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Mi, 18:44 Uhr
05.08.2026
Polizeibericht

Fußballfan geht auf Jugendliche los

Am Dienstagabend reiste eine 14-jährige Eichsfelderin mit einem Zug von Jena in Richtung Erfurt. Am Erfurt Hauptbahnhof begegnete sie gegen 21 Uhr beim Umsteigen u.a. einem 22-jährigen Mann. Aufgrund ihrer Trainingsbekleidung, welche dem Mann aufgrund einer konkurrierenden Fanzugehörigkeit missfiel, feindete er die Jugendliche an. Und dabei sollte es nicht bleiben...

Er beleidigte die Jugendliche in herabwürdigender Art und Weise. Wenig später bestiegen beide eine Bahn, welche den Weg über Bad Langensalza und Mühlhausen nach Heilbad Heiligenstadt nahm. Bis zur Haltestelle Bad Langensalza war die 14-Jährige in Begleitung weiterer Personen, sodass sie Distanz zum Täter schaffen konnte.

Als diese den Zug jedoch verließen kam es gegen 22 Uhr wiederholt zu verbalen Anfeindungen gegen die Jugendliche. Erneut zeigten Passanten ein couragiertes Auftreten und stellten sich schützend vor die 14-Jährige, was den aggressiven Mann nicht davon abhielt, erneut Drohungen auszusprechen und unter Zuhilfenahme einer Glasflasche auf mehrere Personen zuzugehen. Ein Flaschenwurf verfehlte die Personen knapp. Es schloss sich der ersten Tathandlung ein körperlicher Angriff an, durch den die Jugendliche im Gesicht verletzt wurde.


Die sich solidarisch verhaltenden Personen griffen daraufhin gemeinschaftlich ein und fixierten den hoch aggressiven Täter am Boden im Bahnhof von Mühlhausen, bis die Beamten der örtlichen Polizeidienststelle eintrafen.

Die Jugendliche wurde medizinisch und polizeilich betreut, während gegenüber dem Mann strafprozessuale Maßnahmen vorgenommen wurden, denen sich eine Gewahrsamnahme anschloss. Bei dem Täter handelt es sich um eine bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getretene Person, die im Umfeld von Fußballspielen abermals straffällig wurde.

Ein derart aggressives und herabwürdigendes Verhalten gegenüber einer Jugendlichen, die mit einem anderen Verein sympathisiert, macht sprachlos, da es im Grunde genommen "nur" um Fußball geht. Für viele die schönste Nebensache der Welt, für andere Nährboden um Hass und Aggressionen auszuleben.
Autor: red

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Kommentare
Kobold2
06.08.2026, 06:58 Uhr
Sehr gut,
Das es noch couragierte Menschen gibt die entsptechend handeln und die Behörden rechtzeitig einschreiten konnten.
Der Täter hat m.M.n. auf keinem Fußballplatz mehr was zu suchen.
Lautaro
06.08.2026, 14:10 Uhr
Da es im Grunde genommen "nur" um Fußball geht......
Genau ...es geht einfach nur um eine Ballspielart, welche irgendwelche Primaten aktiviert.
RWE
07.08.2026, 15:34 Uhr
Erstmal stimme ich Kobold2-es ist gut, dass es Menschen mit Zivilcourage gibt
Und Lautaro, ganz so einfach ist es nicht. Mal davon abgesehen, dass jeder Mensch biologisch gesehen ein Primat ist, würden 99 Prozent alle Stadionbesucher (egal bei welchen Verein) keinen Teenager angreifen. Am komenden Sonntag steht wieder das Thüringendeby an. Da haben die Menschen, die primatenartiges Benehmen an den Tag legen, alle Auslauf. Übrigens drohen bei diesem Spiel seit mindestens 50 Jahren Ausschreitungen. Das macht aktuelle Vorfälle nicht besser. Leider sitzen wenigstens bei mitgliedergeführten Vereinen Vertreter der Ultras schon den Geschäftsstellen. Da werden Probleme gern wegignoriert.
henyklein
07.08.2026, 19:06 Uhr
"Red" Muss nicht veröffentlicht werden.
Der Text ist reif für einen Pulitzer. Oder einen Lyrikband. ;-)
Lautaro
07.08.2026, 19:27 Uhr
das Thüringendeby an. Da haben die Menschen, die primatenartiges Benehmen an den Tag legen, alle Auslauf.
Sehen sie ,,,,das meine ich !
RWE
08.08.2026, 16:34 Uhr
Trotzdem sind Fans, die primatenartiges Benehmen an den Tag legen
in der Minderheit. Und man braucht auch keinen Pulitzer um zu wissen, dass die Vereine ihre Pappenheimer namentlich kennen und diese eben bei mitgliedergeführten Klubs schon viel zu viel Macht haben. In Thüringen gibt es ohne Ausnahme sehr überschaubare Fanszenen und bei den Mitgliederversammlung gibt es keinen Platzmangel. Mit ein paar Dutzend eigenen Leuten kommt niemand gegen den Wille der Ultras in die Gremien. Das ist ein Problem.
Meine Meinung dazu: Wer sich assozial benimmt verwirkt sein Recht auf einen Stadionbesuch. Das ist aber in der Praxis kaum durchsetzbar.

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