Mo, 12:16 Uhr
12.11.2007
Musikalische Reise durch Asien
Sondershausen/Nordhausen (kn/nnz). Schon immer haben sich Komponisten inspirieren lassen – von Kunst und Literatur, von Volksliedern fremder oder eigener Länder, aber auch von persönlichen Erlebnissen. So soll es auch beim dritten Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters sein...
Für die vier Werke, die das Loh-Orchester am 17. und 18. November in seinem 3. Sinfoniekonzert unter der Leitung von GMD Hiroaki Masuda spielen wird, sind Inspirationen solcher Art jedoch von ganz besonderer Bedeutung.
Musik aus dem fernen Asien, aus Japan und China, eröffnet das Konzert: Der Japaner Kiyoshige Koyama schrieb im Jahr 1957 ein Stück, dem ein japanisches Volkslied zugrunde liegt. Es trägt den Titel Kobiki-Uta, in der deutschen Übersetzung Holzfällergesang für Orchester. Koyama variiert dieses Volkslied und entlockt dabei dem Orchester die unterschiedlichsten Klangeffekte: asiatisch anmutende Rhythmen und Melodien ebenso wie das Sägegeräusch der Holzfäller...
Von einer in China spielenden Geschichte, deren Protagonist auf der Suche nach Glückseligkeit ist, ließ sich der chinesische Komponist Hu Yinyue inspirieren. Sein Stück Memory erzählt den Weg des Helden in einer Abfolge von sehr stimmungsvollen kurzen Einzelabschnitten, die den asiatischen Ursprung etwa in dem reich und ungewöhnlich besetzten Schlagwerk unmissverständlich zu erkennen geben.
Nicht das Volkslied, wie es Koyama anregte, sondern die Musik Mozarts gab Tschaikowsky den Impuls für seine Rokoko-Variationen für Violoncello und Orchester. Den mitunter sehr virtuosen Solopart übernimmt der im lettischen Riga geborene Ramon Jaffé, ein Musiker gleichsam zwischen den Welten. Denn neben dem klassischen Repertoire gilt seine Leidenschaft auch dem Flamenco.
Eine Hommage an den befreundeten Maler Viktor A. Hartmann ist der große Zyklus Bilder einer Ausstellung von Modest Mussorgsky. Eine Gedenkausstellung mit Werken des kurz zuvor verstorbenen Malers gab den Anlass für die Folge von 10 musikalischen Bildern, die durch eine Art Refrain, die Promenade, miteinander verbunden sind. Mussorgsky schrieb das Werk für Klavier, Maurice Ravel ergänzte die sehr schillernde Orchesterfassung.
Das 3. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters findet im Haus der Kunst in Sondershausen am Samstag, den 17. November, statt und im Theater Nordhausen am Sonntag, den 18. November. Beginn ist in beiden Häusern 19.30 Uhr. Jeweils um 19.00 Uhr gibt die Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann eine Einführung im Foyer.
Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel 0 36 32) 78 81 11 und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnzFür die vier Werke, die das Loh-Orchester am 17. und 18. November in seinem 3. Sinfoniekonzert unter der Leitung von GMD Hiroaki Masuda spielen wird, sind Inspirationen solcher Art jedoch von ganz besonderer Bedeutung.
Musik aus dem fernen Asien, aus Japan und China, eröffnet das Konzert: Der Japaner Kiyoshige Koyama schrieb im Jahr 1957 ein Stück, dem ein japanisches Volkslied zugrunde liegt. Es trägt den Titel Kobiki-Uta, in der deutschen Übersetzung Holzfällergesang für Orchester. Koyama variiert dieses Volkslied und entlockt dabei dem Orchester die unterschiedlichsten Klangeffekte: asiatisch anmutende Rhythmen und Melodien ebenso wie das Sägegeräusch der Holzfäller...
Von einer in China spielenden Geschichte, deren Protagonist auf der Suche nach Glückseligkeit ist, ließ sich der chinesische Komponist Hu Yinyue inspirieren. Sein Stück Memory erzählt den Weg des Helden in einer Abfolge von sehr stimmungsvollen kurzen Einzelabschnitten, die den asiatischen Ursprung etwa in dem reich und ungewöhnlich besetzten Schlagwerk unmissverständlich zu erkennen geben.
Nicht das Volkslied, wie es Koyama anregte, sondern die Musik Mozarts gab Tschaikowsky den Impuls für seine Rokoko-Variationen für Violoncello und Orchester. Den mitunter sehr virtuosen Solopart übernimmt der im lettischen Riga geborene Ramon Jaffé, ein Musiker gleichsam zwischen den Welten. Denn neben dem klassischen Repertoire gilt seine Leidenschaft auch dem Flamenco.
Eine Hommage an den befreundeten Maler Viktor A. Hartmann ist der große Zyklus Bilder einer Ausstellung von Modest Mussorgsky. Eine Gedenkausstellung mit Werken des kurz zuvor verstorbenen Malers gab den Anlass für die Folge von 10 musikalischen Bildern, die durch eine Art Refrain, die Promenade, miteinander verbunden sind. Mussorgsky schrieb das Werk für Klavier, Maurice Ravel ergänzte die sehr schillernde Orchesterfassung.
Das 3. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters findet im Haus der Kunst in Sondershausen am Samstag, den 17. November, statt und im Theater Nordhausen am Sonntag, den 18. November. Beginn ist in beiden Häusern 19.30 Uhr. Jeweils um 19.00 Uhr gibt die Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann eine Einführung im Foyer.
Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel 0 36 32) 78 81 11 und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.