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Mo, 13:44 Uhr
14.01.2008

„Blutsauger“ sind meist unterwegs

In diesem Jahre feiert der Blutspendedienst in Nordhausen seinen 45. Geburtstag. Maßgeblich beteiligt an der Fest-Vorbereitung ist das Institutes für Transfusionsmedizin und Blutspende des Nordhäuser Südharz-Krankenhauses. Allerdings bleibt die Alltagsarbeit dabei nicht auf der Strecke, versichert die Chefärztin, Diplommedizinerin Ute Leib.

Im Labor des Institutes (Foto: SHK) Im Labor des Institutes (Foto: SHK)
Das Foto zeigt das Labor des Institutes. Bildmitte stehend: Chefärztin Ute Leib

Die Bilanz des vergangenen Jahres, die kann sich sehen lassen. So wurden 2007 rund 11.000 Blutkonserven im Landkreis Nordhausen sowie im „Altkreis“ Sondershausen abgenommen. Im Jahr davor (2006) waren es 10.000 Konserven. Rund 3.300 Frauen und Männer haben im zurückliegenden Jahr sich zur Ader gelassen. Die Statistik komplettieren die Eigenblutspender sowie die maschinellen Spenden.

Gab es zu DDR-Zeiten die Spenden in Großbetrieben als feste Größe für die Transfusionsmediziner, so sind sie in der heutigen Zeit auf die Werbung, auf die Mund-Zu-Mund-Propaganda angewiesen. Motive für eine unentgeltliche Blutspende gibt es genügend. Ute Leib: „Neben dem Motiv, mit der Blutspende Leben retten zu können, erhalten unsere Spender einen klinischen Checkup, sowie einen Blutspendeausweis mit Blutgruppenbestimmung und Antikörpersuchtest. Außerdem werden sie auf fünf Infektionskrankheiten untersucht und ein Leberenzym wird bestimmt.“

Neben der Chefärztin und einer weiteren Ärztin für Transfusionsmedizin (Dr. med. Maria Westphal) arbeiten 14 medizinisch-technischen Assistenten, Schwestern, eine Sekretärin, ein Chemiker sowie Zivildienstleistende am Institut. Wenn die zu den Blutspendeterminen „über Land“ fahren, dann kann es im Südharz-Krankenhaus schon mal eng werden mit dem Personal. Deshalb freut sich Frau Leib über die tatkräftige Unterstützung ehemaliger Kollegen wie Dr. Franz Busch oder Dr. Maximilian Schönfelder bei den Außenterminen.

Auf die Zahlen des vergangenen Jahres ist das gesamte Team mit Recht stolz. Und trotzdem: Vor allem gibt es Bedarf bei jungen Spendern. Deshalb ist die Freude über Termine wie jüngste in der Fachhochschule groß. Dort ließen sich 50 Studierende sowie Mitarbeiter der Einrichtung „an die Nadel“ legen. Ein Dankeschön gilt an dieser Stelle aber auch allen öffentlichen Einrichtungen sowie Unternehmen, die sowohl ihre Mitarbeiter motivieren als auch das Team aus dem Südharz-Krankenhaus samt Equipment gern willkommen heißen.

Seit letztem Jahr gibt am Südharz-Krankenhaus sowie in der Gemeinschaftspraxis von Dr. Kathrin Uhlig und Dr. Karsten Uhlig in Obergebra die Möglichkeit, Blut am Wochenende zu spenden. Das wird künftig auch im neuen DRK-Zentrum in Sondershausen der Fall sein.

Ohne die vielfältige Unterstützung des Deutschen Roten Kreuz, so Chefärztin Leib, wäre die Realisierung dieser anspruchsvollen und doch „so schönen“ Aufgabe nicht möglich. Auch dafür möchte sich das Team des Institutes für Transfusionsmedizin und Blutspende recht herzlich bedanken.
Autor: nnz

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