Di, 18:48 Uhr
05.02.2008
Mikroprojekt von LOS im Hasenholz
Das Bundesprogramms LOS – Lokales Kapital für Soziale Zwecke hat auch für die Förderperiode Juli 2007 – Juni 2008 wieder den Zuschlag in Höhe von 195.000 Euro erhalten. Wir besuchten ein Mikroprojekt von LOS im Hasenholz-Östertal-Center von Sondershausen.
Was ist die Aufgabenstellung von LOS? Neben den übergeordneten Zielen wie Unterstützung von Aktivitäten zur beruflichen Eingliederung, Unterstützung von nachhaltiger Netzwerkarbeit und Unterstützung bei Existenzgründung, sollen aber auch solche Sachen wie die Beteiligung von Erwachsenen am lebenslangen Lernen ausbauen und die Weiterbildung von besonders Benachteiligten (Langzeitarbeitslose, Unqualifizierte und Aussiedler organisiert werden.
So ein Projekt läuft zurzeit im Hasenholz-Östertal-Center von Sondershausen. Hier sollen Aussiedler verstärkt Kenntnisse vermittelt werden, die sie befähigen, besser auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Bei dem hier besuchten Mikroprojekt von LOS werden Aussiedlerinnen in einem Kurs mit bei uns geltenden gesetzlichen Bestimmungen auf hauswirtschaftlichen Gebiet vertraut gemacht. Das erfolgt aber nicht im sturen Lernen von Gesetzestexten, sondern hauptsächlich in der praktischen Ausbildung. Im weiteren Verlauf erfolgt auch eine hygienische Schulung im Bereich HACCP, dass ich hier lieber nicht übersetzen möchte, was aber eben Grundregeln beinhaltet, wie keine offenen Haare in Küche usw.
Neben dem Gesundheitspass, gibt es anschließend ein Zertifikat von der FAU (Gemeinnützige Fördergesellschaft Arbeit und Umwelt) Sondershausen, welches dieses Projekt auch finanziell und organisatorisch begleitet. Wie es so neudeutsch heißt, learning by doing, sprich Lernen durch Tun musste heute natürlich auch mal ein komplettes Gericht gekocht werden. Und damit jeder sich anstrengte, musste es auch noch selbst gegessen werden. Auch wenn ich erst nach dem Essen kam, konnte ich noch paar Reste probieren und musste feststellen, es hat sehr gut gemundet. Schade, dass ich zuvor schon Mittagbrot gegessen hatte.
Damit die Themen nicht so trocken sind, organisiert Dozentin Burgunde Krumm (im Bild ganz rechts) zur Abwechslung auch mal lustige Tischspiele und stellt Tischsitten aus Deutschland vor. Hier macht sie selbst bei einem Spaß mit, den Karla Kreyer von der FAU (nicht im Bild) inizierte.
Nach Ende sprach kn noch mit Burgunde Krumm, selbst Hauswirtschaftsmeister, zu einigen Problemen bei solchen Schulungen. Auf der einen Seite sind für eine gute Integration von Aussiedlern gemeinsame Veranstaltungen mit Einheimischen notwendig, auf der anderen Seite sind gemischte Gruppen bei solchen Schulungen auch nicht günstig. Den Einheimischen geht es oft nicht schnell genug, während bei normalem Sprachtempo die Aussiedler nicht so gut mitkommen. Deshalb hält sie Schulungen in homogenen Gruppe wie heute (nur Aussiedler) für die geeignetere Variante. Burgunde Krumm hält gemeinsame Essen für einen besseren Ansatzpunkt, damit sich Einheimische und Aussiedler näher kommen. Bei solchen Essen kommt es während und nach dem Essen zu mehr und besseren Kontakten, als bei anderen Veranstaltungen, so ihre Erfahrung. Was bei Geschäftsleuten klappt und Gang und Gebe ist (Geschäftsessen), sollte auch hier versucht werden. Nur mit Essen ist natürlich die Integration von Aussiedlern nicht zu lösen, aber es kann ein erster Schritt sein.
Rezept:
Als Hachfleich-Fan habe ich natürlich auch sofort mal die Hachfleisch-Bällchen probiert. Und auch die waren etwas anders zubereitet. Während bei uns solche Hachfleisch-Bällchen nur mit Fleisch oder mit etwas eingeweichter Semmel (zur besseren Bindung) zubereitet werden, durfte ich heute eine andere schmackhafte Variante probieren. Hier wird die Hackfleichmasse mit Schweinefleisch, Milch, Zwiebel, Ei und gekochter Kartoffel verarbeitet und mit Salz und schwarzem Pfeffer gewürzt. Auch eine andere Variante hat mir geschmeckt, aber für viele Deutsche ist wegen des Übergewichts die russische Variante der Salzkartoffel nicht so empfehlenswert. Da wird noch Butter auf die heiße Salzkartoffel gegeben.
Ansprechpartner für das LOS Programm
Janin Panse - Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V.
Ferdinand- Schlufter- Str. 48 - 99706 Sonderhausen
Tel: 03632/759399 - Email: kjr.panse@gmx.de
oder
Jörn Krause - Landratsamt Kyffhäuserkreis -Jugendamt
Johann- Karl- Wezel- Str. 7 - 99706 Sondershausen
Tel: 03632/741622 - Email: j.krause@kyffhaeuser.de
Autor: khhWas ist die Aufgabenstellung von LOS? Neben den übergeordneten Zielen wie Unterstützung von Aktivitäten zur beruflichen Eingliederung, Unterstützung von nachhaltiger Netzwerkarbeit und Unterstützung bei Existenzgründung, sollen aber auch solche Sachen wie die Beteiligung von Erwachsenen am lebenslangen Lernen ausbauen und die Weiterbildung von besonders Benachteiligten (Langzeitarbeitslose, Unqualifizierte und Aussiedler organisiert werden.
So ein Projekt läuft zurzeit im Hasenholz-Östertal-Center von Sondershausen. Hier sollen Aussiedler verstärkt Kenntnisse vermittelt werden, die sie befähigen, besser auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Bei dem hier besuchten Mikroprojekt von LOS werden Aussiedlerinnen in einem Kurs mit bei uns geltenden gesetzlichen Bestimmungen auf hauswirtschaftlichen Gebiet vertraut gemacht. Das erfolgt aber nicht im sturen Lernen von Gesetzestexten, sondern hauptsächlich in der praktischen Ausbildung. Im weiteren Verlauf erfolgt auch eine hygienische Schulung im Bereich HACCP, dass ich hier lieber nicht übersetzen möchte, was aber eben Grundregeln beinhaltet, wie keine offenen Haare in Küche usw.
Neben dem Gesundheitspass, gibt es anschließend ein Zertifikat von der FAU (Gemeinnützige Fördergesellschaft Arbeit und Umwelt) Sondershausen, welches dieses Projekt auch finanziell und organisatorisch begleitet. Wie es so neudeutsch heißt, learning by doing, sprich Lernen durch Tun musste heute natürlich auch mal ein komplettes Gericht gekocht werden. Und damit jeder sich anstrengte, musste es auch noch selbst gegessen werden. Auch wenn ich erst nach dem Essen kam, konnte ich noch paar Reste probieren und musste feststellen, es hat sehr gut gemundet. Schade, dass ich zuvor schon Mittagbrot gegessen hatte.
Damit die Themen nicht so trocken sind, organisiert Dozentin Burgunde Krumm (im Bild ganz rechts) zur Abwechslung auch mal lustige Tischspiele und stellt Tischsitten aus Deutschland vor. Hier macht sie selbst bei einem Spaß mit, den Karla Kreyer von der FAU (nicht im Bild) inizierte.
Nach Ende sprach kn noch mit Burgunde Krumm, selbst Hauswirtschaftsmeister, zu einigen Problemen bei solchen Schulungen. Auf der einen Seite sind für eine gute Integration von Aussiedlern gemeinsame Veranstaltungen mit Einheimischen notwendig, auf der anderen Seite sind gemischte Gruppen bei solchen Schulungen auch nicht günstig. Den Einheimischen geht es oft nicht schnell genug, während bei normalem Sprachtempo die Aussiedler nicht so gut mitkommen. Deshalb hält sie Schulungen in homogenen Gruppe wie heute (nur Aussiedler) für die geeignetere Variante. Burgunde Krumm hält gemeinsame Essen für einen besseren Ansatzpunkt, damit sich Einheimische und Aussiedler näher kommen. Bei solchen Essen kommt es während und nach dem Essen zu mehr und besseren Kontakten, als bei anderen Veranstaltungen, so ihre Erfahrung. Was bei Geschäftsleuten klappt und Gang und Gebe ist (Geschäftsessen), sollte auch hier versucht werden. Nur mit Essen ist natürlich die Integration von Aussiedlern nicht zu lösen, aber es kann ein erster Schritt sein.
Rezept:
Als Hachfleich-Fan habe ich natürlich auch sofort mal die Hachfleisch-Bällchen probiert. Und auch die waren etwas anders zubereitet. Während bei uns solche Hachfleisch-Bällchen nur mit Fleisch oder mit etwas eingeweichter Semmel (zur besseren Bindung) zubereitet werden, durfte ich heute eine andere schmackhafte Variante probieren. Hier wird die Hackfleichmasse mit Schweinefleisch, Milch, Zwiebel, Ei und gekochter Kartoffel verarbeitet und mit Salz und schwarzem Pfeffer gewürzt. Auch eine andere Variante hat mir geschmeckt, aber für viele Deutsche ist wegen des Übergewichts die russische Variante der Salzkartoffel nicht so empfehlenswert. Da wird noch Butter auf die heiße Salzkartoffel gegeben.
Ansprechpartner für das LOS Programm
Janin Panse - Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V.
Ferdinand- Schlufter- Str. 48 - 99706 Sonderhausen
Tel: 03632/759399 - Email: kjr.panse@gmx.de
oder
Jörn Krause - Landratsamt Kyffhäuserkreis -Jugendamt
Johann- Karl- Wezel- Str. 7 - 99706 Sondershausen
Tel: 03632/741622 - Email: j.krause@kyffhaeuser.de
