Do, 23:58 Uhr
15.11.2007
Musikalischer Leckerbissen
Sondershausen (kn). Für die Freunde des Jazz bietet der Jazz-Club Sondershausen zum Monatsende noch etwas ganz besonderes, Jazz aus der Schweiz. Jazz und Schweiz sind sicher 2 Dinge, die man bisher nicht miteinander verbindet.
Mehr dazu schrieb uns der Leiter des Jazz- Sondershausen, Dr. Steffen Seiferling:
Gibt es Telepathie?
Nicht nur Käse, Schokolade und Uhren hat die Schweiz, sondern auch eine gut entwickelte Jazz-Szene. In ihrer relativen Isolation hat sie manches gemein mit der Jazz-Szene der DDR. Vergleiche können Thüringer Jazz-Fans im Achteckhaus Sondershausen bald selbst anstellen. Auf Einladung des Jazz-Clubs Sondershausen ist dort die Schweizer Band "Subnoder" um den Saxophonisten Jochen Baldes aus Zürich zu erleben. Die fünf Musiker spielen in klassischer Quintettbesetzung mit Saxophon, Trompete, Piano, Bass und Schlagzeug.
Auf der letzten CD "The Moholo Songs" sind alle Kompositionen von Jochen Baldes, aber die Atmosphäre und Stimmung vieler Nummern erinnert an goldene Zeiten des Jazz. Miles Davis hat Jochen Baldes schon im Mutterleib gehört: Seine Mutter war während der Schwangerschaft 1963 in einem Konzert des legendären Trompeters. Überhaupt hörten seine Eltern viele Platten von Miles Davis und John Coltrane. Das wirkt sich auf den Gruppensound von "Subnoder" aus. Saxophon und Trompete verschmelzen an vielen Stellen so, dass man sich nicht mehr unterscheiden kann. Baldes und seine Mitspieler Michael Gassmann (tp), Adrian Frey (p), Christoph Sprenger (b) und Elmar Frey (d) sind zu einer musikalischen Einheit verwachsen, in der telepathische Kommunikation möglich scheint.
Überhaupt sind für Jochen Baldes Stimmungen wichtiger als solistische Brillanz: "Es soll ein Schwung wie bei einem Film-Soundtrack entstehen. Soli sind wichtig und schön, wenn sie einem gelingen, aber es sollte nie darum gehen, so viele Töne wie möglich zu spielen - erst dann entstehen Bilder. Das Zusammenspiel ist einfach immens wichtig. Wenn es klappt, bringt es auch den Solisten weiter."
Einen ersten Vorgeschmack auf "Subnoder" geben die Kostproben unter hier. Live zu hören sind die fünf am 23. November 2007 im Keller des Achteckhauses Sondershausen.
Kartenvorverkauf
Karten zu 10 € (7 € für Schüler, Studenten) gibt es bei Brautmoden Nana, im Wezel-Cafe, bei der Sondershausen-Info sowie an der Abendkasse.
Autor: knMehr dazu schrieb uns der Leiter des Jazz- Sondershausen, Dr. Steffen Seiferling:
Gibt es Telepathie?
Nicht nur Käse, Schokolade und Uhren hat die Schweiz, sondern auch eine gut entwickelte Jazz-Szene. In ihrer relativen Isolation hat sie manches gemein mit der Jazz-Szene der DDR. Vergleiche können Thüringer Jazz-Fans im Achteckhaus Sondershausen bald selbst anstellen. Auf Einladung des Jazz-Clubs Sondershausen ist dort die Schweizer Band "Subnoder" um den Saxophonisten Jochen Baldes aus Zürich zu erleben. Die fünf Musiker spielen in klassischer Quintettbesetzung mit Saxophon, Trompete, Piano, Bass und Schlagzeug.
Auf der letzten CD "The Moholo Songs" sind alle Kompositionen von Jochen Baldes, aber die Atmosphäre und Stimmung vieler Nummern erinnert an goldene Zeiten des Jazz. Miles Davis hat Jochen Baldes schon im Mutterleib gehört: Seine Mutter war während der Schwangerschaft 1963 in einem Konzert des legendären Trompeters. Überhaupt hörten seine Eltern viele Platten von Miles Davis und John Coltrane. Das wirkt sich auf den Gruppensound von "Subnoder" aus. Saxophon und Trompete verschmelzen an vielen Stellen so, dass man sich nicht mehr unterscheiden kann. Baldes und seine Mitspieler Michael Gassmann (tp), Adrian Frey (p), Christoph Sprenger (b) und Elmar Frey (d) sind zu einer musikalischen Einheit verwachsen, in der telepathische Kommunikation möglich scheint.
Überhaupt sind für Jochen Baldes Stimmungen wichtiger als solistische Brillanz: "Es soll ein Schwung wie bei einem Film-Soundtrack entstehen. Soli sind wichtig und schön, wenn sie einem gelingen, aber es sollte nie darum gehen, so viele Töne wie möglich zu spielen - erst dann entstehen Bilder. Das Zusammenspiel ist einfach immens wichtig. Wenn es klappt, bringt es auch den Solisten weiter."
Einen ersten Vorgeschmack auf "Subnoder" geben die Kostproben unter hier. Live zu hören sind die fünf am 23. November 2007 im Keller des Achteckhauses Sondershausen.
Kartenvorverkauf
Karten zu 10 € (7 € für Schüler, Studenten) gibt es bei Brautmoden Nana, im Wezel-Cafe, bei der Sondershausen-Info sowie an der Abendkasse.