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Di, 14:34 Uhr
09.06.2026
20 Jahre Thüringer Schlossfestspiele

Musical-Revue feiert Premiere im Lustgarten

Die Musical-Revue „Songs for a new world" feiert im Lustgarten von Schloss Sondershausen Premiere und das im 20. Jahr der Thüringer Schlossfestspiele. Das Erstlingswerk von Komponist Jason Robert Brown vereint 16 packende Geschichten über Wendepunkte, Entscheidungen und den Aufbruch ins Ungewisse...

Bild:
Rebecca Stahlhut, Tobias Bieri, Barbara Obermeier und Jörg Neubauer singen im Musical. (Foto: Theater Nordhausen)
Am 26. Juni hat im 20. Jahr der Thüringer Schlossfestspiele die Musical-Revue „Songs for a new world“ um 20 Uhr im Lustgarten von Schloss Sondershausen Premiere.
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Ivan Alboresi inszeniert das Erstlingswerk des 1970 geborenen US-Amerikanischen Komponisten Jason Robert Brown: „Songs for a new world“, 1995 im W.P.A. New York (Off) uraufgeführt. Das Stück verschaffte Brown den internationalen Durchbruch. Es ist ein eher abstraktes Musical, das nicht dem klassischen Narrativtempo folgt, sondern mit starken Momenten, Bildern und Emotionen arbeitet.

Die 16 in sich geschlossenen Geschichten werden durch ein universelles Motiv zusammengehalten. Die Songs erzählen von dem einen alles verändernden Wendepunkt im Leben eines Menschen, von existentiellen Entscheidungen und dem Aufbruch in eine ungewisse neue Welt. Es geht um Haltungen und Entscheidungen, die das Leben prägen, und den Umgang damit.

Ob es ums Geld geht oder um die Liebe, um Ängste oder um Abenteuer – alle hoffen auf eine „neue Welt“, darauf, im Leben Glück zu finden. Beispiele reichen von spanischen Auswanderern 1492, die auf einem Segelschiff den Atlantik überqueren, in der Hoffnung auf ein besseres Leben in der Neuen Welt, bis hin zu zeitgenössischen Schicksalen wie einer reichen, unglücklichen Frau, die aus dem Fenster ihres Penthouse springen will, oder der frustrierten Frau des untreuen Santa Claus, die sich fragt, ob sie ihn nach vielen Ehejahren verlassen soll. Letztgenannte Geschichte ist ein intelligentes, humorvolles Kurt-Weill-Pastiche; doch spiegelt sich in der Musik des gesamten Stückes die ganze Bandbreite, die Jason Robert Brown in seinem Schaffen musikalisch geprägt hat: Gospel, Soul, Funk, Rock, Pop, Jazz und klassische Balladen.

Vier Sängerinnen und Sänger – zwei Frauen, zwei Männer – ohne Namenszuordnung, um die universelle Gültigkeit jeder Geschichte zu betonen, tragen den Abend: Barbara Obermeier, Rebecca Stahlhut, Tobias Bieri und Jörg Neubauer.

Wolfgang Kurima Rauschning entwarf das Bühnenbild. Vier Türme bilden die „ganze Welt“, beweglich, begehbar und in zwei Ebenen geteilt. Das Gerüst dient als zentrale Spielanlage, während ein Minimalinventar und Moving Lights eine suggestive Kulisse schaffen.

Anja Schulz-Hentrich entwarf coole Kostüme, die viel über Situation und Figur erzählen. Das Ballett TN LOS! wirkt als integraler Bestandteil: Die Tänzerinnen und Tänzer fungieren als Ansprechpartner und bringen Bewegung in die Erzählungen.

Julian Gaudiano, 1. Kapellmeister am TN LOS!, leitet die Produktion vom Klavier aus. Die musikalische Substanz kommt von einer Orchester-Band: Klavier, Schlagwerk, Streicher und E-Bass erzeugen eine intensive, intime Klangwelt, die sich flexibel zwischen Dramatik und Reduktion bewegt.
Autor: red

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