Mi, 13:36 Uhr
14.11.2007
Zweite Chance für Schulabbrecher
Sondershausen/Nordhausen (kn/nnz). Lehrstelle ohne Schulabschluss: Schulabbrecher aus Nordthüringen sollen bald auf dem Bau eine zweite Chance bekommen. Dafür will sich die IG Bau im Norden des Freistaates stark machen. Wir haben die interessanten Einzelheiten...
Zweite Chance (Foto: nnz)
Mit einem neunmonatigen Job-Training würden die Jugendlichen fit gemacht für eine Ausbildung in vielen Bauberufen – vom Betonbauer bis zum Maurer. Wir können nicht zulassen, dass junge Menschen bereits am Beginn ihres Lebens aufs soziale Abstellgleis geschoben werden, erklärt Wilfried Grams von der IG BAU Nordthüringen. Aus diesem Grund habe die IG BAU gemeinsam mit den Unternehmen und der Bundesagentur für Arbeit das Job-Training ins Leben gerufen.
Auf dem Stundenplan stünden dabei nicht nur Mathe und Deutsch. Während eines Praktikums können die Jugendlichen zwischen Betonmischer und Lastenkran schon mal Baustellenluft schnuppern, so der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende Wilfried Grams. Ziel des Trainings: eine Lehrstelle auf dem Bau. Die Arbeitgeber sind am Zug. Sie können mit Praktika-Plätzen und Lehrstellen dafür sorgen, dass diese jungen Menschen eine faire Chance bekommen, sagt Grams. Das Job-Training sei überfällig gewesen. Wir steuern in Nordthüringen auf einen handfesten Fachkräftemangel zu. Da ist das Job-Training eine ideale Sache. Schulnoten sind schließlich nicht alles: Handwerkliches Geschick kann man auch ohne die Eins in Mathe oder die Zwei in Deutsch haben, ist Winfried Grams überzeugt.
Wann das Programm starte und wie viele Schulabbrecher bundesweit daran teilnehmen könnten, entscheide sich, sobald die Finanzierung stehe. Der Großteil der Kosten solle aus Mitteln der Arbeitsagentur und des Europäischen Sozialfonds gedeckt werden. Knapp 200 Euro erhalte dann jeder Jugendliche pro Monat für die Teilnahme. Schulabbrecher aus Nordthüringen sollten diese Gelegenheit jetzt beim Schopf packen, empfiehlt Gewerkschafter Grams. Informationen zu dem Programm gebe es bei der Bundesagentur für Arbeit und bei der IG BAU Nordthüringen.
Autor: nnz
Zweite Chance (Foto: nnz)
Mit einem neunmonatigen Job-Training würden die Jugendlichen fit gemacht für eine Ausbildung in vielen Bauberufen – vom Betonbauer bis zum Maurer. Wir können nicht zulassen, dass junge Menschen bereits am Beginn ihres Lebens aufs soziale Abstellgleis geschoben werden, erklärt Wilfried Grams von der IG BAU Nordthüringen. Aus diesem Grund habe die IG BAU gemeinsam mit den Unternehmen und der Bundesagentur für Arbeit das Job-Training ins Leben gerufen.Auf dem Stundenplan stünden dabei nicht nur Mathe und Deutsch. Während eines Praktikums können die Jugendlichen zwischen Betonmischer und Lastenkran schon mal Baustellenluft schnuppern, so der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende Wilfried Grams. Ziel des Trainings: eine Lehrstelle auf dem Bau. Die Arbeitgeber sind am Zug. Sie können mit Praktika-Plätzen und Lehrstellen dafür sorgen, dass diese jungen Menschen eine faire Chance bekommen, sagt Grams. Das Job-Training sei überfällig gewesen. Wir steuern in Nordthüringen auf einen handfesten Fachkräftemangel zu. Da ist das Job-Training eine ideale Sache. Schulnoten sind schließlich nicht alles: Handwerkliches Geschick kann man auch ohne die Eins in Mathe oder die Zwei in Deutsch haben, ist Winfried Grams überzeugt.
Wann das Programm starte und wie viele Schulabbrecher bundesweit daran teilnehmen könnten, entscheide sich, sobald die Finanzierung stehe. Der Großteil der Kosten solle aus Mitteln der Arbeitsagentur und des Europäischen Sozialfonds gedeckt werden. Knapp 200 Euro erhalte dann jeder Jugendliche pro Monat für die Teilnahme. Schulabbrecher aus Nordthüringen sollten diese Gelegenheit jetzt beim Schopf packen, empfiehlt Gewerkschafter Grams. Informationen zu dem Programm gebe es bei der Bundesagentur für Arbeit und bei der IG BAU Nordthüringen.