So, 07:48 Uhr
03.05.2026
Lichtblick zum Wochenende
Mögest du immer Zeit finden
… für was? Für den Hausputz, für die nötigen Arbeiten im Garten – das lange Wochenende bietet sich an –, um lange geplante Dinge endlich in Angriff zu nehmen, meint Superintendentin Steffi Wiegleb...
Zeit ist eine kostbare Sache. Irgendwie haben fast alle zu wenig davon. Nur wenn man nachts nicht schlafen kann und die dunkle Nacht kein Ende nimmt, hat mancher wohl viel zu viel Zeit.
Wie oft hört und sagt man: Tut mir leid, ich habe gerade keine Zeit! Oft klingt darin die Hektik unserer Tage mit. Mir selbst geht es auch nicht anders. Auch ich habe bei Weitem nicht so viel Zeit, wie ich mir wünschte. Man muss Abstriche machen und sich kurzfassen.
Dabei denke ich, ist es wichtig, bei aller Hektik die ruhigen oder ganz stillen Momente nicht zu vergessen. Momente, meist nur ein paar Minuten am Tag, in denen man innehält. Innehält, um zu überlegen, was als Nächstes zu tun ist. Innehält, um neue Kraft zu sammeln. Innehält, um sich an dem zu freuen, was mich umgibt.
Bei kleinen Kindern ist gerade diese Gabe noch ganz ausgeprägt. Sie können einfach stehen bleiben und sich an einem Gänseblümchen oder einem Marienkäfer freuen. Für eilige Erwachsene ist das nicht immer einfach. Aber es schenkt uns auch kurze Momente zum Innehalten, zum Erinnern an die Neugier und Unbeschwertheit der Kindertage, zum Staunen über das eigene Kind, weil es kleine Dinge noch bewusst wahrnimmt und deren Schönheit erkennt.
Allerdings erleben wir auch Momente, in denen wir stillhalten müssen, um schwierige Situationen auszuhalten und zu überstehen. Manchmal muss man auch stillhalten, damit ein anderer uns helfen kann, damit es uns am Ende wieder besser geht.
Für mich und viele andere ist es wichtig, immer wieder einmal Stille zu halten und zu bedenken, was wir haben und was für uns getan ist. Auch das ist nicht immer ganz einfach und fordert mich heraus. Wir sind viel lieber selbst in Aktion und kümmern uns um uns selbst.
Wie anders ist das bei Gott, der meine Zeit in seinen Händen hält. Er nimmt sich Zeit für mich – zu jeder Zeit. Viele erleben das, wenn sie still werden vor Gott. Andere empfinden Ähnliches, wenn sie mit einer Tasse Kaffee im Garten sitzen, Kindern beim Spielen zuschauen oder einfach den Tag genießen.
Mögen Sie an jedem Tag Zeit finden, um das Angenehme zu genießen, neue Kraft zu bekommen, Gott zu suchen und zu finden. Ein irisches Segenswort lautet: Mögest du immer Zeit finden für einen stillen Platz an jedem Tag.
Steffi Wiegleb, Superintendentin im Kirchenkreis Bad Frankenhausen-Sondershausen
Autor: redZeit ist eine kostbare Sache. Irgendwie haben fast alle zu wenig davon. Nur wenn man nachts nicht schlafen kann und die dunkle Nacht kein Ende nimmt, hat mancher wohl viel zu viel Zeit.
Wie oft hört und sagt man: Tut mir leid, ich habe gerade keine Zeit! Oft klingt darin die Hektik unserer Tage mit. Mir selbst geht es auch nicht anders. Auch ich habe bei Weitem nicht so viel Zeit, wie ich mir wünschte. Man muss Abstriche machen und sich kurzfassen.
Dabei denke ich, ist es wichtig, bei aller Hektik die ruhigen oder ganz stillen Momente nicht zu vergessen. Momente, meist nur ein paar Minuten am Tag, in denen man innehält. Innehält, um zu überlegen, was als Nächstes zu tun ist. Innehält, um neue Kraft zu sammeln. Innehält, um sich an dem zu freuen, was mich umgibt.
Bei kleinen Kindern ist gerade diese Gabe noch ganz ausgeprägt. Sie können einfach stehen bleiben und sich an einem Gänseblümchen oder einem Marienkäfer freuen. Für eilige Erwachsene ist das nicht immer einfach. Aber es schenkt uns auch kurze Momente zum Innehalten, zum Erinnern an die Neugier und Unbeschwertheit der Kindertage, zum Staunen über das eigene Kind, weil es kleine Dinge noch bewusst wahrnimmt und deren Schönheit erkennt.
Allerdings erleben wir auch Momente, in denen wir stillhalten müssen, um schwierige Situationen auszuhalten und zu überstehen. Manchmal muss man auch stillhalten, damit ein anderer uns helfen kann, damit es uns am Ende wieder besser geht.
Für mich und viele andere ist es wichtig, immer wieder einmal Stille zu halten und zu bedenken, was wir haben und was für uns getan ist. Auch das ist nicht immer ganz einfach und fordert mich heraus. Wir sind viel lieber selbst in Aktion und kümmern uns um uns selbst.
Wie anders ist das bei Gott, der meine Zeit in seinen Händen hält. Er nimmt sich Zeit für mich – zu jeder Zeit. Viele erleben das, wenn sie still werden vor Gott. Andere empfinden Ähnliches, wenn sie mit einer Tasse Kaffee im Garten sitzen, Kindern beim Spielen zuschauen oder einfach den Tag genießen.
Mögen Sie an jedem Tag Zeit finden, um das Angenehme zu genießen, neue Kraft zu bekommen, Gott zu suchen und zu finden. Ein irisches Segenswort lautet: Mögest du immer Zeit finden für einen stillen Platz an jedem Tag.
Steffi Wiegleb, Superintendentin im Kirchenkreis Bad Frankenhausen-Sondershausen