eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Sa, 10:02 Uhr
21.03.2026
ThüringenForst

Kein Kavaliersdelikt: Grünschnittentsorgung im Wald

Im Frühjahr nimmt die illegale Entsorgung von Grünabfällen aus Garten, Balkon oder Wohnung im Wald zu. Nicht nur schlecht für das heimische Ökosystem, auch Waldbesucher können gesundheitliche Schäden erfahren, mahnt der ThüringenForst...

Mit Beginn des Frühjahres nimmt die illegale Entsorgung von Grünabfällen im Wald wieder zu. Insbesondere Herbstlaub, alter Rasenschnitt oder frische Strauchabfälle landen dann im Wald. Oft genug findet sich auch Erd- und Pflanzmaterial aus Blumentöpfen oder auch Wohnungspflanzen. Nicht selten handelt es sich um gebietsfremde Arten aus fernen Ländern, die im Baumarkt oder der Gärtnerei gekauft wurden. Im Wald verbreitet sich diese exotische Flora über Knollen, Stengel- oder Wurzelstücke und gefährdet das sensible heimische Ökosystem.

Dies führt, neben dem ökologischen Schaden, auch zu wirtschaftlichen Schäden für den Flächeneigentümer. Selbst die Gesundheit der Waldbesuchenden kann gefährdet sein: Nach Hautkontakt mit dem Saft des giftigen kaukasischen Riesenbärenklaus kann es zu Hautreizungen bis hin zu Kreislaufbeschwerden kommen. Das Thüringer Waldgesetz ahndet diese illegalen Entsorgungspraktiken mit Bußgeldern bis zu 12.500 €. Darauf macht die ThüringenForst-AöR zu Beginn der Frühjahrssaison 2026 aufmerksam.

Müll im Wald schadet allen (Foto: ThüringenForst) Müll im Wald schadet allen (Foto: ThüringenForst)

Wald ist ein sensibler Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere
Wegen seiner Naturnähe und seiner räumlichen wie strukturellen Ausdehnung ist der Wald ein bedeutender, zugleich auch sensibler Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. In Thüringens Wäldern kommen geschätzt 2.700 Arten an Farn- und Blütenpflanzen, zusätzlich etwa 800 Moosarten, 3.000 Großpilzarten und über 10.000 Tierarten vor – Tendenz steigend.

Immer mehr ist Wald auch Ersatzlebensraum und Rückzugsgebiet für Offenland-Arten, deren ursprüngliche Lebensräume heute zerstört sind oder intensiv landwirtschaftlich genutzt werden. Zur Bedrohung für den Wald werden eingeschleppte gebietsfremde Arten, wenn sie sich dort stark vermehren, heimische Arten verdrängen und negative Auswirkungen zeigen – etwa durch Veränderung des Nährstoffhaushaltes des Waldbodens. Auch verdrängen Riesenbärenklau, Asiatisches Springkraut und Sachalin-Knöterich örtlich die Naturverjüngung heimischer Baumarten.

Illegale Ablagerungen oft in stadtnahen Wäldern
Neben dem obligatorischen Rasenschnitt finden sich regelmäßig Kirschlorbeer, Bambussorten oder auch Kronenschnitt etwa von Kiri- und Götterbaum in den illegalen Grünschnittablagerungen. Oft genug in Stadtnähe, an Waldrändern, Einmündungen von Forstwegen oder Waldparkplätzen. Speziell der Chinesische Götterbaum lässt sich in der Natur, wenn überhaupt, nur aufwendig und teuer bekämpfen.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
undCO
21.03.2026, 10:18 Uhr
Da muss man nicht bis in den Wald
....an allen Wegen in der Nähe des Baugebietes Nordhausen Ost in Richtung Windlücke befinden sich illegale "Komposter". Alles was man an Grünzeug incl Holzkohle nicht selber an den richtigen Stellen des Bauhofes wahrscheinlich aus Faulheit bringt, landet bei den Herrschaften direkt an den Wegen bzw den Ackerflächen. Schöne Häuser, gepflegte Gärten, bedeuten auch, innen Hui aussen pfui. Hier ist die Stadt gefragt um die Sünder ausfindig zu machen.
Chicago
21.03.2026, 12:59 Uhr
@undCO
Und Sie wissen aus sicherer Quelle, das diese wilden Entsorgungen von den Anliegern stammen? Wenn ich dort lang gehe oder mit dem Rad unterwegs bin, stehen da oft Autos am Wegrand mit offener Kofferklappe.
DonaldT
21.03.2026, 14:24 Uhr
Grünschnittentsorgung
Es gibt leider keine Möglichkeit Kleinmengen "offiziell" zu entsorgen.

Rethmann in Ringleben verlangt pauschal 12,50€ (gilt für die Menge von 200Kg), auch wenn es nur 10 - 20 Kilo sind.

Warum gibt es da keinen geruingeren preis für Kleinmengen?

Dies entschuldigt natürlich nicht die illegale Entsorgung in Feld, Flur oder Wald.
copper
21.03.2026, 15:49 Uhr
Kleinmengen ?
für Donald T ,

es gibt doch wohl die Grüne-Mulltonne !

MfG copper
undCO
21.03.2026, 18:03 Uhr
Aber natürlich
@Chicago. Einfach Augen und Ohren offen halten, sich auf die Lauer legen und den Täter auf frischer Tat ertappen. Einfach mal die Baumschnitte und den Abfall mit deren Lage vergleichen und schon hat Mann bzw Frau den Täter.
Flitzpiepe
21.03.2026, 19:53 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)