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Fr, 16:42 Uhr
30.11.2007

Neues Stadtmarketingkonzept

Sondershausen (khh) Vor gut 10 Jahren nahm mit der Strategiewerkstatt das Stadtmarketing in Sondershausen seinen Anfang. Sowohl die politische Entwicklung, als auch besonders die demographische Entwicklung zwingen im Stadtmarketing zu einem Umdenken.

Was steckt dahinter? In einem Pressegespräch stellte heute Uwe Dönhoff Amt für Wirtschaftsförderung Sondershausen das Projekt „Neue Chancen für die Sondershäuser Innenstadt. Die Stärkung der lokalen Wirtschaft als Partner..“, kurz neues Stadtmarketingprojekt vor. In den nächsten ca. 2 Jahren sollen Leitlinien formuliert werden, wie die Stadt Sondershausen sich weiterentwickeln soll. Dazu hat man sich wieder prominente Unterstützung ins Boot geholt, Dr. Hardo Kendschek, der in Sondershausen kein Unbekannter ist. Das Institut „komet-empirica“ hat sich sowohl in Ost als auch in West mit Studien, besonders zur Regionalentwicklung und Stadtentwicklung, einen Namen gemacht.

In ersten Thesen wies Dr. Kendschek auf einige Probleme hin, vor der nicht nur Sondershausen als Stadt stehen wird. Bezogen auf 1990 wird bis 2020 Sondershausen voraussichtlich gut ein Drittel der Einwohner verlieren. Durch die demographische Entwicklung wird sich voraussichtlich die Zahl der jugendlichen Menschen von 14 bis 25 Jahre halbieren, die der älteren Menschen über 80 aber verdoppeln.
Das so genannte Vergreisen des ländlichen Raums wird auch um Sondershausen herum keinen Bogen machen. Aber auch in anderer Hinsicht entwickeln sich Probleme. Während zurzeit in der Stadt das Verhältnis weibl. Personen zu männl. Personen noch 82:100 (Altersgruppe 15 bis 25 Jährige) beträgt, wird sich das Verhältnis im ländlichen Raum noch deutlicher zu den männlichen Personen verschieben. Dr. Kendschek fand schon Ortschaften in Sachsen, in denen sich das Verhältnis auf 25:100 verschoben hatte.
Aber auch in politischer Hinsicht wird es Verschiebungen geben, denn die Fördertöpfe werden weiter deutlich schrumpfen und in einigen Jahren, befürchtet Dr. Kendschek, wird außer im Schülerverkehr ein Personennahverkehr in größerem Umfang kaum noch bezahlbar sein.

Diesen kommenden Herausforderungen muss sich die Stadt Sondershausen stellen. Wie soll es in den nächsten Jahren weiter gehen? Welche Lebensqualität soll den Bürgern geboten werden. Dazu gab es heute bereits Gespräche mit politischen Vertretern aller Fraktionen, wie diese Studie im weiteren Verlauf aussehen soll. Weitere Gespräche mit interessierten Bürgern aus dem Senioren-, Jugend- und Sozialbereich werden folgen. Denn ein wichtiger Punkt, so Dr. Kendschek, wird sein: Wie werden sich die Generationen begegnen.

Auch wenn Dr. Kendschek schon Ausblicke andeutete (Entwicklung Dienstleistungswirtschaft, weiterer Ausbau als Kulturstadt), ist jetztnoch etwas früh, bereits über mögliche Ansatzpunkte zu berichten. Dr. Kendschek sicherte aber zu, die Medien frühzeitig über weitere Entwicklungen zu informieren.
Autor: khh

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