Mo, 12:09 Uhr
10.12.2007
Schieber auf
Die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Energieversorgung in der Nordthüringer Region zwischen den Landkreisen Nordhausen und dem Kyffhäuserkreis haben sich weiter erhöht. Am Vormittag ist nach rund fünfmonatiger Bauzeit in Großfurra eine moderne Erdgashochdruckleitung in Betrieb genommen worden.
Aufgedreht: Manfred Thiel, Erich Böhm, Ortsbürgermeister Schmidt, Georg Schäfer und Dr. Dieter Kautzleben (v.l.n.r.)
Die neu verlegte Rohrleitung von Großfurra nach Wollersleben (Landkreis Nordhausen) ist rund neun Kilometer lang, sie ersetzt eine bereits seit den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in Betrieb befindliche Gasleitung.
Zusammen mit den neuen Erdgasrohren wurden auf einem Teilstück des Trassenverlaufs zwischen Kleinfurra und Großfurra weiterhin über 21 Kilometer 20-kV-Mittelspannungskabel in die Erde gebracht. Die gleichzeitige Verlegung von Gasrohren und Stromkabeln senkt durch die Vermeidung von Mehrfachaufgrabungen die Kosten der Tiefbauarbeiten spürbar. Zudem wird der beschränkte unterirdische Bauraum effektiver genutzt. Grundsätzlich prüft E.ON Thüringer Energie bei allen Bauprojekten der energiewirtschaftlichen Infrastruktur - in Abstimmung mit den jeweiligen Kommunen - die Möglichkeit der zweispartigen Umsetzung.
Geschichtlicher Auflug bei Vorstellung des Projektes durch Dr. Dieter Kautzleben
Im Verlauf der Bauarbeiten mussten bei der Verlegung der neuen Rohre und Erdkabel mehrere Hindernisse bewältigt werden. So kreuzt die Leitungstrasse die Wasserläufe der Wipper und des Mühlbaches, auch die viel befahrene Bahnstrecke zwischen Halle/Saale und Kassel war zu überwinden. Vier Biotope wurden unterwandert. Hinzu kamen noch einige historische Überraschungen. Bei der vorsorglichen Absuche des Trassenverlaufs nach militärischen Kampfstoffen wurden vier Granaten aus dem zweiten Weltkrieg gefunden, die vom Kampfmittelräumdienst entsorgt wurden.
Weiterhin wurden bei Baggerarbeiten auf der Baustelle archäologische Funde aus der Zeit etwa 500 Jahre vor Christus gemacht. Die insgesamt acht Fundstellen - unter anderem entdeckte man Knochenmesser und Tonscherben - wurden während der gesamten Bauzeit vom Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie betreut. Auch mußte sich der Auftraggeber der Investition das OK von 33 Genehmigungsbehörden holen
Der Vize-Landrat des Kyffhäuserkreises, Georg Schäfer, sang dann noch in einer Gaststätte in Großfurra ein Hohelied auf die Energieversorger in diesem Land, die durch eine undifferenzierte Medienberichterstattung falsch verstanden werden. Vielmehr gebe es den ratlosen Bürger, der sich nicht über Hintergründe der steigenden Energiepreise informieren könne. Schäfer sprach während der E.ON Thüringer Energie-Veranstaltung gegen eine pauschale Verunglimpfung der Unternehmen aus und wünschte sich einen allseits informierten Kunden.
Insgesamt sind im Auftrag der TEN Thüringer Energienetze GmbH für das Bauprojekt zwischen Großfurra und Wollersleben rund 1,4 Millionen Euro investiert worden. Für den Um- und Ausbau der Strom-, Erdgas- und Wärmeversorgungsanlagen haben die E.ON Thüringer Energie AG und ihre Vorgängerunternehmen seit 1990 rund vier Milliarden Euro aufgewendet.
Die heute in Betrieb genommene Investition ist vorerst die letzte dieser Größenordnung in Nordthüringen. Im kommenden Jahr wird es weitere Umbauarbeiten am und im Umspannwerk in Wolkramshausen geben.
Autor: nnzAufgedreht: Manfred Thiel, Erich Böhm, Ortsbürgermeister Schmidt, Georg Schäfer und Dr. Dieter Kautzleben (v.l.n.r.)
Die neu verlegte Rohrleitung von Großfurra nach Wollersleben (Landkreis Nordhausen) ist rund neun Kilometer lang, sie ersetzt eine bereits seit den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in Betrieb befindliche Gasleitung.
Zusammen mit den neuen Erdgasrohren wurden auf einem Teilstück des Trassenverlaufs zwischen Kleinfurra und Großfurra weiterhin über 21 Kilometer 20-kV-Mittelspannungskabel in die Erde gebracht. Die gleichzeitige Verlegung von Gasrohren und Stromkabeln senkt durch die Vermeidung von Mehrfachaufgrabungen die Kosten der Tiefbauarbeiten spürbar. Zudem wird der beschränkte unterirdische Bauraum effektiver genutzt. Grundsätzlich prüft E.ON Thüringer Energie bei allen Bauprojekten der energiewirtschaftlichen Infrastruktur - in Abstimmung mit den jeweiligen Kommunen - die Möglichkeit der zweispartigen Umsetzung.
Geschichtlicher Auflug bei Vorstellung des Projektes durch Dr. Dieter Kautzleben
Im Verlauf der Bauarbeiten mussten bei der Verlegung der neuen Rohre und Erdkabel mehrere Hindernisse bewältigt werden. So kreuzt die Leitungstrasse die Wasserläufe der Wipper und des Mühlbaches, auch die viel befahrene Bahnstrecke zwischen Halle/Saale und Kassel war zu überwinden. Vier Biotope wurden unterwandert. Hinzu kamen noch einige historische Überraschungen. Bei der vorsorglichen Absuche des Trassenverlaufs nach militärischen Kampfstoffen wurden vier Granaten aus dem zweiten Weltkrieg gefunden, die vom Kampfmittelräumdienst entsorgt wurden.
Weiterhin wurden bei Baggerarbeiten auf der Baustelle archäologische Funde aus der Zeit etwa 500 Jahre vor Christus gemacht. Die insgesamt acht Fundstellen - unter anderem entdeckte man Knochenmesser und Tonscherben - wurden während der gesamten Bauzeit vom Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie betreut. Auch mußte sich der Auftraggeber der Investition das OK von 33 Genehmigungsbehörden holen
Der Vize-Landrat des Kyffhäuserkreises, Georg Schäfer, sang dann noch in einer Gaststätte in Großfurra ein Hohelied auf die Energieversorger in diesem Land, die durch eine undifferenzierte Medienberichterstattung falsch verstanden werden. Vielmehr gebe es den ratlosen Bürger, der sich nicht über Hintergründe der steigenden Energiepreise informieren könne. Schäfer sprach während der E.ON Thüringer Energie-Veranstaltung gegen eine pauschale Verunglimpfung der Unternehmen aus und wünschte sich einen allseits informierten Kunden.
Insgesamt sind im Auftrag der TEN Thüringer Energienetze GmbH für das Bauprojekt zwischen Großfurra und Wollersleben rund 1,4 Millionen Euro investiert worden. Für den Um- und Ausbau der Strom-, Erdgas- und Wärmeversorgungsanlagen haben die E.ON Thüringer Energie AG und ihre Vorgängerunternehmen seit 1990 rund vier Milliarden Euro aufgewendet.
Die heute in Betrieb genommene Investition ist vorerst die letzte dieser Größenordnung in Nordthüringen. Im kommenden Jahr wird es weitere Umbauarbeiten am und im Umspannwerk in Wolkramshausen geben.


