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Fr, 18:21 Uhr
07.12.2007

kn-Forum: Es stinkt zum Himmel?

Immenrode/Sondershausen (kn). Die Erweiterung der Schweinemastanlage in Immenrode schlägt hohe Wellen in der Region. Vor allem die in großer Menge anfallende Gülle ist da das Problem. Zu diesem Thema ein Standpunkt von Rainer Scheerschmidt im Forum der Kyffhäuser-Nachrichten.


An der kürzlich durchgeführten Bürgerinformationsveranstaltung zur Erweiterung der Schweinemastanlage in Immenrode am 27.11.2007 nahmen von Seiten des VIBT Thüringen der Geschäftsführer des Landesverbandes, Herr Andreas Links, und die Mitglieder des Ortsverbandes Sondershausen von Großberndten und Immenrode teil. Der Investor, Herr van Asten, beabsichtigt die Kapazität der Anlage von derzeit 2000 Tiere auf 12000 Tiere zu erhöhen.

Eine derartige industriemäßige Massenproduktion bedeutet einen enormen Einschnitt in die Natur der Hainleite und deren Umgebung. Die anfallende Gülle soll auf ca. 700 ha landwirtschaftliche Nutzfläche ausgebracht werden. Eine hohe Nitratbelastung der Böden, die sich erst Jahrzehnte später auswirkt, wäre die Folge. Die Auswirkungen auf die sich in der Nähe befindlichen Wasserschutzzonen II und III sind nicht abzusehen.

Vieles was bisher in Immenrode, Großberndten und Umgebung geschaffen wurde (auch mit Fördergeldern) ist im weiteren Bestand bedroht.
Wie soll das beschlossene Tourismuskonzept in der Region durchgesetzt werden, z.B die Betreibung des Ferienpark Straußberg, des privat betriebenen Affenwaldes und der Rodelbahn, wenn mit ständiger unangenehmer Geruchsbelästigung und Einschränkungen anderer Art zu rechnen ist?

Ein Rückgang der Besucherzahlen bei diesen Einrichtungen und auch in Immenrode an der mit viel Engagement rekonstruierten historischen Turmwindmühle sowie des in Kleinberndten vom Verein „Landleben“ betriebenen Landschul- und Erlebnishof mit ca. 40 Betten, mit zugehörigem Tagungs- und Kreativräumen und Lehrpfad wäre die Folge. Schwerwiegend ist dabei auch die Tatsache, dass es dabei zu Arbeitsplatzverlusten kommen wird. Immerhin ist der Ferienpark der größte Arbeitgeber in der Region.

Die Straßen sind für die zu erwartende Belastung nicht ausgelegt. Transporte für Futter, Gülle und Tierkörperbeseitigung werden ein ständiges Verkehrsproblem darstellen. Allein für den Gülletransport werden hunderte von Fahrzeugen jährlich benötigt. Eine unvorstellbare Belastung der Natur und Umwelt mit Abgasen ist die unvermeidbare Folge.

Vorauszusehen ist auch, dass weitere Abwandern von Teilen der Bevölkerung, da sich das Lebensumfeld sehr stark verschlechtert. Mit der Schaffung einer größeren Schweinemastanlage wird effektiv kein einziger Arbeitsplatz mehr in der Region geschaffen, sondern nur die Grundlage für erhöhten Profit des Herrn van Asten.

Diese Auffassung des Volksinteressenbund Thüringen (VIBT) brachte der Geschäftsführer des Landesverbandes, Herr Links, auch in einem Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten der Linken, Kersten Neumann, in den Kyffhäuser Nachrichten zum Ausdruck. Die Mitglieder des VIBT Thüringen und insbesondere die Mitglieder des Ortsverbandes Sondershausen fordern den Verzicht auf die Errichtung der Schweinemastanlage im vorgesehenem Umfang. Wir appellieren an die Kommunalpolitiker und die Mitglieder des Landtages unserer Region, machen sie sich stark, unterstützen Sie die Belange der Einwohner von Immenrode, Kleinberndten und den anderen Anliegergemeinden. Stoppen Sie den Bau der Großmastanlage.
Rainer Scheerschmidt
Autor: kn

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