Zeitgenössische Kunst trifft auf historische Sammlungsobjekte
Am Sonntag wurde im Schlossmuseum Sondershausen die neue Sonderausstellung Gegenüber feierlich eröffnet. Zahlreiche Kunstinteressierte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Medien waren der Einladung zur Vernissage im Blauen Saal des Schlosses gefolgt...
Die Künstlergemeinschaft KK24 (v.l.n.r.): Ines Buff, Nicole Threbank, Uwe Katzmann Angela und Fred Böhme sowie Regina Jeznita. (Foto: Alexander Strien)
Zur Eröffnung begrüßten Bürgermeister Steffen Grimm und Schlossmuseumsdirektorin Dr. Carolin Schäfer die Gäste und würdigten die besondere Verbindung von zeitgenössischer Kunst und den historischen Sammlungen des Schlossmuseums.
Die Ausstellung der Künstlerkooperative KK24 bringt sechs zeitgenössische künstlerische Positionen mit ausgewählten historischen Sammlungsobjekten aus dem Museumsdepot zusammen. Dabei begegnen sich Vergangenheit und Gegenwart auf Augenhöhe. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler haben sich intensiv mit ausgewählten Objekten aus den Sammlungen des Schlossmuseums auseinandergesetzt und daraus eigene künstlerische Arbeiten entwickelt.
Beteiligt sind Fred und Angela-Katrin Böhme, Nicole Threbank, Ines Buff, Uwe Katzmann und Regina Jeznita. Ihre unterschiedlichen künstlerischen Handschriften machen die Ausstellung ebenso vielfältig wie abwechslungsreich. Zu sehen sind unter anderem Collagen, Malerei, klassische Federzeichnungen und Fotografien sowie künstlerische Objekte und Installationen.
In den einzelnen Ausstellungsräumen werden unterschiedliche Themenfelder aufgegriffen. Sie reichen von Natur und Erdgeschichte über den Menschen in seinem Alltag und seiner Kultur bis hin zu Konflikten, Ideologien, Bewegung und Wandel. Durch die unmittelbare Gegenüberstellung von historischen Museumsobjekten und zeitgenössischen Kunstwerken entstehen neue Zusammenhänge und ungewohnte Perspektiven.
Gegenüber lädt dazu ein, Bekanntes neu zu betrachten: Was passiert, wenn ein historisches Objekt auf eine zeitgenössische künstlerische Interpretation trifft? Welche Geschichten werden sichtbar und welche neuen Bedeutungen entstehen durch den Dialog zwischen den Werken? Für die musikalische Umrahmung der Vernissage sorgten Musikerinnen und Musiker der Gruppe Zweiter Aufguss und verliehen der Ausstellungseröffnung einen besonderen Rahmen.
Die Sonderausstellung ist noch bis zum 25. Oktober 2026 in der Galerie im Schlossmuseum Sondershausen zu sehen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich auf den Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart einzulassen und die historischen Sammlungsobjekte sowie die zeitgenössischen Arbeiten aus neuen Blickwinkeln zu entdecken.