Mi, 16:51 Uhr
03.10.2007
Derby zum Feiertag
Nordhausen/Sondershausen (nnz). Was kann es für Fussballfreunde in Nord- und Sondershausen an einem Feiertag schon schöneres geben als ein Derby zwischen der Eintracht und Wacker? Am Ende wurde es nur für die Fans einer Mannschaft ein Feiertag.
Das 1:0 durch Jan Gollnow
Noch Minuten nach dem Abpfiff ließen sich die Jungs der Eintracht feiern. Sie hatten Wacker Nordhausen regelrecht deklassiert und mit einer 5:1-Klatsche nach Hause geschickt. Dabei ließen die Schützlinge von Olaf Glage viele Schwächen, vor allem in der Abwehr erkennen. Nun kann orakelt werden, um wie viel Wacker Nordhausen schlechter war.
Die Gäste aus der Rolandstadt hatten die ersten 15 Minuten am Göldner und damit den Anfangsdruck der Gastgeber schadlos überstanden. Vor allem Torhüter Finsterbusch zeigte sich bei Chancen der Sondershäuser auf dem Posten und parierte großartig (3., 4, 6.) Nach 22 Minuten dann der erste Nordhäuser Angriff. Pistorius bekommt von Ciesla den Ball zugespitzelt, lässt sich jedoch von Eintracht-Keeper Greschke abdrängen und kann nur noch einen Schussversuch mit seinem schwachen linken Fuß unternehmen.
Dann, zwei Minuten später, fast wie aus heiterem Fußballhimmel, köpft Jan Gollnow zum 1:0 für den Gastgeber ein. Das ist das Sondershäuser Spiel: Den Gegner in Ruhe wiegen und dann gnadenlos zuschlagen. Gegen Ende der ersten Halbzeit zeigen sich jedoch schon die Unterschiede. Taktisches Verhalten, konsequentes Nachsetzen oder sichere Zuspiele bei Sondershausen – planloses Weghauen der Bälle, eigene Bedrängnis schaffen bei Nordhausen. Doch es bleibt beim 1:0 bis zur Pause.
Braun (Foto: nnz)
In Halbzeit sollen noch fünf Tore fallen. Erst ein abgefälschter Sondershäuser Freistoß, der Ball landet am rechten Pfosten. Zwei Wacker-Chancen folgen in der 50. und 54. Minute, das Ergebnis ist Null. In der 61. Spielminute zeigt ein 29jähriger Eintrachtspieler, wie man 22jährige Wackerspieler einfach stehen lässt. Axel Duft setzt sich sensationell auf der linken Seite durch und haut das Leder aus spitzem Winkel ins Nordhäuser Tor. Mit dem 2:0 ist zugleich das Aus für Wacker besiegelt. Was folgt, das ist eine Demontage, die Toren fallen quasi im Minutentakt. Wieder ist es Duft, der per Freistoß zum 3:0 für Sondershausen trifft (68.).
Praktisch im Gegenzug, die Sondershäuser Abwehr noch im Freudentaumel, gibt es die einzig sehenswerte Kombination zwischen Ciesla und Pohl, die der Pole zum 3:1 verwerten kann (69). Wer jetzt dachte, da keimte auf Wackers Seite noch einmal Hoffnung auf, der irrte gewaltig. Sven Baumann erhöht auf 4:1 in der 72. Minute, dem Endstand von 5:1 stellte Caspar her (88.). Dem vorausgegangen war ein Austanzen der Wackerabwehr durch den Ex-Nordhäuser Daniel Braun (Foto).
Eintracht Sondershausen kann damit in das Viertelfinale des Thüringenpokals einziehen. Für Wacker bleibt die Hoffnung auf Wiedergutmachung in zehn Tagen im heimischen Albert-Kuntz-Sportpark. Doch wie es momentan bei den Nordhäusers läuft, sieht es nicht danach aus. Aber: Die Hoffnung stirbt ja bekannter Weise zuletzt.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzDas 1:0 durch Jan Gollnow
Noch Minuten nach dem Abpfiff ließen sich die Jungs der Eintracht feiern. Sie hatten Wacker Nordhausen regelrecht deklassiert und mit einer 5:1-Klatsche nach Hause geschickt. Dabei ließen die Schützlinge von Olaf Glage viele Schwächen, vor allem in der Abwehr erkennen. Nun kann orakelt werden, um wie viel Wacker Nordhausen schlechter war.
Die Gäste aus der Rolandstadt hatten die ersten 15 Minuten am Göldner und damit den Anfangsdruck der Gastgeber schadlos überstanden. Vor allem Torhüter Finsterbusch zeigte sich bei Chancen der Sondershäuser auf dem Posten und parierte großartig (3., 4, 6.) Nach 22 Minuten dann der erste Nordhäuser Angriff. Pistorius bekommt von Ciesla den Ball zugespitzelt, lässt sich jedoch von Eintracht-Keeper Greschke abdrängen und kann nur noch einen Schussversuch mit seinem schwachen linken Fuß unternehmen.
Dann, zwei Minuten später, fast wie aus heiterem Fußballhimmel, köpft Jan Gollnow zum 1:0 für den Gastgeber ein. Das ist das Sondershäuser Spiel: Den Gegner in Ruhe wiegen und dann gnadenlos zuschlagen. Gegen Ende der ersten Halbzeit zeigen sich jedoch schon die Unterschiede. Taktisches Verhalten, konsequentes Nachsetzen oder sichere Zuspiele bei Sondershausen – planloses Weghauen der Bälle, eigene Bedrängnis schaffen bei Nordhausen. Doch es bleibt beim 1:0 bis zur Pause.
Braun (Foto: nnz)
In Halbzeit sollen noch fünf Tore fallen. Erst ein abgefälschter Sondershäuser Freistoß, der Ball landet am rechten Pfosten. Zwei Wacker-Chancen folgen in der 50. und 54. Minute, das Ergebnis ist Null. In der 61. Spielminute zeigt ein 29jähriger Eintrachtspieler, wie man 22jährige Wackerspieler einfach stehen lässt. Axel Duft setzt sich sensationell auf der linken Seite durch und haut das Leder aus spitzem Winkel ins Nordhäuser Tor. Mit dem 2:0 ist zugleich das Aus für Wacker besiegelt. Was folgt, das ist eine Demontage, die Toren fallen quasi im Minutentakt. Wieder ist es Duft, der per Freistoß zum 3:0 für Sondershausen trifft (68.).Praktisch im Gegenzug, die Sondershäuser Abwehr noch im Freudentaumel, gibt es die einzig sehenswerte Kombination zwischen Ciesla und Pohl, die der Pole zum 3:1 verwerten kann (69). Wer jetzt dachte, da keimte auf Wackers Seite noch einmal Hoffnung auf, der irrte gewaltig. Sven Baumann erhöht auf 4:1 in der 72. Minute, dem Endstand von 5:1 stellte Caspar her (88.). Dem vorausgegangen war ein Austanzen der Wackerabwehr durch den Ex-Nordhäuser Daniel Braun (Foto).
Eintracht Sondershausen kann damit in das Viertelfinale des Thüringenpokals einziehen. Für Wacker bleibt die Hoffnung auf Wiedergutmachung in zehn Tagen im heimischen Albert-Kuntz-Sportpark. Doch wie es momentan bei den Nordhäusers läuft, sieht es nicht danach aus. Aber: Die Hoffnung stirbt ja bekannter Weise zuletzt.
Peter-Stefan Greiner

