Fr, 10:44 Uhr
04.01.2008
Virtuoses Klavierspiel
Im 5. Sinfoniekonzert widmet sich das Loh-Orchester Sondershausen einem echten Virtuosenkonzert, dem ersten Klavierkonzert e-Moll von Frédéric Chopin. In diesem Werk steht der Solist wie eine Primadonna im absoluten Mittelpunkt. Weitere musikalische Einzelheiten mit einem Klick...
Chopin, ein brillanter und seinerzeit gefeierter Pianist, komponierte ausschließlich für das eigene Instrument – und führte seine Werke auch selber auf. Chopin, in Polen geboren, gilt als ein Komponist, der einen spezifischen, nationalen Ton in seiner Musik fand. So ist das erste Klavierkonzert gewissermaßen polnisch gefärbt, wenn Chopin etwa im dritten Satz einen Krakowiak (Krakauer), einen aus der Region von Krakau stammenden Tanz im raschen 2/4-Takt verwendet.
Der in Sibirien geborene Igor Kamenz, international gefragter Pianist, wird das Klavierkonzert gemeinsam mit dem Loh-Orchester als Solist bestreiten. Kamenz kann nicht nur auf 18 erste Preise bei internationalen Klavierwettbewerben zurückblicken, sondern auch auf Konzerte in renommierten Häusern wie der Hamburger Musikhalle, dem Berliner Konzerthaus, der Liederhalle Stuttgart, dem Kennedy-Center in Washington oder der Salle Gaveau in Paris.
Wie Chopin gilt auch der Finne Jean Sibelius gilt als nationaler Komponist. Seine Tondichtung Finlandia beispielsweise – sie eröffnet das Sinfoniekonzert – galt seinerzeit als Ausdruck des finnischen Kampfes für nationale Unabhängigkeit und wurde schnell zu einer Art heimlichen Nationalhymne: Das Werk entstand 1899 als Teil einer mehrsätzigen sinfonischen Dichtung anlässlich einer Protestveranstaltung gegen die Unterdrückung Finnlands durch das zaristische Russland. Durch die russischen Behörden wurde das Werk bald verboten. Finlandia wurde damals zu einem echten Politikum – ebenso wie die Sinfonie Mathis der Maler von Paul Hindemith.
Der Uraufführung der Sinfonie am 12. März 1934 mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler war ein großer Erfolg beschieden, der Hindemiths Gegner anstachelte und bald in eine fürchterliche Hetzkampagne gegen den von den Nationalsozialisten wenig geschätzten Neutöner mündete. Inspirationsquelle für den Komponisten war der Schöpfer des berühmten Isenheimer Altars – der Maler Matthias Grünewald. Der Gefühlszustand, so Hindemith, den die Bilder im Betrachter auslösen war es, den er in seiner Musik einzufangen suchte.
Die musikalische Leitung des 5. Sinfoniekonzerts hat ein weiterer Gast: der Brite Hilary Griffiths. Er war u.a. Generalmusikdirektor in Regensburg und Chefdirigent an der Staatsoper Prag, wo er weiterhin häufig gastiert. Griffiths gehört zu den Kandidaten für den Posten des Generalmusikdirektors des Loh-Orchesters.
Das 5. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters findet im Haus der Kunst Sondershausen am Samstag, den 12. Januar, statt und im Theater Nordhausen am Sonntag, den 13. Januar. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Jeweils um 19.00 Uhr gibt die Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann eine Einführung im Foyer.
Karten gibt es im Vorverkauf an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH und an der Theaterkasse unter Tel. 03631 98 34 52.
Autor: nnzChopin, ein brillanter und seinerzeit gefeierter Pianist, komponierte ausschließlich für das eigene Instrument – und führte seine Werke auch selber auf. Chopin, in Polen geboren, gilt als ein Komponist, der einen spezifischen, nationalen Ton in seiner Musik fand. So ist das erste Klavierkonzert gewissermaßen polnisch gefärbt, wenn Chopin etwa im dritten Satz einen Krakowiak (Krakauer), einen aus der Region von Krakau stammenden Tanz im raschen 2/4-Takt verwendet.
Der in Sibirien geborene Igor Kamenz, international gefragter Pianist, wird das Klavierkonzert gemeinsam mit dem Loh-Orchester als Solist bestreiten. Kamenz kann nicht nur auf 18 erste Preise bei internationalen Klavierwettbewerben zurückblicken, sondern auch auf Konzerte in renommierten Häusern wie der Hamburger Musikhalle, dem Berliner Konzerthaus, der Liederhalle Stuttgart, dem Kennedy-Center in Washington oder der Salle Gaveau in Paris.
Wie Chopin gilt auch der Finne Jean Sibelius gilt als nationaler Komponist. Seine Tondichtung Finlandia beispielsweise – sie eröffnet das Sinfoniekonzert – galt seinerzeit als Ausdruck des finnischen Kampfes für nationale Unabhängigkeit und wurde schnell zu einer Art heimlichen Nationalhymne: Das Werk entstand 1899 als Teil einer mehrsätzigen sinfonischen Dichtung anlässlich einer Protestveranstaltung gegen die Unterdrückung Finnlands durch das zaristische Russland. Durch die russischen Behörden wurde das Werk bald verboten. Finlandia wurde damals zu einem echten Politikum – ebenso wie die Sinfonie Mathis der Maler von Paul Hindemith.
Der Uraufführung der Sinfonie am 12. März 1934 mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler war ein großer Erfolg beschieden, der Hindemiths Gegner anstachelte und bald in eine fürchterliche Hetzkampagne gegen den von den Nationalsozialisten wenig geschätzten Neutöner mündete. Inspirationsquelle für den Komponisten war der Schöpfer des berühmten Isenheimer Altars – der Maler Matthias Grünewald. Der Gefühlszustand, so Hindemith, den die Bilder im Betrachter auslösen war es, den er in seiner Musik einzufangen suchte.
Die musikalische Leitung des 5. Sinfoniekonzerts hat ein weiterer Gast: der Brite Hilary Griffiths. Er war u.a. Generalmusikdirektor in Regensburg und Chefdirigent an der Staatsoper Prag, wo er weiterhin häufig gastiert. Griffiths gehört zu den Kandidaten für den Posten des Generalmusikdirektors des Loh-Orchesters.
Das 5. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters findet im Haus der Kunst Sondershausen am Samstag, den 12. Januar, statt und im Theater Nordhausen am Sonntag, den 13. Januar. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Jeweils um 19.00 Uhr gibt die Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann eine Einführung im Foyer.
Karten gibt es im Vorverkauf an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH und an der Theaterkasse unter Tel. 03631 98 34 52.