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Do, 08:50 Uhr
22.11.2007

Heimatforscher tauschen sich aus

Ichstedt (khh). Heimatforscher werden oft ein bisschen belächelt. Aber gerade mit ihren Kenntnissen und Chroniken können sie auch bei der modernen Schatzsuche behilflich sein.


Die Rohstoffpreise explodieren förmlich durch die Nachfrage in den Entwicklungsländern. Unter diesen Gesichtspunkten gesehen werden alte Lagerstätten wieder interessant, die schon mal als ausgebeutet galten, aber wegen der viel besseren Bergbautechnologie wieder interessant werden.

Gebiet ehemalige Schachtanlage (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Gebiet ehemalige Schachtanlage (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Wer vermutet schon hinter so einer einfachen Buschgruppe (Foto: ca. 200 m hinter Ortsausgang Ichstedt), dass hier mal versucht wurde Kupferschiefer zu gewinnen, aber nach 30 m Teufe wegen unbeherrschbaren Wasserzuflusses abgebrochen werden musste. Wer weiß jetzt schon, ob sich hier nicht auch mal später wieder Bergbau etablieren wird.

Wie schnell scheinbar „alte“ Lagerstätten wieder interessant werden können, zeigt die Ausschreibung der Lagerstätte Rossleben, die noch bis 31.01.2008 läuft (wir berichteten bereits). Kurz nach der Wende wegen zu geringer Rentabilität geschlossen, könnte es bald wieder Kaliproduktion in Rossleben geben.

Heimatforscher tauschen Erfahrungen aus  (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Heimatforscher tauschen Erfahrungen aus (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Unter diesen Gesichtspunkt interessant das Treffen in Ichstedt zwischen Hans-Jürgen Schmidt aus Sondershausen (bekannt durch Bücher und viele Schriften zur Geschichte des Bergbaus in der Region) und Paul Huke aus Ichstedt (Foto beim Fachsimpeln), der ursprünglich „nur“ eine Chronik zur Feuerwehr weiterführte und jetzt daraus eine interessante Ortschronik über Ichstedt aufgebaut. Durch die Geschichte des Bergbaus gaben sich in dem Gespräch viele Anknüpfungspunkte, da ja die ganze Region bergbauträchtig ist. Wer weiß unter den Jüngeren schon, dass im benachbarten Esperstedt mal Braunkohle abgebaut wurde, oder im benachbarten Udersleben ein Kupferhütte stand.

Interessant auch, wie in dem Gespräch recht unbekannte Details aus der Geschichte wieder auftauchten. So kamen 5 Waggons von der 1903 stillgelegten Grubenbahn (Borxleben – Kachstedt) der Braunkohlengrube „Zuversicht“ nach der Insel Borkum, wovon jetzt sogar noch ein Waggon unterwegs sein soll.

Oder hätte Sie gewusst, dass es eine Kyffhäuser Kleinbahn gab, die von 1916 bis 1966 von Artern-Ost, über Artern-West, Kachstedt, Borxleben, Ichstedt, Hachpfüffel, Tilleda, Sittendorf bis Berga-Kelbra fuhr? Über diese Verbindung wurde früher z.B. Kohle für die Saline Artern herangefahren. Für die 29,4 km lange Strecke sah der Sommerfahrplan 1920 bei Abfahrt in Artern-West um 6:00 eine Ankuftszeit von 7:25 in Berga-Kelbra vor.

Auf weitere Veröffentlichungen dieser Heimatforscher dürfen wir gespannt sein.
Autor: khh

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