naturnäher geworden.
Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die Lage angespannt: Die Herausforderungen des Klimawandels, wie wiederkehrende Trockenperioden und damit einhergehende Schädlingsbefälle, stellen nach wie vor eine große Belastung für den Wald dar. Viele Einzelbäume sind weiterhin sowohl im Kronenraum als auch im Wurzelsystem von den Dürrejahren geschädigt und haben eine herabgesetzte Widerstandskraft.
Es ist ermutigend, dass sich die Vitalität unserer Wälder stabilisiert, doch der Wald von heute steht weiterhin vor vielen Herausforderungen. Der Wald von morgen wird vielfältiger, gemischter und widerstandsfähiger sein. Dazu müssen wir den Umbau des Waldes mit großem Engagement weiterverfolgen, so Forstminister Tilo Kummer.
Staatliche Unterstützung beim Waldumbau
Gemäß des Regierungsvertrags 2024-2029 ist die Erhaltung und der Umbau unserer Wälder eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es besteht das Ziel, die Forstwirtschaft zukunftsorientiert aufzustellen, indem der Waldumbau begleitet und die Waldbesitzenden beraten und unterstützt werden. Zudem wird auf die Stärkung der Landesforstanstalt als Kompetenzzentrum für den Waldumbau in Thüringen gesetzt.
Ein zentrales Umsetzungsinstrument, um den Waldumbau voranzutreiben, sind die forstlichen Förderprogramme, die mit Beginn der Kalamität stark ausgebaut wurden. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die durch den Gesetzgeber 2020 beschlossene Sonderzuführung an die Landesforstanstalt für den Waldumbau und die Wiederbewaldung. Bis 2036 stehen hierbei 176 Millionen Euro für Forschungsaktivitäten, besitzübergreifende konzeptionelle Planungen sowie die Steuerung und fachliche Begleitung des Waldumbaus zur Verfügung.
Trotz der positiven Entwicklungen müssen wir die bestehenden Risiken weiterhin im Blick behalten. Der Waldumbau bleibt deshalb eine der größten Herausforderungen, um den Wald auf die klimatischen Veränderungen vorzubereiten. ThüringenForst ist hier ein kompetenter Ansprechpartner für alle Waldbesitzer, betont Corinna Geißler, Vorstand von ThüringenForst.
Die Waldzustandserhebung 2025 basiert auf einer flächenrepräsentativen Stichprobe von 7.560 Bäumen, die in allen 24 Thüringer Forstämtern begutachtet wurden. Dabei wurde die Vitalität der Bäume anhand der Kronenverlichtung, also des Verlustes von Nadel- bzw. Blattmasse, bewertet. Die Ergebnisse wurden im Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha zusammengetragen und ausgewertet.
Der Waldzustandsbericht kann auch online abgerufen werden.
Kiefer: Der Anteil gesunder Kiefern blieb mit rund 12 % unverändert. 39 % der Kiefernbestände zeigen leichte Vitalitätsverluste und rund die Hälfte der Kiefernflächen (49 %) weist deutliche Schäden auf.
Buche: Trockenheit, Hitze, intensive Sonneneinstrahlung sowie Schäden durch pathogene Pilze und andere Schadorganismen haben seit 2018 auch bei der Buche zu erheblichen Vitalitätseinbußen geführt. Die Daten der diesjährigen Waldzustandserhebung zeigen jedoch, dass sich der Zustand der Buche insgesamt leicht verbessert hat. Der Anteil der Buchen mit deutlichen Vitalitätsverlusten ging von 58 % auf 45 % zurück. Der Anteil gesunder Buchen stieg leicht von 12 % auf 14 %.
Eiche: Der Anteil der Eichen mit deutlichen Vitalitätsverlusten hat sich von 79 % auf 68 % reduziert, obwohl der geschädigte Flächenanteil weiterhin der höchste unter den Baumarten bleibt. Der Anteil gesunder Eichen blieb mit 7 % unverändert.
Autor: redDie Schäden, die seit 2018 durch diese extremen Wetterbedingungen entstanden sind, sind deutlich zurückgegangen und es ist insgesamt eine Steigerung der Vitalität zu beobachten.
Besonders in den Fichtenbeständen, die unter einem massiven Borkenkäferbefall litten, hat sich die Dynamik der Schädigungen erheblich verlangsamt.
- 2025 fielen bis Ende September nur noch 438.000 Festmeter Fichtenschadholz an (2024: über drei Millionen Festmeter)
- die mittlere Kronenverlichtung der Waldbäume sank von 30 Prozent im Jahr 2024 auf 27 Prozent im Jahr 2025 (Rückgang bei der Fichte sogar um 6 %)
- 22 Prozent der Waldflächen sind als gesund eingestuft (2024: 19 %)
- 37 Prozent der Waldflächen weisen leichte Vitalitätsverluste auf (2024: 33 Prozent)
- deutliche Vitalitätsverluste treten auf 41 Prozent der Waldflächen auf (2024: 48 Prozent)
Ursachen der positiven Entwicklung
Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis insbesondere der waldfreundlichen Witterungsbedingungen des Jahres 2024 sowie der gezielten Sanierungsmaßnahmen der Waldbesitzer und Forstleute. Besonders in Gebieten, in denen stark geschädigte Bäume abgestorben sind oder im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen entnommen wurden, zeigt sich nun eine junge, vitalere und artenreichere Waldgeneration mit höherem Laubbaumanteil. Thüringens Wälder sind insgesamt vielfältiger, gemischter und naturnäher geworden.
Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die Lage angespannt: Die Herausforderungen des Klimawandels, wie wiederkehrende Trockenperioden und damit einhergehende Schädlingsbefälle, stellen nach wie vor eine große Belastung für den Wald dar. Viele Einzelbäume sind weiterhin sowohl im Kronenraum als auch im Wurzelsystem von den Dürrejahren geschädigt und haben eine herabgesetzte Widerstandskraft.
Es ist ermutigend, dass sich die Vitalität unserer Wälder stabilisiert, doch der Wald von heute steht weiterhin vor vielen Herausforderungen. Der Wald von morgen wird vielfältiger, gemischter und widerstandsfähiger sein. Dazu müssen wir den Umbau des Waldes mit großem Engagement weiterverfolgen, so Forstminister Tilo Kummer.
Staatliche Unterstützung beim Waldumbau
Gemäß des Regierungsvertrags 2024-2029 ist die Erhaltung und der Umbau unserer Wälder eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es besteht das Ziel, die Forstwirtschaft zukunftsorientiert aufzustellen, indem der Waldumbau begleitet und die Waldbesitzenden beraten und unterstützt werden. Zudem wird auf die Stärkung der Landesforstanstalt als Kompetenzzentrum für den Waldumbau in Thüringen gesetzt.
Ein zentrales Umsetzungsinstrument, um den Waldumbau voranzutreiben, sind die forstlichen Förderprogramme, die mit Beginn der Kalamität stark ausgebaut wurden. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die durch den Gesetzgeber 2020 beschlossene Sonderzuführung an die Landesforstanstalt für den Waldumbau und die Wiederbewaldung. Bis 2036 stehen hierbei 176 Millionen Euro für Forschungsaktivitäten, besitzübergreifende konzeptionelle Planungen sowie die Steuerung und fachliche Begleitung des Waldumbaus zur Verfügung.
Trotz der positiven Entwicklungen müssen wir die bestehenden Risiken weiterhin im Blick behalten. Der Waldumbau bleibt deshalb eine der größten Herausforderungen, um den Wald auf die klimatischen Veränderungen vorzubereiten. ThüringenForst ist hier ein kompetenter Ansprechpartner für alle Waldbesitzer, betont Corinna Geißler, Vorstand von ThüringenForst.
Die Waldzustandserhebung 2025 basiert auf einer flächenrepräsentativen Stichprobe von 7.560 Bäumen, die in allen 24 Thüringer Forstämtern begutachtet wurden. Dabei wurde die Vitalität der Bäume anhand der Kronenverlichtung, also des Verlustes von Nadel- bzw. Blattmasse, bewertet. Die Ergebnisse wurden im Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha zusammengetragen und ausgewertet.
Der Waldzustandsbericht kann auch online abgerufen werden.
Zustand der wichtigsten Baumarten
Fichte: Von den rund 3.600 Fichten, die bei der Waldzustandserhebung (WZE) des Jahres 2017 erfasst wurden, stehen nur noch etwas mehr als ein Drittel (35 %) lebend im Wald. Die übrigen Fichten sind entweder abgestorben oder wurden im Zuge des Waldschutzes aus dem Wald entnommen. Der Flächenanteil der Fichten mit deutlichen Vitalitätsverlusten ist von 41 % im Vorjahr auf 28 % zurückgegangen. Der Anteil gesunder Fichten stieg von 27 % auf 34 %.Kiefer: Der Anteil gesunder Kiefern blieb mit rund 12 % unverändert. 39 % der Kiefernbestände zeigen leichte Vitalitätsverluste und rund die Hälfte der Kiefernflächen (49 %) weist deutliche Schäden auf.
Buche: Trockenheit, Hitze, intensive Sonneneinstrahlung sowie Schäden durch pathogene Pilze und andere Schadorganismen haben seit 2018 auch bei der Buche zu erheblichen Vitalitätseinbußen geführt. Die Daten der diesjährigen Waldzustandserhebung zeigen jedoch, dass sich der Zustand der Buche insgesamt leicht verbessert hat. Der Anteil der Buchen mit deutlichen Vitalitätsverlusten ging von 58 % auf 45 % zurück. Der Anteil gesunder Buchen stieg leicht von 12 % auf 14 %.
Eiche: Der Anteil der Eichen mit deutlichen Vitalitätsverlusten hat sich von 79 % auf 68 % reduziert, obwohl der geschädigte Flächenanteil weiterhin der höchste unter den Baumarten bleibt. Der Anteil gesunder Eichen blieb mit 7 % unverändert.

