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Mo, 10:20 Uhr
10.12.2007

Keine Panik wegen Noro-Virus

Sondershausen (khh) In den Medien häufen sich Berichte über die Ausbreitung des Noro-Virus. Es ist im Kyffhäuserkreis auch ein Problem, und wenn ja wo? Wir haben nachgefragt.

Wie auf Anfrage von Kyffhäuser Nachrichten die neue Amtsärztin des Kyffhäuserkreises Dr. Sabine Hausweiler informierte, gibt es für den Kyffhäuserkreis hinsichtlich Noro-Viren keinerlei Anzeichen, dass eine Epidemie ausgebrochen, oder ein Ausbruch zu erwarten ist. Die gemeldeten Krankheitsfälle entsprechen in ihrer Häufigkeit für 2007 in etwa dem des Jahresverlaufs von 2006.

Seit 01.01.2007 bis 02.12.2007 gab es im ganzen Jahr 383 gemeldete Fälle im ganzen Kyffhäuserkreis (Stand der Meldungen vom 05.12.2007). Davon entfallen für den Berichtszeitraum von 4 Wochen (November bis 02.12.2007) insgesamt 103 Fälle. Bei der örtlichen Verteilung im Kyffhäuserkreis gab es keine Schwerpunktgebiete verstärkten Auftretens. Diese scheinbare Häufung im November ist aber normal, da das Auftreten des Noro-Virus stark jahreszeitlich bedingt ist und die Fälle bevorzugt in der kälteren Jahreszeit auftreten. So ein saisonales Ansteigen trat auch schon 2006 auf, so Dr. Sabine Hausweiler und ist damit kein Grund Panik zu machen. Auf dieses saisonale Ansteigen hatte Dr. Sabine Hausweiler schon vor einiger Zeit beim Pressegespräch anlässlich ihrer Amtseinführung hingewiesen, als Kyffhäuser Nachrichten gefragt hatte, was die nächsten Schwerpunktaufgaben sein würden (wir berichteten). Die vom Gesundheitsamt erfassten Fällen des Noro-Virus werden übrigens über Thüringer Stellen bis an das Robert-Koch-Institut weitergeleitet und dort für Deutschland aufgearbeitet.

In dem heutigen Gespräch wies Dr. Sabine Hausweiler auch darauf hin, dass nicht jeder Durchfall oder Erbrechen auf die Kappe des Noro-Virus geht. Analog ist die Situation ja beim Grippalen Infekt. Nicht jede Erkältung ist gleich die gefährliche echte Virus-Grippe.

Und wie kann man sich vor dem Noro-Virus schützen? Dr. Sabine Hausweiler brachte es auf eine einfache Formel:
Hygiene, Hygiene und nochmals Hygiene.
Was als Selbstverständlichkeit gelten sollte, kann die Weiterverbreitung des Noro-Virus gut unterbinden. Nach jedem Toilettenbesuch gründlich die Hände waschen und auch so für Sauberkeit in der Toilette sorgen. Es kann auch mal zu einer Tröpfcheninfektion kommen, wenn man direkt neben einem Erkrankten steht, der gerade erbricht, dass ist aber eine große Seltenheit, so Dr. Sabine Hausweiler.
Ist tatsächlich in einem Haushalt jemand am Noro-Virus erkrankt, gibt es spezielle Feuchttücher, mit der die Toiletten gesäubert werden müssen. Die Erkrankten, bzw. im Falle der Kinder, die Eltern, werden dazu gesondert belehrt, welche Feuchttücher am besten geeignet sind. Übrigens werden Gemeinschaftseinrichtungen schon prophylaktisch informiert, wie im Falle von Erkrankungen reagiert werden muss und welche Mittel dann eingesetzt werden müssen.


Bleibt nochmals zusammenfassend zu sagen, für Panikmache hinsichtlich des Noro-Virus gibt es im Kyffhäuserkreis keinen Anlass. Und die Einhaltung der normalen Hygieneregeln sollte ein stärkeres Ausbreiten verhindern. Zumal öfter mal die Hände waschen auch als Prophylaxe Nummer 1 für die Vermeidung von sonstigen Erkältungskrankheiten gilt.

Autor: khh

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