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Mi, 07:24 Uhr
30.01.2008

Doppelt kann besser halten

Im Kyffhäuserkreis ist der Sozialverband VdK seit Jahren durch sein Engagement für Barrierefreiheit und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen bekannt. Jetzt konnten weitere Schritte in diese Richtung vermeldet werden...

Kritisch begutachtet (Foto: Henze) Kritisch begutachtet (Foto: Henze)
Kritisch, aber auch voller Hochachtung überzeugten sich die Vertreter des Sozialverbandes VdK von dem Bottendorfer Engagement für Barrierefreiheit. Im Bild von links nach rechts: Ernst-Günter Jäger, Rudolf Eube, die Mitarbeiterin der Gemeinde Ingeborg Bergmann, Goldi Morcinek und Margot Schüchner

Immerhin gelang des dem VdK-Kreisverband Nordthüringen mit seinen zielstrebigen Diskussionen und Aktionen sieben Kommunen seines Einzugsgebietes zum Beitritt zur Erklärung von Barcelona „Die Stadt und die Behinderten“ zu gewinnen und sich damit zur Barrierefreiheit bei der Stadtentwicklung zu bekennen. Jüngstes Kind dieser Familie ist die Stadt Wiehe, die den Beitritt per Stadtratsbeschluss vom 24. September 2007 vollzog. Ihr voraus gingen die Kommunen: Bad Frankenhausen, Artern, Roßleben, Oldisleben, Nordhausen, Bleicherode.

Die Stadt Bad Frankenhausen konnte nach umfangreichen Sanierungsarbeiten am 25. Oktober 2006 als erste Thüringer Stadt für ihr Rathaus die VdK-Plakette „Barrierefrei erbaut“ des Landesverbandes Hessen-Thüringen entgegen nehmen. Den wachsenden Aufgaben auf dem Gebiet der Barrierefreiheit Rechnung tragend organisierte der Landesverband des VdK an seiner Ehrenamtsakademie in Nidda-Bad Salzhausen im Juli bis September 2006 erstmals die Ausbildung von 18 „VdK-Fachkraft Barrierefreiheit“.

Der Kreisverband Nordthüringen war in der glücklichen Lage mit Goldi Morcinek aus Bad Frankenhausen und Frank Witting aus Ilfeld gleich zwei erfolgreiche Absolventen zu haben. Sie sind nicht nur im Sozialverband VdK auf diesem Gebiet tätig, sondern zugleich auch Behindertenbeauftragte ihrer Heimatkreise Kyffhäuserkreis bzw. Nordhausen. Die Umsetzung ihrer Aufgaben erfordert viel Kleinarbeit und nicht immer sind die Ergebnisse im Kampf um Barrierefreiheit immer so sichtbar, wie am Bad Frankenhäuser Rathaus.

Und doch gibt es in den Kreisen Nordhausen und Kyffhäuserkreis auch eine Reihe weiterer Einrichtungen, an denen die Bestrebungen der Kommunen sichtbar werden. Der Sozialverband VdK Nordthüringen will diese Bemühungen sichtbar machen und anerkennen mit weiteren Auszeichnungen von Objekten mit der VdK-Plakette „Barrierefrei erbaut“. Dazu liegen im Kyffhäuserkreis bereits vier Vorschläge vor. So überzeugte sich Goldi Morcinek als VdK-Fachkraft, Stellvertretende Kreisvorsitzende und nicht zuletzt auch als Behindertenbeauftragte des Kyffhäuserkreises gestern Nachmittag von der Zugänglich- und Nutzbarkeit der Mehrzeckhalle sowie der Kupferhütte Bottendorf.

Gerald Brödel, Margot Schüchner (links) und Goldi Morcinek. (Foto: Henze) Gerald Brödel, Margot Schüchner (links) und Goldi Morcinek. (Foto: Henze) An der Begehung nahmen Margot Schüchner und Rudolf Eube vom Ortsvorstand Donndorf-Bottendorf-Wiehe des VdK und letzterer zugleich Behindertenbeauftragter der Stadt Wiehe, Ernst-Günter Jäger als Behindertenbeauftragter der Stadt Roßleben (dessen Ortsteil Bottendorf ist) und die für die beiden Objekte zuständige Mitarbeiterin der Kommune Ingeborg Bergmann teil. Die Einrichtungen hielten den kritischen Blicken der „Inspekteure“ stand, was Ortsteilbürgermeister Gerald Brödel in einem abschließenden Gespräch gern zur Kenntnis nahm. Hinweise für weitere Verbesserungen wurden entgegen genommen. Nicht ohne Stolz verwies Brödel darauf, dass die Bottendorfer die Zeit genutzt haben und bei der Dorfentwicklung die Barrierefreiheit nie aus den Augen ließen.

Die Bottendorfer können sich freuen, dass beide Einrichtungen in absehbarer Zeit wohl mit dem begehrten Prädikat des Sozialverbandes VdK Hessen-Thüringen ausgezeichnet werden. Das sollte Anreiz sein für weitere Einrichtungen, sich um diese Anerkennung zu bewerben. Heinweise werden gern in den Beratungsstellen des VdK-Kreisverbandes in Nordhausen, Sondershausen und Artern entgegen genommen.
Text und Fotos Klaus Henze
Autor: kn

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