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Mi, 09:49 Uhr
11.02.2026
Vortrag von Manfred Kuksch

Ehemalige Gastronomie in Sondershausen

Zum Treffen der WB 4 Seniorengruppe in Sondershausen war Manfred Kuksch ins Handwerkerstübchen eingeladen. Er sprach über ehemalige Gaststätten und Kneipen in Sondershausen. Die nnz erreichte dazu ein Bericht von Thomas Leipold...

Manfred Kuksch berichtete über die frühere Gaststättenlandschaft in Sondershausen. (Foto: Thomas Leipoldt) Manfred Kuksch berichtete über die frühere Gaststättenlandschaft in Sondershausen. (Foto: Thomas Leipoldt)
Einige ehemalige Gaststätten, Treffpunkte kennt jeder aus der Gruppe noch aus eigenem Erleben, Feiern und mehr. Das waren Orte der Begegnung, sozialen Beisammenseins, Geselligkeit, Feiern, Karneval/Fasching und anderer Veranstaltungen oder eben bloß in Ruhe ein Feierabend-Bier genießen. Persönliche Erinnerungen an den ersten Tanz mit der Geliebten im “Treffpunkt“ (Glasdiele) oder in der „Wipperperle“, den „Drei Linden“, Cafe Schwarzburg (später Cafe Pille), Cafe Frohberg (später Stadtcafe), „Stille Liebe“ (der Name deutet schon einiges an) und vielen anderen Orten wurden bei allen Teilnehmern der Gruppe wach.

Dass es über 60 Stück waren versetzte uns dann doch in Staunen. Die ersten bildlichen Darstellungen stammen von gezeichneten Postkarten, später dann auch von Fotografien. Solche Karten mit Grüßen waren natürlich auch gleichzeitig immer eine Werbung für diese gastronomische Einrichtung und deren Betreiber. Sie sollten auch Zeugnis sein davon, was in der recht kleinen Stadt Sondershausen und dem hiesigen damaligen Fürstentum Schwarzburg Sondershausen doch so alles los ist und geboten wird.

Zu DDR-Zeiten wohnten in Sondershausen etwa 24.600 Menschen, nach der Wiedervereinigung 1990 und dem Sterben der Betriebe sank diese Zahl auf etwa 17.000. Durch Eingemeindungen sind es derzeit etwa 21.500 Menschen. Der Bevölkerungsschwund nach der Wende erklärt sich unter anderem mit dem Wegzug um wieder Arbeit zu bekommen oder wegen Familie.

Damit einhergehend setzte dann auch das „Kneipen-Sterben“ ein, meistens weil kein ausreichender Umsatz mehr zu erzielen war um die Kosten zu decken, aber auch aus anderen Gründen.

Am 17.2. treffen sich die Teilnehmer vom WB 4 dann zu ihrer Faschingsveranstaltung.
Thomas Leipold
Autor: red

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