Mo, 11:53 Uhr
17.12.2007
Hohe Erlöse
Oftmals begründen auch Thüringer Stromlieferanten die steigenden Preise mit höheren Kosten. Die Statistiker des Landes belegen das nicht. Die nnz mit den Zahlen.
Größter Stromverbraucher im Jahr 2006 war nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die Industrie mit 45,5 Prozent am Gesamtvolumen. Die privaten Haushalte benötigten 3,0 Milliarden Kilowattstunden, ihr Strombedarf stieg um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil am gesamten Stromabsatz betrug 26,3 Prozent. Der Absatzanteil der sonstigen Abnehmer wie öffentliche Einrichtungen und Handel betrug 28,1 Prozent. Er verringerte sich um 5,1 Prozent.
Seit 1991 ist der Strombedarf um 34,5 Prozent gestiegen. 1993 wurde mit 7,7 Milliarden Kilowattstunden der geringste Stromabsatz registriert. In den Jahren 1992/1993 lag der Anteil der privaten Haushalte noch über dem der Industrie.
Die Erlöse der Stromversorger sind im Jahr 2006 um 7,6 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gestiegen. Die Erlöse erhöhten sich deutlicher als der Absatz und der Trend zu höheren Stromerlösen gegenüber dem Stromabsatz setzte sich 2006 fort.
Durchschnittlich zahlten die Verbraucher 11,59 Cent je Kilowattstunde (Ct/kWh). Dabei kam es zwischen den Verbrauchergruppen zu erheblichen Preisunterschieden, welche vertragsregelabhängig sind. Zahlte die Industrie, meist als Sonderkunde, 8,53 Ct/kWh, mussten die sonstigen Abnehmer 11,60 Ct/kWh zahlen, die privaten Haushalte sogar 16,85 Ct/kWh. Durchschnittlich mussten die Thüringer Verbraucher 1,12 Ct/kWh mehr als im Bundesdurchschnitt bezahlen. Das war ein um 10,7 Prozent höherer Preis.
Erlöse werden ohne Mehrwertsteuer und ohne rückwirkende Stromsteuerrückerstattungen ausgewiesen, enthalten jedoch die Netznutzungsentgelte, die Stromsteuer, die Konzessionsabgaben sowie Ausgleichsabgaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz. Die Erlöse zeigen nur die Einnahmeseite der Stromversorger auf und sind nicht mit deren Gewinn identisch.
Autor: nnzGrößter Stromverbraucher im Jahr 2006 war nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die Industrie mit 45,5 Prozent am Gesamtvolumen. Die privaten Haushalte benötigten 3,0 Milliarden Kilowattstunden, ihr Strombedarf stieg um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil am gesamten Stromabsatz betrug 26,3 Prozent. Der Absatzanteil der sonstigen Abnehmer wie öffentliche Einrichtungen und Handel betrug 28,1 Prozent. Er verringerte sich um 5,1 Prozent.
Seit 1991 ist der Strombedarf um 34,5 Prozent gestiegen. 1993 wurde mit 7,7 Milliarden Kilowattstunden der geringste Stromabsatz registriert. In den Jahren 1992/1993 lag der Anteil der privaten Haushalte noch über dem der Industrie.
Die Erlöse der Stromversorger sind im Jahr 2006 um 7,6 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gestiegen. Die Erlöse erhöhten sich deutlicher als der Absatz und der Trend zu höheren Stromerlösen gegenüber dem Stromabsatz setzte sich 2006 fort.
Durchschnittlich zahlten die Verbraucher 11,59 Cent je Kilowattstunde (Ct/kWh). Dabei kam es zwischen den Verbrauchergruppen zu erheblichen Preisunterschieden, welche vertragsregelabhängig sind. Zahlte die Industrie, meist als Sonderkunde, 8,53 Ct/kWh, mussten die sonstigen Abnehmer 11,60 Ct/kWh zahlen, die privaten Haushalte sogar 16,85 Ct/kWh. Durchschnittlich mussten die Thüringer Verbraucher 1,12 Ct/kWh mehr als im Bundesdurchschnitt bezahlen. Das war ein um 10,7 Prozent höherer Preis.
Erlöse werden ohne Mehrwertsteuer und ohne rückwirkende Stromsteuerrückerstattungen ausgewiesen, enthalten jedoch die Netznutzungsentgelte, die Stromsteuer, die Konzessionsabgaben sowie Ausgleichsabgaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz. Die Erlöse zeigen nur die Einnahmeseite der Stromversorger auf und sind nicht mit deren Gewinn identisch.