Do, 08:16 Uhr
26.03.2026
nnz-Forum
Der Frühling grüßt, überall blühts
An einem schönen Mittwochmorgen fahren wir nach Questenberg im Südharz. Schon öfter waren wir hier und haben die Queste oben auf dem Berg bestaunt. Doch diesmal führen uns Ursula und Ingo Küchler andere Wege. Die Tour um die Gemeinde Questenberg begann auf dem Wanderparkplatz am Ortseingang von Agnesdorf herkommend.
Durch den Helga-Schröder-Wald begannen wir unsere Tour, zunächst westwärts. Einen ersten Stopp machen wir am Roten Stein, der eine alte Gemeindegrenze markiert. Eine zweite Pause gibt es an der Schönen Aussicht, die wir genießen. Nun gehen wir hinunter in den Ort. Dabei können wir die Queste von der Straße aus bewundern. Wie immer grüßt sie von hoch oben auf ihrem Berg.
Die alte Kirche und der hölzerne Roland stehen an den gewohnten Stellen. Nicht weit davon befindet sich die Gaststätte Zur Queste. Die Wirtin heißt uns herzlich willkommen. Wie jedes Mal bei unseren Wanderungen um Questenberg, hat sie uns auch dieses Mal (wir waren fast 40 hungrige Mäuler) gut bewirtet. Egal ob Bratkartoffeln mit Sülze, Aschkuchen oder Keltengulasch, es hat gut geschmeckt. Wir sagen herzlichen Dank!
Einige Wanderfreunde nutzten die Gelegenheit noch für einen Aufstieg zur Ruine der Questenburg. Die Questenburg ist eine von vielen mittelalterlichen Burgen im Südharz. Sie wurde um das Jahr 1270 von den Grafen von Beichlingen-Rothenburg errichtet und begann bereits im 17. Jahrhundert zu verfallen.
Der Frühling lockt mit seinen steigenden Temperaturen immer mehr unserer Wanderfreundinnen und Wanderfreunde heraus, um dieses Naturerwachen mitzuerleben. Heute locken besonders die erblühten Märzenbecher im Hotzenberg, einem kleinen Waldstück nahe des Sondershäuser Ortsteils Schernberg.
Ausgangspunkt unserer Wanderung war der Platz vor dem Ratskeller in Schernberg. In unmittelbarer Nachbarschaft erregte zunächst ein anderes Gebäude unser Interesse. Durch dessen Torbogen ritt im Jahr 1965 der in der DDR bekannte Komiker Rolf Herricht. Er spielte dabei die Rolle des Schauspielers und Komikers Ralf Horricht, der zum Reservedienst der NVA eingezogen wurde. Dieser Ritt war eine Szene aus den im Jahr 1965 in Sondershausen und Umgebung gedrehten DEFA-Film Der Reserveheld. Schauen Sie sich den einmal an. Als Sondershäuser werden sie sicher vieles wiedererkennen und an mancher Stelle herzhaft lachen.
Doch nun ging es los. Wir wanderten zunächst in Richtung Ebeleben. Das Waldstück kann man schon bald am Horizont erkennen. Taucht man hinein, fühlt man sich in eine Fantasiewelt versetzt. Große abgestorbene und bemooste Bäume liegen auf grünen Teppichen aus hervorschießendem Bärlauch und weißen Blüten der Märzenbecher. Hier und da haben sich kleine Seen aus dem gespeicherten Regenwasser gebildet, auf dessen Oberfläche sich die Bäume spiegeln. Huch! Was war denn das? Ist da gerade ein Dino vorbeigehuscht? Inmitten dieses Szenarios machen wir eine Pause. Dabei sitzen wir auf den bemoosten Baumstämmen und bestaunen diese Pracht der Natur.
Nun müssen wir zurück zum Ratskeller. Mit dessen Wirtsleuten haben wir uns zum Mittagessen verabredet. Alles ist vorbereitet und auch hier fanden wir ein schmackhaftes und bezahlbares Essen. Vielen Dank an die Wirtsleute.
Unser Wanderfreund Fritz Rasch führte uns am 18. März in die Hohe Schrecke. Ausgangs- und Endpunkt unserer Wanderung liegt in der Gemeinde Oberheldrungen. Vom Parkplatz aus ging es über Obststreuwiesen hinein in die Schrecke, Richtung Wiegental. Wir erreichten bald den Wiegental-Wildnisweg, ein Teil der Thüringer Urwaldpfade. Hier im Bereich des Wildniswegs soll sich der Wald künftig ohne Zutun des Menschen entwickeln. Etwa auf der Hälfte unserer gesamten Strecke erreichten wir das Taufkreuz. Von hier oben hat man einen guten Blick in das Wiegental hinein. Nach einer Rast zur inneren Stärkung ging es wieder zurück nach Oberheldrungen.
Es war eine ausgeglichene Strecke mit An- und Abstiegen über 14 km hinweg. Das Wetter war trocken mit angenehmen Temperaturen zum Wandern.
Auch Wanderer sind politisch interessierte Leute. So folgten 41 Mitglieder unseres Vereins einer Einladung des Landtagsabgeordneten für den Kyffhäuserkreis I, Herrn Stephan Schard, und fuhren am 25. März zu einem Besuch des Landtages nach Erfurt.
Im Besucherzentrum des Landtages begrüßte uns Herr Schard und auch der Ministerpräsident, Herr Mario Voigt nahm sich die Zeit uns herzlich zu begrüßen. Er erklärte uns, dass in seinem Denken auch Platz für das Wandern und uns Wanderer ist. Leider fehlt oft die Zeit selbst aktiv zu wandern. Auch Fragen wurden von den Beiden beantwortet. Diese drehten sich, wie soll es auch anders sein, um die Entwicklung der Spritpreise infolge des Irakkrieges. Herr Voigt wird bereits am Folgetag diesbezüglich zu einer Beratung in Berlin mit dem Bundeskanzler Merz und den ostdeutschen Ministerpräsidenten fahren. Wir warten gespannt auf Ergebnisse.
Nach einer Stärkung in der Kantine des Landtages hatten wir auf der Besuchertribüne die Gelegenheit eine Stunde der 40. Plenarsitzung zu folgen. Auf der Tagesordnung stand die aktuelle Stunde. In dieser Zeit legten die Vertreter der einzelnen Fraktionen ihren Standpunkt zum stärkeren Schutz von Zugbegleitpersonal und der Reisenden als Konsequenz aus dem leider tödlich verlaufenen Angriff auf einen Zugbegleiter dar. Hier gab es fraktionsübergreifende Übereinstimmung.
Nicht einheitlich waren die Standpunkte zur Aufnahme des Abschusses der Wölfe in das Jagdgesetz und Schutz vor anderen Wildtieren.
Nach der Aktuellen Stunde gab es eine Aussprache zu den gewonnenen Erkenntnissen und weitere Ausführungen zur Arbeitsweise des Parlaments.
Ganz zur Freude unserer Wanderfreundin Gudrun Jahn hatte Herr Schard noch eine Überraschung im Petto. Er führte uns in einen Raum, an dessen Wand ein Großbild hing, welches ihr leider schon verstorbener Mann, Günther Jahn, geschaffen hat. Es trägt den Titel Parlament.
Damit geht ein interessanter Ausflug zu Ende.
Wolfgang Lehmann, Hainleite-Wanderklub e.V.
Autor: redDurch den Helga-Schröder-Wald begannen wir unsere Tour, zunächst westwärts. Einen ersten Stopp machen wir am Roten Stein, der eine alte Gemeindegrenze markiert. Eine zweite Pause gibt es an der Schönen Aussicht, die wir genießen. Nun gehen wir hinunter in den Ort. Dabei können wir die Queste von der Straße aus bewundern. Wie immer grüßt sie von hoch oben auf ihrem Berg.
Die alte Kirche und der hölzerne Roland stehen an den gewohnten Stellen. Nicht weit davon befindet sich die Gaststätte Zur Queste. Die Wirtin heißt uns herzlich willkommen. Wie jedes Mal bei unseren Wanderungen um Questenberg, hat sie uns auch dieses Mal (wir waren fast 40 hungrige Mäuler) gut bewirtet. Egal ob Bratkartoffeln mit Sülze, Aschkuchen oder Keltengulasch, es hat gut geschmeckt. Wir sagen herzlichen Dank!
Einige Wanderfreunde nutzten die Gelegenheit noch für einen Aufstieg zur Ruine der Questenburg. Die Questenburg ist eine von vielen mittelalterlichen Burgen im Südharz. Sie wurde um das Jahr 1270 von den Grafen von Beichlingen-Rothenburg errichtet und begann bereits im 17. Jahrhundert zu verfallen.
Der Frühling lockt mit seinen steigenden Temperaturen immer mehr unserer Wanderfreundinnen und Wanderfreunde heraus, um dieses Naturerwachen mitzuerleben. Heute locken besonders die erblühten Märzenbecher im Hotzenberg, einem kleinen Waldstück nahe des Sondershäuser Ortsteils Schernberg.
Ausgangspunkt unserer Wanderung war der Platz vor dem Ratskeller in Schernberg. In unmittelbarer Nachbarschaft erregte zunächst ein anderes Gebäude unser Interesse. Durch dessen Torbogen ritt im Jahr 1965 der in der DDR bekannte Komiker Rolf Herricht. Er spielte dabei die Rolle des Schauspielers und Komikers Ralf Horricht, der zum Reservedienst der NVA eingezogen wurde. Dieser Ritt war eine Szene aus den im Jahr 1965 in Sondershausen und Umgebung gedrehten DEFA-Film Der Reserveheld. Schauen Sie sich den einmal an. Als Sondershäuser werden sie sicher vieles wiedererkennen und an mancher Stelle herzhaft lachen.
Doch nun ging es los. Wir wanderten zunächst in Richtung Ebeleben. Das Waldstück kann man schon bald am Horizont erkennen. Taucht man hinein, fühlt man sich in eine Fantasiewelt versetzt. Große abgestorbene und bemooste Bäume liegen auf grünen Teppichen aus hervorschießendem Bärlauch und weißen Blüten der Märzenbecher. Hier und da haben sich kleine Seen aus dem gespeicherten Regenwasser gebildet, auf dessen Oberfläche sich die Bäume spiegeln. Huch! Was war denn das? Ist da gerade ein Dino vorbeigehuscht? Inmitten dieses Szenarios machen wir eine Pause. Dabei sitzen wir auf den bemoosten Baumstämmen und bestaunen diese Pracht der Natur.
Nun müssen wir zurück zum Ratskeller. Mit dessen Wirtsleuten haben wir uns zum Mittagessen verabredet. Alles ist vorbereitet und auch hier fanden wir ein schmackhaftes und bezahlbares Essen. Vielen Dank an die Wirtsleute.
Unser Wanderfreund Fritz Rasch führte uns am 18. März in die Hohe Schrecke. Ausgangs- und Endpunkt unserer Wanderung liegt in der Gemeinde Oberheldrungen. Vom Parkplatz aus ging es über Obststreuwiesen hinein in die Schrecke, Richtung Wiegental. Wir erreichten bald den Wiegental-Wildnisweg, ein Teil der Thüringer Urwaldpfade. Hier im Bereich des Wildniswegs soll sich der Wald künftig ohne Zutun des Menschen entwickeln. Etwa auf der Hälfte unserer gesamten Strecke erreichten wir das Taufkreuz. Von hier oben hat man einen guten Blick in das Wiegental hinein. Nach einer Rast zur inneren Stärkung ging es wieder zurück nach Oberheldrungen.
Es war eine ausgeglichene Strecke mit An- und Abstiegen über 14 km hinweg. Das Wetter war trocken mit angenehmen Temperaturen zum Wandern.
Auch Wanderer sind politisch interessierte Leute. So folgten 41 Mitglieder unseres Vereins einer Einladung des Landtagsabgeordneten für den Kyffhäuserkreis I, Herrn Stephan Schard, und fuhren am 25. März zu einem Besuch des Landtages nach Erfurt.
Im Besucherzentrum des Landtages begrüßte uns Herr Schard und auch der Ministerpräsident, Herr Mario Voigt nahm sich die Zeit uns herzlich zu begrüßen. Er erklärte uns, dass in seinem Denken auch Platz für das Wandern und uns Wanderer ist. Leider fehlt oft die Zeit selbst aktiv zu wandern. Auch Fragen wurden von den Beiden beantwortet. Diese drehten sich, wie soll es auch anders sein, um die Entwicklung der Spritpreise infolge des Irakkrieges. Herr Voigt wird bereits am Folgetag diesbezüglich zu einer Beratung in Berlin mit dem Bundeskanzler Merz und den ostdeutschen Ministerpräsidenten fahren. Wir warten gespannt auf Ergebnisse.
Nach einer Stärkung in der Kantine des Landtages hatten wir auf der Besuchertribüne die Gelegenheit eine Stunde der 40. Plenarsitzung zu folgen. Auf der Tagesordnung stand die aktuelle Stunde. In dieser Zeit legten die Vertreter der einzelnen Fraktionen ihren Standpunkt zum stärkeren Schutz von Zugbegleitpersonal und der Reisenden als Konsequenz aus dem leider tödlich verlaufenen Angriff auf einen Zugbegleiter dar. Hier gab es fraktionsübergreifende Übereinstimmung.
Nicht einheitlich waren die Standpunkte zur Aufnahme des Abschusses der Wölfe in das Jagdgesetz und Schutz vor anderen Wildtieren.
Nach der Aktuellen Stunde gab es eine Aussprache zu den gewonnenen Erkenntnissen und weitere Ausführungen zur Arbeitsweise des Parlaments.
Ganz zur Freude unserer Wanderfreundin Gudrun Jahn hatte Herr Schard noch eine Überraschung im Petto. Er führte uns in einen Raum, an dessen Wand ein Großbild hing, welches ihr leider schon verstorbener Mann, Günther Jahn, geschaffen hat. Es trägt den Titel Parlament.
Damit geht ein interessanter Ausflug zu Ende.
Wolfgang Lehmann, Hainleite-Wanderklub e.V.
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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