So, 13:05 Uhr
18.01.2026
Anteil ausländischer Auszubildender steigt deutlich
Ausbildungsmarkt bleibt stabil
Die Ausbildungssituation in Thüringen zeigt sich auch im Jahr 2025 insgesamt stabil. Mit knapp 3.300 neu eingetragenen Ausbildungsverträgen liegt das Ergebnis nur leicht unter dem Vorjahr, teilt die Industrie- und Handelskammer mit...
Ausschlaggebend für die insgesamt stabile Entwicklung ist vor allem der deutlich gestiegene Anteil ausländischer Jugendlicher in der dualen Ausbildung.
In der Gesamtbetrachtung bleibt der Ausbildungsmarkt auf einem konstanten Niveau. Die leichten Veränderungen entsprechen normalen konjunkturellen Schwankungen, ordnet Dr. Cornelia Haase-Lerch, Hauptgeschäftsführerin der IHK Erfurt, die aktuellen Zahlen ein. Ein grundlegender oder struktureller Wandel auf dem Ausbildungsmarkt ist daraus nicht abzuleiten. Im Fünfjahresvergleich liegt die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sogar rund drei Prozent über dem Durchschnitt.
Besonders auffällig ist der weiter steigende Anteil ausländischer Jugendlicher in der dualen Ausbildung: Im Jahr 2025 wurden 555 neue Ausbildungsverträge mit Jugendlichen ausländischer Staatsangehörigkeit abgeschlossen. Das sind rund 120 Verträge mehr als im Vorjahr und entspricht einem Zuwachs von 17 Prozent. Damit hat mittlerweile etwa jede sechste Person, die 2025 eine duale Ausbildung begonnen hat, eine ausländische Nationalität.
Zum Vergleich: Im Jahr 2018 lag dieser Anteil noch bei 5,5 Prozent – also bei etwa jedem 18. Ausbildungsvertrag. Der wachsende Anteil ausländischer Jugendlicher trägt wesentlich dazu bei, dass die Ausbildungszahlen insgesamt stabil bleiben, so die IHK-Hauptgeschäftsführerin. Die gezielte Gewinnung und Begleitung junger Menschen aus dem Ausland gewinnt damit weiter an Bedeutung für die langfristige Fachkräftesicherung der regionalen Wirtschaft.
Daran zeigt sich, dass die Betriebe im Kammerbezirk der IHK Erfurt ausländischen Auszubildenden weltoffen gegenüberstehen. Viele Ausbildungsbetriebe engagieren sich aktiv bei der betrieblichen Integration, engen Begleitung während der Ausbildung sowie der langfristigen Bindung des Fachkräftenachwuchses – auch wenn dies in der Praxis mit zusätzlichen Herausforderungen verbunden ist, etwa bei Sprache, Wohnraumsuche, Unterstützung bei Behördengängen und sonstigen erhöhten bürokratischen Anforderungen.
Damit dieses Engagement nachhaltig Wirkung entfalten kann, fordert die IHK Erfurt bessere Rahmenbedingungen bei der Anwerbung, Zuwanderung und Integration von ausländischen Jugendlichen. Dazu gehören die Unterstützung unternehmensnaher Anwerbeprogramme, die Beschleunigung von Migrationsverfahren, der Ausbau ausbildungsbegleitender berufsbezogener Sprachkurse und Qualifizierungsangebote sowie ein konsequenter Abbau bestehender bürokratischer Hemmnisse. Zudem sollten bestehende Anwerbe- und Integrationsstrukturen stärker gebündelt und auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Nur durch zielgerichtete und enge Begleitstrukturen können Jugendliche – ganz gleich welcher Herkunft – dauerhaft als Fachkräftenachwuchs gewonnen und in der Region gebunden werden.
Die Auswertung basiert auf dem Stand der Neueintragungen zum 14. Januar 2026. Insgesamt wurden 3.282 neue Ausbildungsverträge registriert, davon 3.155 betriebliche Verträge. Gegenüber dem Vorjahr (3.333 Neuverträge) entspricht dies einem leichten Rückgang von rund 1,5 Prozent.
Autor: redAusschlaggebend für die insgesamt stabile Entwicklung ist vor allem der deutlich gestiegene Anteil ausländischer Jugendlicher in der dualen Ausbildung.
In der Gesamtbetrachtung bleibt der Ausbildungsmarkt auf einem konstanten Niveau. Die leichten Veränderungen entsprechen normalen konjunkturellen Schwankungen, ordnet Dr. Cornelia Haase-Lerch, Hauptgeschäftsführerin der IHK Erfurt, die aktuellen Zahlen ein. Ein grundlegender oder struktureller Wandel auf dem Ausbildungsmarkt ist daraus nicht abzuleiten. Im Fünfjahresvergleich liegt die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sogar rund drei Prozent über dem Durchschnitt.
Besonders auffällig ist der weiter steigende Anteil ausländischer Jugendlicher in der dualen Ausbildung: Im Jahr 2025 wurden 555 neue Ausbildungsverträge mit Jugendlichen ausländischer Staatsangehörigkeit abgeschlossen. Das sind rund 120 Verträge mehr als im Vorjahr und entspricht einem Zuwachs von 17 Prozent. Damit hat mittlerweile etwa jede sechste Person, die 2025 eine duale Ausbildung begonnen hat, eine ausländische Nationalität.
Zum Vergleich: Im Jahr 2018 lag dieser Anteil noch bei 5,5 Prozent – also bei etwa jedem 18. Ausbildungsvertrag. Der wachsende Anteil ausländischer Jugendlicher trägt wesentlich dazu bei, dass die Ausbildungszahlen insgesamt stabil bleiben, so die IHK-Hauptgeschäftsführerin. Die gezielte Gewinnung und Begleitung junger Menschen aus dem Ausland gewinnt damit weiter an Bedeutung für die langfristige Fachkräftesicherung der regionalen Wirtschaft.
Daran zeigt sich, dass die Betriebe im Kammerbezirk der IHK Erfurt ausländischen Auszubildenden weltoffen gegenüberstehen. Viele Ausbildungsbetriebe engagieren sich aktiv bei der betrieblichen Integration, engen Begleitung während der Ausbildung sowie der langfristigen Bindung des Fachkräftenachwuchses – auch wenn dies in der Praxis mit zusätzlichen Herausforderungen verbunden ist, etwa bei Sprache, Wohnraumsuche, Unterstützung bei Behördengängen und sonstigen erhöhten bürokratischen Anforderungen.
Damit dieses Engagement nachhaltig Wirkung entfalten kann, fordert die IHK Erfurt bessere Rahmenbedingungen bei der Anwerbung, Zuwanderung und Integration von ausländischen Jugendlichen. Dazu gehören die Unterstützung unternehmensnaher Anwerbeprogramme, die Beschleunigung von Migrationsverfahren, der Ausbau ausbildungsbegleitender berufsbezogener Sprachkurse und Qualifizierungsangebote sowie ein konsequenter Abbau bestehender bürokratischer Hemmnisse. Zudem sollten bestehende Anwerbe- und Integrationsstrukturen stärker gebündelt und auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Nur durch zielgerichtete und enge Begleitstrukturen können Jugendliche – ganz gleich welcher Herkunft – dauerhaft als Fachkräftenachwuchs gewonnen und in der Region gebunden werden.
Die Auswertung basiert auf dem Stand der Neueintragungen zum 14. Januar 2026. Insgesamt wurden 3.282 neue Ausbildungsverträge registriert, davon 3.155 betriebliche Verträge. Gegenüber dem Vorjahr (3.333 Neuverträge) entspricht dies einem leichten Rückgang von rund 1,5 Prozent.