Mit einer feierlichen Zeremonie ist am Samstag zwischen Wiehe und Garnbach ein neuer Gedenkort für die Opfer des Luftkriegs im Zweiten Weltkrieg eingeweiht worden...
Ein Gedenkstein zwischen Wiehe und Garnbach erinnert nun an im Zweiten Weltkrieg abgeschossene Soldaten. (Foto: Silvio Dietzel)Ein Gedenkstein erinnert künftig an Piloten und Besatzungsmitglieder, die in der Region der Hohen Schrecke bei Flugzeugabstürzen ums Leben kamen oder in Kriegsgefangenschaft gerieten.
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Die Einweihung fand am Jahrestag des sogenannten D-Days statt und zog zahlreiche Gäste an. Neben Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) nahmen Vertreter der Bundeswehr und der US-Streitkräfte an der Gedenkveranstaltung teil. Zu den Rednern gehörten unter anderem Hauptmann Kowalski von der Bundeswehr sowie Colonel Williams von der US Army.
Für Williams war die Teilnahme auch eine persönliche Angelegenheit. Sein Verwandter, der Pilot George B. Williams, gehörte zur Besatzung einer B-17-Bombermaschine, die über der Region abgeschossen wurde. Er kam gemeinsam mit seinen Kameraden ums Leben.
Mehr als 60 Nachfahren aus den USA und Großbritannien waren zur Einweihung angereist, um an ihre Familienmitglieder zu erinnern. Viele nutzten die Gelegenheit, die Schicksale ihrer Verwandten mit den Anwesenden zu teilen.
Initiiert wurde der Gedenkort vom Verein Vermisstensuche Thüringen. Dessen Mitglieder haben über Jahre hinweg Abstürze in der Region recherchiert und die Schicksale deutscher und amerikanischer Flugzeugbesatzungen aufgearbeitet. Nach Angaben des Vereins kamen bei nachweislich 14 Flugzeugabstürzen in und um die Hohe Schrecke insgesamt 47 amerikanische und sieben deutsche Piloten ums Leben.
Der Verein versteht den Gedenkort nicht nur als Erinnerungsstätte für die Opfer des Krieges. Vielmehr soll er auch der Völkerverständigung dienen und als Mahnmal gegen Krieg und Gewalt wirken. Eine Informationstafel am Stein erinnert an die Menschen hinter den historischen Ereignissen und ihre persönlichen Schicksale. Silvio Dietzel, Susanne Schedwill