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Sa, 19:56 Uhr
29.12.2007

nnz-Forum: Zu Briefe aus Bad Füssing

Wie in den vergangenen Jahren, so treffen auch die diesjährigen Briefe aus Bad Füssing auf ein Echo, das wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.


Mit diesem Brief wurde angesprochen, was mir auch bereits einige Tage durch den Kopf geht. Weihnachten wird anknüpfend an die biblische Geschichte, die menschliche Seite unseres Lebens in den Vordergrund geschoben. Da werden Buß- und Mahnbescheide eingefroren, es wird von Menschen lobend geredet, die sich sozial engagieren. Der Ministerpräsident besucht die Tafel, die arme Menschen versorgt und zeigt sich erfreut über das Engagement.

Da wird nicht darüber geredet, dass es der gleiche Ministerpräsident war, der vor gar nicht langer Zeit durchsetzte, dass den Blinden das Blindengeld gestrichen wurde, das im neuen Jahr auf Grund erheblicher Proteste nun wieder – allerdings stark gekürzt – eingeführt wird.


Die gleichen Regierungsleute und Abgeordneten, die sich in den vergangenen Tagen so christlich und sozial gaben, haben die Mittel für soziale Einrichtungen und soziale Arbeit in den vergangenen Jahren drastisch gekürzt, so dass natürlich auch Leistungen der sozial engagierten Ehrenamtlichen nicht mehr in den Maßen möglich waren, ich denke da u. a. an Beratungstätigkeiten ob bei der Suchtberatungen, den Arbeitsloseninitiativen, Schuldnerberatungen usw.

Mit Beginn des neuen Jahres wird man wieder zur Tagesordnung übergehen. Der christliche Schein ist beendet. Nun wird weiter gespart – natürlich nicht bei den Diäten, sondern bei den Sozialleistungsempfängern, nicht bei den Führungskräften mit Spitzengehältern, sondern bei den „kleinen“ Arbeitern und Angestellten, für die 4,50 Euro Mindestlohn reichen soll (wenn man ihnen überhaupt ein ordentliches Arbeitsverhältnis bietet).
Auf die Idee, dass viele der in der Weihnachtszeit so gelobten ehrenamtlichen Engagements und Spenden eigentlich nur durch eine verfehlte Sozialpolitik der Bundes- und Landesregierung notwendig geworden sind und offensichtlich immer notwendiger werden, kommen diese Herren und Damen natürlich nicht. Nun beginnt ein neues Jahr, doch hoffentlich nicht alles von vorn!
Klaus Henze
Autor: nnz

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