eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Do, 19:08 Uhr
01.11.2007

Weniger und älter

Sondershausen (kn). Wie könnte Sondershausen im Jahr 2020 aussehen? Was wird sich in den Stadtgebieten ändern? Welche Wohnungsstandorte sollen mit der Abrissbirne „bearbeitet“ werden? Diese Fragen soll ein Stadtentwicklungskonzept beantworten. Heute Abend wurde eine Zwischenantwort gegeben.

Hauptausschuss (Foto: kn) Hauptausschuss (Foto: kn)

Städteplaner, von der Stadt Sondershausen beauftragt, resümierten ihren Arbeitsstand für die Wohnungsstandorte Wippertor, Borntal, Hasenholz/Östertal sowie für die August-Bebel-Straße und die Talstraße.

Zuvor stellten sie den Mitgliedern des Hauptausschusses die Zahlen der Bevölkerungsentwicklung in Sondershausen bis zum Jahr 2020 vor. Und da bildet die Musikstadt keine Ausnahme unter den Thüringer Kommunen: Es geht bergab und bergauf. Bergab mit der absoluten Zahl der Einwohner. 2010 wird Sondershausen – so haben es die Statistiker des Freistaates errechnet – 20.512 Einwohner haben. Bergauf geht es mit dem Altersdurchschnitt der Sondershäuser. In 13 Jahren wird rund ein Drittel der Menschen über 60 Jahre alt sein.

Wie aber schlägt sich das alles auf den Wohnungsbestand nieder? Ganz einfach: Bis zum Jahr 2010 müssen insgesamt 820 Wohnungen (WE) weg sein, in den darauffolgenden zehn Jahren noch einmal 490. Dann gibt es auch eine vernünftige Leerstandsquote. Klar ist also: Die meiste Arbeit der Abrissbagger wird in den kommenden Jahren anfallen.

Doch es geht differenziert zu. Im Bereich des Wippertors war eigentlich eine Halbierung des Wohnungsbestandes vorgesehen, diese Vorgaben eines Wettbewerbs können vermutlich nicht gehalten werden. Die Wohnungen seien zwar Hartz-IV-typisch, weil unsaniert, jedoch auch gut belegt. Viel Rückbau wird es im Gebiet Hasenholz/Östertal geben, hier wird aktuell ein Leerstand von 50 Prozent konstatiert. Die freiwerdenden Flächen sollen entsprechend gestaltet werden. Hingegen sind im Borntal nur kleine Eingriffe nötig, bis 2020 müsse lediglich etwas „ausgelichtet“ werden, so die Fachfrau.

Fragen aus dem Auditorium gab es. So wollte Helmut Nüchter von den Freien Wählern zum Beispiel wissen, ob sich sozialschwache Menschen den teueren sanierten Wohnraum künftig noch leisten könnten. „Mitunter werden höhere Kaltmieten durch die reduzierten Nebenkosten kompensiert“, so die Antwort.

Ob es nun in Sondershausen den durch die Fussball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr erhofften Babyboom gibt oder nicht, eines steht für Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) fest: „Wir wollen nicht ins Dorferneuerungsprogramm!“
Autor: kn

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)