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Di, 13:26 Uhr
03.03.2026
Ergebnislose dritte Verhandlungsrunde

Keine Einigung im öffentlichen Nahverkehr

Die dritte Verhandlungsrunde im Tarifstreit des kommunalen Nahverkehrs wurde heute wieder ergebnislos beendet. Arbeitgeber und Gewerkschaft konnten sich trotz neuem Angebot der Arbeitgeber nicht einigen, teilte der kommunale Arbeitgeberverband Thüringen am Dienstag mit...

Am Dienstag fand die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die unter den Spartentarifvertrag Nahverkehr Thüringen (TV-N Thüringen) fallenden Beschäftigten statt. Trotz eines neuen Arbeitgeberangebots zur Beilegung des Tarifstreits konnte keine Einigung erzielt werden.

Die Arbeitgeberseite hat auch in der dritten Tarifrunde nochmals deutlich gemacht, dass die von der Gewerkschaft Verdi geforderte 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich die Leistungsfähigkeit der Nahverkehrsunternehmen überfordert und das Leistungsangebot sowie Arbeitsplätze gefährdet.

Im Vergleich zu der Arbeitszeit im Bereich des TVöD mit 39 Wochenstunden und den im TV-N Thüringen zur Reduzierung des Arbeitsvolumens bereits existierenden Entlastungstagen sei eine solche Arbeitszeitreduzierung - insbesondere wegen der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – völlig inakzeptabel, heißt es in der Mitteilung.
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Um weitere Entlastungen des Fahrpersonals zu erreichen, verbesserte die Arbeitgeberseite ihre bereits in der ersten Verhandlungsrunde angebotene Entgelterhöhung und akzeptierte die von Verdi geforderte Regelung zur Ruhezeit.

Darüber hinaus erklärten sich die Arbeitgeber bereit, die maximale Schichtlänge von bisher 14 Stunden auf 12,5 Stunden zu reduzieren, eine tarifliche Regelung zur Flexibilisierung der Arbeitszeit zu vereinbaren und tarifvertraglich einen Anspruch zu generieren, die Arbeitszeit den persönlichen Bedürfnissen anzupassen. Dies hat die Gewerkschaft Verdi ohne Sachargumente abgelehnt und ihre Forderung nach einer Arbeitszeitreduzierung auf eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich aufrechterhalten.

Der TV-N Thüringen beinhaltet bereits jetzt neben einer 38-Stunden-Woche weitere attraktive Arbeitsbedingungen, wie u.a. 30 Urlaubstage, Zusatzurlaub für Schicht- und Wechselschicht, Zuschläge für Überstunden, Nacht-, Samstags-, Sonntags- sowie Feiertagsarbeit, zusätzliche Vergütung für geteilte Dienste, Krankengeldzuschusszahlungen, die Zahlung eines Jahresbonus sowie Entlastungstage vor.

Ein Bus- und Straßenbahnfahrer verdient ohne Zuschläge nach neunjähriger Betriebszugehörigkeit monatlich 3.695,83 Euro. Die Verhandlungen wurden ergebnislos abgebrochen.

Termin zur Fortsetzung der Verhandlungen ist der 18. März 2026.

Der Kommunale Arbeitgeberverband Thüringen e. V. (KAV Thüringen e. V.) ist der tarifpolitische und arbeitsrechtliche Landesverband der kommunalen Gebietskörperschaften und Betriebe im Freistaat Thüringen. Er schließt landesbezirkliche Tarifverträge ab und vertritt rund 550 kommunale Arbeitgeber mit ca. 60.000 Beschäftigten.
Autor: ssc

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